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epa04759516 Rohingya protesters hold placards during a demonstration outside the Myanmar Embassy to demand an end to discrimination against the Rohingya minority group in Kuala Lumpur, Malaysia, 21 May 2015. Community Action for Rohingya called for Myanmar's ambassador to Malaysia and embassy staff to leave the country over the migrant crisis. Meanwhile, Malaysia ordered its navy to conduct search-and-rescue operations to recover Rohingya migrant boats and bring them ashore.  EPA/FAZRY ISMAIL

In Myanmar wird die muslimische Minderheit der Rohingya verfolgt. Bild: FAZRY ISMAIL/EPA/KEYSTONE

Polizei entdeckt in Malaysia Dutzende verscharrte Leichen von Rohingya-Flüchtlingen



Die Polizei hat in Malaysia ein Massengrab mit Dutzenden verscharrten Leichen entdeckt. Es soll sich um Flüchtlinge aus Myanmar handeln, um Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya.

Innenminister Ahmad Zahid Hamidi äusserte sich schockiert. Die Polizei sei vor Ort und ermittle.

In dem Grab bei Padang Besar im Norden werden rund 100 Leichen vermutet. Die Flucht der Rohingya vor Verfolgung in ihrer Heimat hat das grösste Flüchtlingsdrama in Südostasien seit Jahrzehnten ausgelöst.

Seit Anfang Mai sind mehr als 3000 Menschen auf völlig überfüllten Flüchtlingsbooten teils völlig entkräftet an den Küsten Malaysias und Indonesiens angekommen. Tausende werden noch auf Schiffen auf hoher See vermutet. Umstritten ist, wie viele der Menschen Rohingya sind, die in Myanmar ansässig waren, und wie viele Bangladescher sind.

In Südthailand waren Ende April bereits mehr als zwei Dutzend verscharrte Leichen entdeckt worden. Viele Rohingya werden von Schleppern unter falschen Versprechungen ausser Landes geschleust. Sie werden wie Geiseln in Dschungelcamps festgehalten, bis ihre Familien Geld für die Passage etwa nach Malaysia zahlen, wie Überlebende berichtet haben. (sda/dpa)

Tausende Flüchtlinge auf hoher See

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 24.05.2015 10:16
    Highlight Highlight "Die Flucht der Rohingya vor Verfolgung in ihrer Heimat"
    CNN berichtete vor einigen Tagen, dass diese Flüchtlinge ein Angebot der thailändischen Behörden ausgeschlagen hätten an Land zu gehen und die Weiterfahrt abzubrechen. Auch Indonesien wird ihnen nicht gut genug sein. Sollten die Berichte von CNN der Wahrheit entsprechen, dann hält sich das Mitleid in engen Grenzen. Denn wer ein sicheres Land ablehnt, um in ein wohlhabendes zu gelangen, für den sind die Hinweise der australischen Regierung "No Way. You will not make Australia home" absolut zutreffend.
    • Sandokan 24.05.2015 11:18
      Highlight Highlight Wer glaubt schon CNN.

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