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In Rann, Nigeria, wurde versehentlich ein Flüchtlingslager von einem nigerianischen Kampfflugzeug bombardiert.   bild: MSF

Mindestens 52 Tote bei Luftangriff auf Flüchtlingslager in Nigeria



MSF verurteilt Luftangriff auf Flüchtlingslager 

Die «Ärzte ohne Grenzen» verurteilen den Luftangriff in einer Medienmitteilung aufs Schärfste: «Dieser massive Anschlag auf Menschen, die bereits durch die Flucht vor Gewalt geschwächt sind, ist schockierend und nicht hinnehmbar», erklärt Dr. Jean-Clément Cabrol, Operativer Leiter von MSF in einer Medienmitteilung. «Die Sicherheit der Zivilbevölkerung muss gewährleistet werden. Wir rufen alle Parteien nachdrücklich dazu auf, die Evakuierung der Überlebenden zur medizinischen Erstversorgung über den Luft- oder Landweg zu ermöglichen.»

Im Einsatz gegen die radikal-islamische Miliz Boko Haram hat die nigerianische Luftwaffe irrtümlich ein Flüchtlingslager bombardiert. Dutzende Menschen wurden getötet.

Mindestens 52 Menschen starben, als ein Kampfflugzeug das dicht besiedelte Lager Rann nahe der Stadt Maiduguri im nordöstlichen Bundesstaat Borno traf. Zudem wurden weitere 120 Menschen verletzt, wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Dienstag in Paris mit Verweis auf örtliche Mitarbeiter berichtete.

Das Rote Kreuz erklärte, sechs örtliche Mitarbeiter der Hilfsorganisation seien getötet und mindestens 13 weitere verletzt worden. Sie gehörten zu den Teams, die in dem Lager rund 25'000 Binnenflüchtlinge versorgen, wie die Organisation auf Twitter erklärte.

Der Luftangriff hatte dem Militär zufolge einer Versammlung von Boko-Haram-Mitgliedern gelten sollen, wie Generalmajor Lucky Irabor vor Journalisten in Maiduguri erklärte. Die Streitkräfte hätten Helikopter geschickt, um die Verletzten zu bergen. Eine Untersuchung des schrecklichen Fehlers sei eingeleitet worden.

MSF fordert Evakuierungen

MSF erklärte, die Helfer vor Ort seien schockiert. Die Mitarbeiter der Organisation seien bereit, Erste Hilfe zu leisten. Dafür müssten die Behörden allerdings dafür sorgen, dass Verletzte in Sicherheit gebracht werden könnten - das gelte für den Land- und den Luftweg. Teams von MSF im Tschad und in Kamerun stünden bereit, die Verletzten zu behandeln.

Boko Haram kämpft seit Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Die Gruppe verübt immer wieder Angriffe auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen. Seit 2009 wurden in dem Konflikt mehr als 20'000 Menschen getötet. Ausserdem ergriffen 2,6 Millionen Menschen die Flucht.

Das nigerianische Militär erzielte zuletzt allerdings Fortschritte im Kampf gegen die Gruppe. Generalmajor Irabor sagte zum versehentlichen Angriff vom Dienstag, dies sei das Ergebnis der Wirren dieses Konflikts. Der Vorfall sei bedauerlich und zeige, «dass dieser Krieg beendet werden muss». (sda/dpa/afp)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Claude@wildcats.ch 17.01.2017 21:21
    Highlight Highlight Ich traure um die freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes und den Ärzten ohne Grenzen - das sind für mich die wahren Helden
  • Gummibär 17.01.2017 20:21
    Highlight Highlight Es muss ein Versehen sein weil das absichtliche Treffen eines Ziels durch eine der wenigen noch flugtüchtigen Chengdu F 7 der nigerianischen Luftwaffe eher unwahrscheinlich ist. Des öfteren finden die Piloten nicht einmal den Heimflughafen bevor ihnen der Sprit ausgeht.
  • Crank 17.01.2017 19:50
    Highlight Highlight Was ist denn mit Euch los? Was macht Euch so sicher dass es kein Irrtümlicher Angriff war?
  • Calvin Whatison 17.01.2017 18:25
    Highlight Highlight Versehentlich! Wtf.. 😡
  • Hexentanz 17.01.2017 18:23
    Highlight Highlight Gibts nen speziellen Grund warum hier einige bereits "Versehen" schreiben ironisch? Warum solls absicht sein?
    Bitte um Aufklärung.......
    • selbstdenken 17.01.2017 20:29
      Highlight Highlight 1. Regierungen sind keine Freunde von geflüchteten Menschen.
      2. die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen in diesem Fall boko haram und der Regierung besteht. weitere Beispiele: daesh und erdogan, nsu und deutsche Regierung, kkc und amerikanische Regierung.
      3. es gbit nichts korrupteres als afrikanische Staatslobereute.
      ps: dieser Artikel ist da um Angst zu schüren. vor der nächsten groß en Welle.
  • Bär73 17.01.2017 18:19
    Highlight Highlight Absicht...nix "Versehen" !!
    • Froggr 17.01.2017 18:45
      Highlight Highlight Fakten? Postfaktisch!
    • Datsyuk * 17.01.2017 19:32
      Highlight Highlight Aus deinen Kommentaren werde ich bisher nicht schau..
  • Prof.Farnsworth 17.01.2017 18:08
    Highlight Highlight "Ausversehen"
    • Froggr 17.01.2017 21:48
      Highlight Highlight Fakten?
    • Prof.Farnsworth 18.01.2017 07:47
      Highlight Highlight fakten fakte fakten, in solch einem Land muss man nicht nach fakten suchen sondern nach motiven!

      alles wird gefressen von den lesern was die medien berichten, dabei sind sie nur ein erweitertes sprachrohr vieler politiker und müssen desshalb auch mal hinterfragt werden! dass man mal ein dicht besiedelter standort bombadiert, kann ja mal passieren oder?

      für mich stinkt die story bis zum himmel!

      andere frage: gib du mir fakten wesshalb es ein versehen war?
    • Froggr 18.01.2017 12:30
      Highlight Highlight Nein gebe ich nich. Habe ich gesagt, dass es ein Versehen war?
  • Dschungelpartei 17.01.2017 18:07
    Highlight Highlight "Versehentlich" http://"
  • Chääschueche 17.01.2017 18:06
    Highlight Highlight versehentlich...wers glaubt...
  • Angelo Hediger 17.01.2017 18:06
    Highlight Highlight Aus "versehen"

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