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Krieg in Nahost: IEA: Schwerste Energiekrise der Geschichte

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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IEA: Schwerste Energiekrise der Geschichte + Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde tot

11.03.2026, 05:2020.03.2026, 14:13
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15:12
Abu Dhabi: Festnahmen wegen Verbreitung von Fehlinformationen
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Polizeiangaben mehr als 100 Menschen wegen Vorwürfen der Verbreitung von Falschinformationen festgenommen worden.

Die Polizei in der Hauptstadt Abu Dhabi teilte auf X mit, 109 Menschen seien festgenommen worden, weil sie während «der laufenden Ereignisse Orte und Vorfälle» gefilmt sowie falsche Informationen über soziale Medien verbreitet hätten.

Die Polizei erklärte, solche Aktionen könnten die «öffentliche Meinung aufhetzen» und Gerüchte in der Gesellschaft verbreiten. Es handle sich um Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Weitere Details wurden nicht genannt.

Kritik an der Regierung, den Behörden und ihrer Arbeit stehen in den Emiraten unter Strafe. Es drohen Geldstrafen in Höhe von umgerechnet mehreren Zehntausend Franken und auch mehrere Jahre Haft. (sda/dpa)
14:08
IEA-Chef: Schwerste Energiekrise der Geschichte
Der Chef der Internationalen Energieagentur warnte, dass es sechs Monate dauern könnte, bis die Öl- und Gaslieferungen aus dem Golf wiederhergestellt sind. In einem Interview mit der «Financial Times» meinte Fatih Birol zudem, die Welt stehe vor der schwersten Energiekrise ihrer Geschichte.



Politiker und Märkte würden das Ausmass der Unterbrechung unterschätzen, so Birol, da etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasvorräte praktisch in der Region festsitze. Der IEA-Chef bezeichnete den Krieg im Iran als die «grösste globale Bedrohung für die Energiesicherheit in der Geschichte» und sagte, es werde Zeit brauchen, bis Öl und Gas wieder verfügbar seien: «Es wird sechs Monate dauern, bis einige [Standorte] wieder betriebsbereit sind, bei anderen wird es viel länger dauern», fügte er hinzu. (lak)
10:11
Iran meldet Tod des Pressesprechers der Revolutionsgarden
Die iranischen Revolutionsgarden melden den Tod ihres Sprechers, Ali Mohammed Naini. Nach Angaben der ihnen nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim ist der General bei einem Angriff getötet worden, für den sie Israel und die USA verantwortlich machen.

Die Garden würdigten Naini als langjährigen Kommandeur, der mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der islamischen Revolution gestanden habe. (sda/dpa)
9:51
Irans Führung an Geheimdienst: Feinden Sicherheit entziehen
Die iranische Führung hat die Mitarbeiter des Geheimdienstes dazu aufgerufen, den «Feinden im In- und Ausland» die Sicherheit zu entziehen. In einer Mitteilung auf dem X-Profil des neuen obersten Führers, Modschtaba Chamenei, hiess es weiter, nach dem Tod von Geheimdienstchef Ismail Chatib müssten die «übrigen Beamten und Mitarbeiter dieses sensiblen Ministeriums» diese Lücke ausgleichen.

Modschtaba Chamenei ist seit seiner Ernennung zum neuen Religionsführer am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten - weder mit einer Audio- noch mit einer Videobotschaft. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es bislang nicht.

Geheimdienstminister Chatib wurde nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch getötet. (sda/dpa)
3:58
Golfstaaten erneut unter iranischem Beschuss
Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab.

Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hiess es. (sda/dpa)
2:31
Israels Luftwaffe fliegt weitere Angriffswelle im Iran
Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue «Welle» an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Ziel sei «Infrastruktur des iranischen Terrorregimes», hiess es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten. Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder grössere Schäden gab es nicht.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor noch laut der Zeitung «Times of Israel» gesagt: «Der Iran ist schwächer denn je.» Nach knapp drei Wochen Krieg könne der Iran kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik würden dennoch weitergehen, «so lange dies notwendig ist», sagte Netanjahu. (sda/dpa)
22:29
Iranisches Regime richtet drei Demonstranten hin
Der Iran hat im Zuge der jüngsten Massenproteste nach Ausbruch des Krieges erstmals Todesurteile vollstreckt. Laut Staatsmedien wurden drei Männer hingerichtet, denen vorgeworfen wird, in Teheran zwei Sicherheitskräfte getötet zu haben. Die Justiz spricht von «Mord» sowie von angeblich durch die USA und Israel gesteuerten Handlungen. Im Iran werden Todesurteile meist durch Erhängen vollstreckt.

