International
Mexiko

Drogenboss «El Chapo» Guzmán entkam durch 1,5-Kilometer-Tunnel aus dem Hochsicherheits-Knast

«El Chapo» ist zum zweiten Mal aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen – with a little help of a friend vielleicht? 
«El Chapo» ist zum zweiten Mal aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen – with a little help of a friend vielleicht? Bild: EPA/EFE FILE

Drogenboss «El Chapo» Guzmán entkam durch 1,5-Kilometer-Tunnel aus dem Hochsicherheits-Knast

12.07.2015, 09:4512.07.2015, 15:21

Joaquín Guzmán Loera, besser bekannt als «El Chapo», ist vermutlich durch einen Tunnel aus seiner Gefängniszelle im Hochsicherheitstrakt von Altiplato in Mexiko-Stadt geflohen. Das haben mexikanische Sicherheitsbehörden bekannt gegeben. 

«El Chapo» Guzmán ist zum zweiten Mal aus der Haft in Mexiko ausgebrochen. Der einstige Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells verschwand am Samstagabend aus dem Hochsicherheitsgefängnis Altiplano.

Wie die Nationale Sicherheitskommission am Sonntag weiter mitteilte, hatten Überwachungskameras zuletzt Bilder von Guzmán im Duschbereich der Haftanstalt aufgezeichnet. Diese liegt 90 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt.

Altiplano – wie kann man da ausbrechen? 
Altiplano – wie kann man da ausbrechen? Bild: STRINGER/MEXICO/REUTERS

Die Behörden lösten Grossalarm aus. Der Verkehr auf den Strassen der Region wurde den Angaben zufolge genauestens kontrolliert, Flüge vom nahegelegenen Flughafen Toluca wurden ausgesetzt.

Guzmán war 2001 schon einmal aus dem Gefängnis ausgebrochen, wo er eine lange Haftstrafe verbüsst hatte. Damals gelang ihm die Flucht, indem er sich in einem Wäschewagen der Haftanstalt versteckte.

Mächtigster Drogenboss der Welt

Erst 13 Jahre später, im Februar 2014, wurde er im Nordwesten des Landes gefasst. Guzmán, der als einer der mächtigsten Rauschgiftbarone der Welt galt, werden auch in den Vereinigten Staaten verschiedene Drogendelikte zur Last gelegt.

Das Sinaloa-Kartell kontrolliert weite Teile des Drogengeschäfts in Mexiko. Mit konkurrierenden Banden liefert es sich einen blutigen Krieg um die Kontrolle des Rauschgifthandels in den USA. Dabei wurden seit Ende 2006 nach jüngsten Angaben mehr als 80'000 Menschen getötet.

Auf Twitter ist die Hölle los – es wird gegen die Polizei, gegen Guzmán, gegen ziemlich alles gelästert: 

 (kub/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Ben McKenzie: Von «O.C., California» zum knallharten Krypto-Kritiker
Einst war er der hübsche TV-Bad-Boy. Heute klärt Ben McKenzie über Bitcoin und Co. auf – und entlarvt Promis, Betrüger und eine ganze Branche.
Während der Pandemie hockte die Welt im Homeoffice, und viele entdeckten neue Hobbys. Ben McKenzie tat mehr als das: Er durchleuchtete die Krypto-Welt und beobachtete Promis wie Snoop Dogg oder die Kardashians, die öffentlich von futuristischen Möglichkeiten schwärmten. Matt Damons Werbung für Crypto.com habe ihm Albträume bereitet, erzählt er heute.
Zur Story