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Mexiko liefert Drogenboss an die USA aus



epa04702202 Mexican National Security Commissioner, Monte Alejandro Rubido (L), arrives to a press conference as a picture of alleged drug trafficker Cesar Gastelum Serrano (R) is screened on a tv in Mexico City, Mexico, 12 April 2015. Gastelum Serrano is one of the must wanted drugs traffickers by US Government and is considered one of the leaders of the Sinaloa Cartel.  EPA/Mario Guzmán

Auf dem Bildschirm: César Gastelum Serrano 
Bild: EPA/EFE

Mexiko hat einen der berüchtigsten Drogenbosse des Landes an die USA ausgeliefert: Der 47-jährige César Gastelum Serrano wurde den US-Behörden zusammen mit dem mutmasslichen Drogenhändler Alejandro Rubio Pérez auf einem Flughafen nahe Mexiko-Stadt übergeben.

Das teilte die mexikanische Staatsanwaltschaft am Sonntag (Ortszeit) mit. Gegen beide Männer lag ein US-Haftbefehl vor.

Gastelum wurde im April in einem Touristenviertel des Badeortes Cancún im Osten Mexikos festgenommen. Nach Angaben der mexikanischen Ermittler war er die treibende Kraft eines Kokain-Schmugglernetzwerks in Süd- und Zentralamerika sowie den USA.

Seine Bande lieferte demnach Kokain an das Sinaloa-Kartell, eines der mächtigsten Drogenkartelle in Mexiko. Behördenangaben zufolge operierte sein Netzwerk zuletzt von San Pedro Sula in Honduras aus.

In den vergangenen Jahren wurden in Mexiko wiederholt hochrangige Mitglieder von Drogenbanden festgenommen. Erst im September wurden 13 mutmassliche Drogenhändler an die USA ausgeliefert, darunter das hochrangige Drogenkartellmitglied Edgar Valdez Villareal, genannt «La Barbie».

«El Chapo» entwischt

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Joaquín «El Chapo» Guzmán
Bild: Eduardo Verdugo/AP/KEYSTONE

Die Auslieferungen erfolgten wie im Fall Gastelum auf Ersuchen von US-Gerichten. Auch der im September 2012 gefasste Jorge Costilla Sánchez alias «El Coss» wurde an die US-Behörden überstellt. Er gilt als einer der Anführer des Golf-Kartells.

Die USA hatten auch die Auslieferung des mächtigen Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán nach seiner Festnahme im Februar 2014 gefordert. Die mexikanischen Behörden lehnten dies allerdings ab, da sie ihn selbst vor Gericht stellen wollten.

Im Juli gelang dem Chef des Drogenkartells Sinaloa dann jedoch durch einen anderthalb Kilometer langen Tunnel die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis, bislang wurde er nicht gefasst.

Trotz spektakulärer Festnahmen und einem massiven Einsatz von Sicherheitskräften und Soldaten in Mexiko hält die Gewalt in dem Land an. Seit dem Beginn der Offensive gegen den Drogenhandel unter dem früheren Staatschef Felipe Calderón im Jahr 2006 wurden 100'000 Menschen getötet oder als vermisst gemeldet. (sda/afp)

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