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Nordmazedonien ist 30. Nato-Mitglied

27.03.2020, 18:55
Nordmazedonien ist das jüngste Mitglied der Nato.
Nordmazedonien ist das jüngste Mitglied der Nato.Bild: EPA

Die Nato hat Nordmazedonien als 30. Mitglied aufgenommen. Wie die Militärallianz am Freitag mitteilte, trat der Balkanstaat durch die Hinterlegung der Beitrittsurkunde im US-Aussenministerium in Washington der Allianz bei.

Vor dem Nato-Hauptquartier in Brüssel wird demnach in einer Zeremonie anlässlich der Aufnahme am Montag die Flagge Nordmazedoniens gehisst.

Der Beitritt des kleinen Landes mit knapp 2.1 Millionen Einwohnern war über Jahre durch einen Streit mit Griechenland um den Staatsnamen blockiert gewesen. Athen befürchtete, dass der Nachbar mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz erheben könnte. Erst als Skopje im Juni 2018 zustimmte, sich in «Republik Nordmazedonien» umzubenennen, wurde der Weg frei.

Nordmazedonien sei nun Teil «einer Familie von dreissig Staaten und fast einer Milliarde Menschen», erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die Allianz beruhe «auf der Gewissheit, dass wir alle zusammen stärker und sicherer sind - ganz gleich, welchen Herausforderungen wir gegenüberstehen».

Mit Nordmazedonien sind nun 14 Länder seit dem Ende des Kalten Krieges der transatlantischen Militärallianz beigetreten. Die meisten von ihnen kamen aus dem Einflussbereich der ehemaligen Sowjetunion. Während Moskau nach dem Fall des Eisernen Vorhangs noch die Kooperation mit der Nato suchte, hat die rasante Osterweiterung des Bündnisses die Beziehungen zunehmend belastet.

Zuletzt lag der Fokus der Nato-Erweiterung auf dem westlichen Balkan, der als Gebiet gilt, in dem auch Russland versucht, Einfluss auszuüben. Als letztes Mitglied hatte die Allianz im Juni 2017 Montenegro aufgenommen. Davor waren 2009 Kroatien und Albanien Mitglieder der Nato geworden.

2004 hatte die Militärallianz auf einen Schlag Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien aufgenommen. Tschechien, Polen und Ungarn waren 1999 als erste ehemalige Ostblockländer dem Militärbündnis beigetreten. (sda/afp)

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quelle: epa/u.s. national archives / u.s. national archives and records administration / handout
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