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epa05486195 A picture made available on 15 August 2016 shows Syrian 38-year-old father Walid Al Ali (C-R) with his wife Sumiah (C-L) and their four children standing in front of their house in Mangolding, Germany, 03 August 2016. After a dramatic and life-threatening flight from Damascus, the family now lives in a village in Upper Palatinate.  EPA/ARMIN WEIGEL

Syrische Flüchtlingsfamilie in Bayern. Bild: EPA/DPA

Deutschland rechnet mit unter 300'000 Flüchtlingen bis Ende Jahr



In diesem Jahr werden nach Einschätzung des zuständigen Chefbeamten weniger als 300'000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Demnach kamen im vergangenen Jahr weniger Leute als zunächst gedacht: es dürften weniger als eine Million gewesen sein.

«Wir stellen uns auf 250'000 bis 300'000 Flüchtlinge in diesem Jahr ein, darauf richten wir unsere Kapazitäten aus», sagte der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) der «Bild am Sonntag». «Es werden dieses Jahr eher noch etwas weniger als 300'000 Menschen kommen.»

Bis zu dieser Zahl könne seine Behörde einen optimalen Ablauf garantieren, sagte Weise laut Vorabbericht. «Wenn mehr Menschen kommen, kommen wir unter Druck.» Doch selbst dann seien nicht wieder Zustände wie im vergangenen Jahr zu erwarten. Allerdings würden die Verfahren länger dauern als angestrebt.

Im vergangenen Jahr habe Deutschland weniger Flüchtlinge aufgenommen als gedacht, sagte Weise. Der Grund dafür seien Doppelregistrierungen und Weiterreisen der Menschen. Die exakte Zahl werde demnächst vorgestellt, sagte der Bamf-Chef. «Sicher ist aber, dass im letzten Jahr weniger als eine Million Menschen nach Deutschland gekommen ist.»

Integration wird teuer

Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gestaltet sich Weise zufolge schwierig. «Es wird lange dauern und viel kosten.» 70 Prozent seien zwar erwerbsfähig, sagte Weise. Dennoch werde ein Grossteil von ihnen zunächst in die Grundsicherung fallen, bevor sie in Arbeit gebracht würden.

Etwa zehn Prozent der Flüchtlinge seien Akademiker, sagte Weise. Rund 40 Prozent hätten keine Berufsausbildung, aber praktische Arbeitserfahrung. Auch Hilfstätigkeiten seien für die Flüchtlinge besser als gar keine Arbeit. «Wir setzen deshalb alles daran, die Menschen möglichst schnell in die Jobcenter zu bringen.» (sda/reu)

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