Die Männer wurden laut «Iran International» als Mehdi Ghasemi, Saleh Mohammadi und Saeed Davoudi identifiziert. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen scharf und sprechen von unfairen Prozessen sowie erzwungenen Geständnissen. (hkl)

20:33
Netanjahu: Israel sieht von weiteren Attacken ab
Nach knapp drei Wochen Krieg kann der Iran laut israelischem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen Raketen mehr herstellen. «Der Iran ist schwächer denn je», sagte er in Jerusalem nach Angaben der «Times of Israel». Die Angriffe auf den Mullah-Staat würden aber weitergehen, «so lange dies notwendig ist».

Netanjahu bekräftigte auf der Pressekonferenz die Ziele der Militärkampagne, die Israel und die USA gestartet haben. Es gehe darum, die Bedrohung auszuschalten, die von den nuklearen Ambitionen und von den ballistischen Raketen des Irans ausgehen würden. Damit werde man die Bedingungen dafür schaffen, dass sich das iranische Volk die Freiheit nehmen kann, «sein Schicksal selbst zu gestalten».

Zum umstrittenen israelischen Angriff auf das iranische Ölfeld «South Pars» am Vortag sagte er: «Fakt Nummer eins: Israel hat allein gegen die Gasförderanlage gehandelt. Fakt Nummer zwei: Präsident Trump hat uns gebeten, künftig von (derartigen) Attacken abzusehen, und wir sehen davon ab.» (sda/dpa)

20:32
Katar: Vertrauen zum Iran muss wiederhergestellt werden
Katar sieht die Beziehungen zum Iran nach dessen wochenlangen Angriffen am Golf als stark beschädigt an. «Nach diesem feindlichen Akt ist es notwendig, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen», sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman. «Das iranische Volk und uns verbinden Geografie, Nachbarschaft und Geschichte.»

Der Regierungschef rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen «gefährlichen Strudel» gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit «für alle Länder in der Region» gefährden. (sda/dpa)
18:16
Libanon: Mehr als 1000 Tote nach israelischen Angriffen
Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1.000 Tote. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1.001 Menschen getötet und 2.584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon.

Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel den Verbündeten des Irans, die Hisbollah-Miliz, deutlich schwächen. Der Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.

Im Süden Libanons gehen Kämpfe am Boden indes weiter. Schwere Explosionsgeräusche seien in der Gegend um den Ort Chiam zu hören, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israelische Truppen würden langsam vorrücken und systematisch Häuser nahe der Grenze zu Israel zerstören.

Nach israelischen Militärangaben dient der Einsatz dem Schutz von Einwohnern in Israels Norden. Dortige Flussübergänge seien von der Hisbollah für Angriffe auf Israel genutzt worden, hiess es. (sda/dpa)
17:32
Trump: «Ich werde nirgendwo Truppen stationieren»
US-Präsident Donald Trump plant offenbar doch keinen Einsatz von Bodentruppen im Iran-Krieg. Das berichtet CNN. Bei einer Konferenz im Oval Office soll Trump am Donnerstag gesagt haben: «Nein, ich werde nirgendwo Truppen stationieren. Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen, aber ich werde keine Truppen stationieren.»

Zuvor hatte Reuters berichtet, Trump erwäge Militärverstärkung im Nahen Osten. Auch Bodentruppen hätte er nicht ausgeschlossen, um die Sicherheit für die Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu gewährleisten. (hkl)

16:44
Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmassliche Spione festgenommen. Ihnen würden «Vaterlandsverrat» sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr. Die Festgenommenen sollen demnach «Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten» an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden.

Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hiess es weiter. Bei ihnen seien Waffen, Ortungsgeräte, spezielle Kommunikationsmittel sowie ausländische Währungen beschlagnahmt worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden rief die Bevölkerung auf, Verdachtsmomente umgehend zu melden.

Unabhängige Bestätigungen für die Angaben liegen nicht vor. Beobachter weisen darauf hin, dass Teheran in Kriegs- und Krisenzeiten regelmässig über umfangreiche Festnahmen von mutmasslichen Spionen berichtet. (sda/dpa)
15:50
Teheran: Reaktion auf Israel «nur ein Bruchteil» der Schlagkraft
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen.



Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft. «Der EINZIGE Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation», so Araghtschi.

Der Aussenminister betonte zudem, ein mögliches Kriegsende müsse die Schäden an zivilen Einrichtungen im Iran berücksichtigen. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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640 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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