International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The wreckage of the car of investigative journalist Daphne Caruana Galizia lies next to a road in the town of Mosta, Malta, Monday, Oct. 16, 2017. Malta's prime minister says a car bomb has killed an investigative journalist on the island nation. Prime Minister Joseph Muscat said the bomb that killed reporter Daphne Caruana Galizia exploded Monday afternoon as she left her home in a town outside Malta's capital, Valetta. (AP Photo/Rene Rossignaud)

Nach Polizeiangaben starb Daphne Caruana Galizia, als eine unter ihrem fahrenden Auto angebrachte Bombe explodierte. Bild: AP/AP

Diese Bloggerin brachte Politiker in Malta ins Schwitzen und bezahlte mit ihrem Leben



In Malta ist am Montag eine Bloggerin getötet worden, die der Regierung des Inselstaats Korruption vorgeworfen hatte. Nach Polizeiangaben starb Daphne Caruana Galizia, als eine unter ihrem fahrenden Auto angebrachte Bombe explodierte.

Maltesischen Medienberichten zufolge explodierte das Auto, kurz nachdem die 53-Jährige es gestartet hatte. Dem staatlichen TV-Sender TVM zufolge hatte sich Caruana Galizia vor zwei Wochen an die Polizei gewandt, weil sie Morddrohungen erhalten habe.

«Wenn die Menschen ihre Regierung fürchten, ist das Tyrannei, wenn die Regierung die Menschen fürchtet, ist das Freiheit»

Auf Malta haben mehrere tausend Menschen an Mahnwachen teilgenommen. In der Stadt Sliema im Nordosten der Mittelmeerinsel hielten die Teilnehmer einer Mahnwache am Montagabend Kerzen in den Händen, sie legten Blumen und Beileidsbekundungen nieder.

«Wenn die Menschen ihre Regierung fürchten, ist das Tyrannei, wenn die Regierung die Menschen fürchtet, ist das Freiheit», war auf einem Schild zu lesen, das mit Blumen und Kerzen am Strassenrand hinterlassen wurde.

Der maltesische Regierungschef Joseph Muscat sprach von einer «barbarischen» Tat und einem «schwarzen Tag für unsere Demokratie und unsere Meinungsfreiheit». Der Mitte-links-Politiker wies die Sicherheitskräfte an, die Täter zu finden und vor Gericht zu bringen.

This undated photo shows Daphne Caruana Galizia, a Maltese investigative journalist who exposed her island nation’s links with the so-called Panama Papers. Galizia was killed on Monday, Oct. 16, 2017, when a bomb destroyed her car as she was driving near her home in Mosta, a town outside Valletta, Malta’s capital, Prime Minister Joseph Muscat said. (The Malta Independent via AP)This undated photo shows Daphne Caruana Galizia, a Maltese investigative journalist who exposed her island nation’s links with the so-called Panama Papers. Galizia was killed on Monday, Oct. 16, 2017, when a bomb destroyed her car as she was driving near her home in Mosta, a town outside Valletta, Malta’s capital, Prime Minister Joseph Muscat said. (The Malta Independent via AP)This undated photo shows Daphne Caruana Galizia, a Maltese investigative journalist who exposed her island nation’s links with the so-called Panama Papers. Galizia was killed on Monday, Oct. 16, 2017, when a bomb destroyed her car as she was driving near her home in Mosta, a town outside Valletta, Malta’s capital, Prime Minister Joseph Muscat said. (The Malta Independent via AP)This undated photo shows Daphne Caruana Galizia, a Maltese investigative journalist who exposed her island nation’s links with the so-called Panama Papers. Galizia was killed on Monday, Oct. 16, 2017, when a bomb destroyed her car as she was driving near her home in Mosta, a town outside Valletta, Malta’s capital, Prime Minister Joseph Muscat said. (The Malta Independent via AP)

Caruana Galizia ist tot. Bild: AP/The Malta Independent

Die 53-jährige Internet-Bloggerin, die als Journalistin auch für andere Medien tätig war, hatte mit ihren Berichten erreicht, dass Muscat wegen der Vorwürfe im Zusammenhang mit den «Panama Papers» vorgezogene Neuwahlen ansetzte.

Unter anderem steht dessen Frau im Verdacht, Bestechungsgelder auf geheimen Konten in Panama versteckt zu haben. Vorwürfe im Zusammenhang mit Off-Shore-Konten richteten sich auch gegen den Energieminister sowie gegen Muscats Kabinettschef. Muscat hatte die Vorwürfe kategorisch bestritten und für den Fall, dass sie sich als wahr erweisen sollten, seinen Rücktritt angekündigt.

Aus der vorgezogenen Parlamentswahl im Juni ging Muscats Arbeiterpartei trotz der Korruptionsvorwürfe als Siegerin hervor. Es war das erste Mal seit der Unabhängigkeit des Inselstaats von Grossbritannien 1964, dass die Arbeiterpartei zwei Wahlen in Folge gewann.

(sda/afp/dpa)

Frau wirft Hai mit blossen Händen zurück ins Meer

abspielen

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pun 17.10.2017 09:20
    Highlight Highlight Holy Shit! Sowas sollte in Europa eigentlich nur noch in Serien wie "House of Cards" geschehen. Zeigt, wie richtig die Panama Leaks lagen. Bitte watson und andere Medienschaffende: Bleibt dran! Make Journalism A Threat Again!
  • Siebenstein 17.10.2017 09:09
    Highlight Highlight Unglücklich gewählter Titel, man bezahlt eher mit seinem Leben...

Tod einer Journalistin: Nordirische Polizei nimmt nach Anschlag zwei Verdächtige fest

Nach dem Tod der Journalistin Lyra McKee sind in Nordirland zwei junge Männer festgenommen worden. Die 29-Jährige war am Donnerstagabend bei Ausschreitungen in Derry erschossen worden. Sie stand in einer Gruppe nahe eines Polizeiwagen, als eine Kugel ihren Kopf traf.

In Derry - die Stadt wird von Grossbritannien offiziell sowie von der protestantischen Minderheit in der Stadt auch Londonderry genannt - war es am Donnerstagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Vermummte warfen im Wohnviertel …

Artikel lesen
Link zum Artikel