International
Naher Osten

Luftangriffe im Jemen: Saudis bombardieren Rebellen

Trümmer nach einem Luftangriff in der Hauptstadt Sanaa.
Trümmer nach einem Luftangriff in der Hauptstadt Sanaa.Bild: STRINGER/REUTERS

Luftangriffe im Jemen: Saudis bombardieren Rebellen

23.04.2015, 09:1123.04.2015, 10:07

Auch am zweiten Tag nach der Ankündigung eines Endes der Luftangriffe auf die Huthi-Miliz im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition laut Augenzeugen wieder Rebellenstellungen bombardiert. In der Nacht zum Donnerstag seien unter anderem Ziele nahe der Hauptstadt Sanaa angegriffen worden, berichteten Einwohner.

Auch Huthi-Stellungen nahe der Stadt Taes im Südwesten und in der Stadt Jarim im Zentrum des Landes wurden demnach bombardiert.

Die arabische Militärallianz hatte am Dienstagabend angekündigt, die Luftangriffe nach knapp vier Wochen einzustellen. Sie behielt sich aber vor, im Fall verdächtiger Bewegungen der Rebellen auch weiter Angriffe zu fliegen. 

Naher Osten

Mehr als 2000 Luftangriffe

Nur Stunden nach der Ankündigung attackierte die Koalition bereits am Mittwoch wieder mutmassliche Stellungen der Huthi-Rebellen. Diese zeigten sich zuletzt zu politischen Gesprächen unter Vermittlung der Vereinten Nationen bereit, machten aber ein Ende der Bombardements zur Bedingung.

Die arabische Koalition flog seit dem 26. März nach eigenen Angaben mehr als 2000 Angriffe auf die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten aus der jemenitischen Armee. Diese liefern sich seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. 

Der Staatschef war im Februar aus Sanaa in die südliche Hafenstadt Aden geflohen. Als die Rebellen Mitte März auf Aden vorrückten, setzte sich Hadi nach Saudi-Arabien ab und bat das Königreich um militärische Hilfe. (dhr/sda/afp)

Machtkampf im Jemen

1 / 20
Machtkampf im Jemen
Ein Widerstandskämpfer, loyal zu Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi, besetzt ein Luftabwehrgeschütz.
quelle: x80002 / stringer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Er nennt sein Team «Kids»: Was der «New York Times» im Gespräch mit Trump speziell auffiel
Rund zwei Stunden lang sprach US-Präsident Donald Trump am Donnerstag mit der «New York Times». Diese machte nach dem viel beachteten Interview eine Vielzahl an Episoden publik – Dinge, die der Zeitung im Oval Office speziell auffielen. Zwischen all den brisanten politischen Aussagen war dies unter anderem sein bedenklicher Umgang mit Mitarbeitenden.
Einige werden sich an den irritierenden Moment im vergangenen Juni erinnern, als Nato-Generalsekretär Mark Rutte Donald Trump «Daddy» nannte. Rutte wollte damals Trumps Haltung im Krieg zwischen Israel und dem Iran beschreiben. Für seine Äusserung bekam der Niederländer viel Kritik: Sie wurde ihm als Anbiederung an Trump ausgelegt.
Zur Story