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Tausende protestieren im Libanon gegen Regierung



epa07929686 A protester throws a tire on a fire to block a Metn highway during a protest in north of Beirut, Lebanon, 18 October 2019. Protesters, mainly civil activists, started to demonstrate in downtown Beirut on 17 October, condemning the proposed taxes that would go along with the 2020 budget, especially an unexpected government plan to impose a fee of 0.20 cents a day for using WhatsApp calls. This charge will not make it through the government palace according to the Telecommunications Minister Mohamed Choucair after witnessing the impact this made on the streets.  EPA/WAEL HAMZEH

Bild: EPA

Angesichts heftiger Proteste gegen die Regierung im Libanon blieben am Freitag viele Geschäfte und Schulen geschlossen. Dichte schwarze Rauchwolken lagen über Teilen der Hauptstadt Beirut, nachdem Demonstranten Strassenbarrikaden und Autoreifen angezündet hatten.

In der Nacht gingen Tausende Menschen in mehreren Städten auf die Strasse. Sie protestierten unter anderem gegen eine von der Regierung geplante Gebühr auf Sprachanrufe über Dienste wie WhatsApp.

Am Donnerstag hatte Informationsminister Dschamal Dscharra zunächst eine tägliche Gebühr von 0.20 US-Dollar auf die Nutzung von Kommunikationsdiensten wie WhatsApp bekanntgegeben. Nur Stunden später verkündete Telekommunikationsminister Mohammed Schukair, dass die Änderung nicht in Kraft treten werde.

Die Proteste gingen dennoch weiter. Die Polizei setzte in Beirut Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Der Libanon mit 6.8 Millionen Einwohnern kämpft mit einer Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Staatsverschuldung liegt bei 86 Milliarden US-Dollar, was einer Quote von etwa 150 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) entspricht. Es ist eine der höchsten Schuldenquoten weltweit. (aeg/sda/dpa)

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