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Iran

Iran: petrochemische Fabrik nach iranischem Angriff in Emiraten in Brand

Nach Angriff: Petrochemische Fabrik in Emiraten in Brand

05.04.2026, 15:2605.04.2026, 15:26

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind nach einem iranischen Angriff drei Brände in einer Fabrik ausgebrochen. Die Einsatzkräfte hätten rasch darauf reagiert und die Situation unter Kontrolle gebracht, teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi auf der Plattform X mit. Am Morgen hatte es über die Brände in der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge informiert. Diese seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hiess es. Der Betrieb der Anlage sei umgehend eingestellt worden.

Video: watson/nina bürge

Es habe keine Verletzten gegeben, allerdings seien Schäden entstanden. Die Begutachtung laufe, hiess es.

Vor der ersten Auskunft des Medienbüros hatte das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate gemeldet, iranische Raketen und Drohnen abzufangen. Die VAE sind von den Golfstaaten, in denen US-Truppen stationiert sind, am stärksten von Angriffen betroffen, mit denen der Iran auf Angriffe der USA und Israel reagiert.

Bahrain meldet iranische Drohnenangriffe

Im Golfemirat Bahrain meldete das staatliche Öl- und Gasunternehmen Bapco Energies einen Brand in einem Lager infolge eines iranischen Drohnenangriffs am Morgen. Das Feuer sei vollständig gelöscht worden, man begutachte nun die Schäden. Verletzte habe es keine gegeben.

Auch das Unternehmen Gulf Petrochemical Industries Company (GPIC) in Bahrain bestätigte, dass mehrere ihrer Betriebsanlagen am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) Ziel eines iranischen Drohnenangriffs wurden, wie die Staatsagentur BNA berichtete. Der Angriff habe Brände in den betroffenen Anlagen ausgelöst, die inzwischen vollständig gelöscht worden seien. Auch hier wurden keine Verletzten gemeldet.

Der Iran hatte am Samstag gemeldet, dass Petrochemieunternehmen im Land angegriffen worden seien. Die israelische Luftwaffe teilte später mit, einen Industriekomplex bombardiert zu haben, in dem Chemikalien für die Waffenproduktion hergestellt würden. (sda/dpa)

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quelle: keystone / maya levin
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