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Green Card für die USA: Anträge sollen nur im Ausland gestellt werden

Nur aus dem Ausland: USA verschärfen Regeln für Green Card

23.05.2026, 09:1023.05.2026, 09:10

Anträge auf einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in den USA sollen nach dem Willen der US-Regierung künftig vor allem aus dem Ausland gestellt werden. Wer sich für eine sogenannte Green Card und damit auf einen dauerhaften Aufenthaltsstatus bewerben möchte, solle dazu in der Regel das konsularische Verfahren im Heimatland nutzen, heisst es in einer Anweisung der zuständigen Einwanderungsbehörde. Effektiv setzt die US-Regierung damit höhere Hürden für den Erhalt der Green Card.

Bisher war es Urlaubern, Studenten oder anderen Besuchern mit begrenztem Aufenthaltsrecht unter bestimmten Bedingungen möglich, sich auch in den USA auf eine Green Card zu bewerben. Nach Angaben der «Washington Post» geht jährlich mehr als die Hälfte der erteilten Green Cards auf dieses Verfahren zurück. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass die Absicht auf einen längeren Aufenthalt nicht von Beginn an bestand.

Anwältin: Schritt betrifft Ärzte und Geschäftsleute

«Das wird Tausende und Abertausende von Menschen betreffen», sagte Elizabeth Goss, die sich als Anwältin für die Rechte von Einwanderern einsetzt, der «Washington Post». Goss stellte den Schritt als unbegründete Verschärfung dar, die kein Sicherheitsproblem als Ursache habe. Er treffe Menschen, die bereits von den Behörden geprüft worden seien. «Davon betroffen sind Ärzte, Professoren, Forscher und Geschäftsführer.»

Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump hat die Regierung ihren Kurs in der Einreise- und Migrationspolitik erheblich verschärft. Die besonders drastischen Massnahmen wie Einreisestopps oder Kautionen richten sich jedoch vor allem gegen Bürger aus dem Nahen Osten oder Afrika. (sda/dpa)

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