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US-Richter Bill O'Neill prahlt mit seinem Sexleben und verteidigt Übergriffe

US-Richter verteidigt Übergriffe – indem er mit seinem Sexleben prahlt

18.11.2017, 06:0018.11.2017, 16:03
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Als Reaktion auf den Skandal um Missbrauch und sexuelle Belästigung durch Prominente hat ein US-Richter und Gouverneurskandidat sein sexuelles Gebaren demonstrativ öffentlich gemacht.

«In den letzten fünfzig Jahren hatte ich sexuelle Beziehungen zu etwa 50 sehr attraktiven Frauen», schrieb der Richter am Obersten Gericht von Ohio, Bill O'Neill, im Online-Netzwerk Facebook. 

«Es reichte von einer umwerfenden persönlichen Assistentin von Senator Bob Taft (senior), die meine erste wahre Liebe war, und wir machten leidenschaftlich Liebe auf dem Heuboden der Scheune ihrer Eltern», schreibt O'Neill, «und es endete mit einer hinreissenden Rothaarigen.»

Er wolle im Namen aller «heterosexuellen Männer» sprechen und als Gouverneurskandidat seinen Gegner die Zeit ersparen, in seinem Privatleben nachzuforschen.

O'Neill verteidigte explizit auch den demokratischen Senator Al Franken. Sportmoderatorin und Ex-Model Tweeden hatte ein Bild von 2006 veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie Franken sie im Schlaf in einem Militärflugzeug an den Brüsten begrapscht. Sie warf dem Politiker und früheren Komiker der Sendung «Saturday Night Live» ausserdem vor, sie ohne ihr Einverständnis geküsst zu haben. Franken hatte sich bei ihr entschuldigt, sieht sich aber dennoch einer Untersuchung des US-Senats ausgesetzt.

Nach der Erklärung von O'Neill hagelte es Kritik. Die Präsidentin des Obersten Gerichts von Ohio, Maureen O'Connor, äusserte sich entsetzt. Diese «schockierende Geringschätzung gegenüber Frauen» untergrabe das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz, schrieb sie nach Angaben der Website cleveland.com.

Auch führende Politiker kritisierten den US-Demokraten O'Neill heftig. Sowohl seine eigene Partei als auch die Republikaner warfen dem Juristen vor, mit seinen Äußerungen sexuelle Übergriffe zu verharmlosen, wie die «Huffington Post» berichtet.

O'Neill entfernte in seinem Facebook-Kommentar zunächst einige Details über seine angeblichen Geliebten und löschte ihn schliesslich komplett. In einem weiteren Post bemühte er sich anschließend um Klarstellung.

Wenn ein US-Senator eine nicht strafbare Verfehlung begehe und sich umgehend nach Bekanntwerden dafür entschuldige, sei es nicht akzeptabel, wenn "die Kriegshunde" sich dennoch auf ihnen stürzten, schreibt O'Neill: "Das ist moralisch falsch." Er habe als Richter zudem schon Sexualstraftäter verurteilt, lange bevor diejenigen geboren worden seien, die nun seinen Rücktritt forderten.

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(sda/afp/spon)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Luca Brasi
18.11.2017 13:18registriert November 2015
Und wieso übersetzt ihr beim zweiten Post nicht auch den Teil...

"...and the apology is accepted by the victim: IT IS WRONG for the dogs of war to leap onto his back and demand his resignation from the United States Senate. It is morally wrong."

...?

"Und die Entschuldigung wird vom Opfer AKZEPTIERT."
Ich sage nicht, dass der Betreffende dadurch ein besserer Mensch wird. Ich verstehe nur nicht, warum ihr diesen Teil nicht übersetzt/übersetzen wollt. Das gibt euch dann wieder den Ruf der manipulierenden und Dinge weglassenden "Lückenpresse".
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DerTaran
18.11.2017 14:30registriert Oktober 2015
Wenn man sich das Bild von Franken genau anschaut, sieht man, dass er die Brüste nicht begrapscht hat, sondern nur so tut als ob. Geschmacklos? Definitiv, ein Übergriff? Nein.
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Blutgrätscher
18.11.2017 14:35registriert Juli 2016
"Wenn ein US-Senator eine nicht strafbare Verfehlung begehe und sich umgehend nach Bekanntwerden dafür entschuldige, sei es nicht akzeptabel, wenn die Kriegshunde sich dennoch auf ihnen stürzten, schreibt O'Neill: "Das ist moralisch falsch."

Wie kann es sein, dass ihr zufällig den wichtigsten Teilsatz aus eurer Übersetzung lässt??

Er sagte, es ist nicht ok sich auf jemanden zu stürzen, der sich bei der Geschädigten entschuldigt hat, wenn die Geschädigte die Entschuldigung akzeptiert.

Nicht das man sich wenns auffliegt entschuldigen kann und gut ist.

Grosser Unterschied mMn.
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