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Schauspiel-Legende Jean-Paul Belmondo ist tot

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Schauspiel-Legende Jean-Paul Belmondo ist tot

06.09.2021, 16:3006.09.2021, 18:28
epa08464929 French actor Jean-Paul Belmondo wears a face mask as he attends the funeral ceremony of the French actor Guy Bedos at the Church of Saint-Germain-des-Pres in Paris, France, 04 June 2020. B ...
Jean-Paul BelmondoBild: keystone

Er war das Gesicht der Nouvelle Vague. Als Ganove und Draufgänger wurde er zur Kultfigur des französischen Kinos. In Erinnerung bleibt sein breites Grinsen.

Der berühmte französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo («Ausser Atem») ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Montag unter Berufung auf seinen Anwalt Michel Godest. «Er ist ruhig entschlafen», zitierte AFP Godest auf Twitter. Seit einiger Zeit sei Belmondo sehr erschöpft gewesen. Die Schauspiellegende wirkte während seiner Karriere in rund 80 Kinofilmen mit und spielte mehr als 40 Theaterrollen.

Ursula Andress, die Frau an seiner Seite

Belmondo spielte in den 50er bis 80er Jahre in dutzenden vor allem französischen Filmen mit und erlangte Weltruhm. Von 1966 bis 1974 war er mit der Schweizer Schauspielerin Ursula Andress liiert.

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Ursula Andress, Jean-Paul Belmondo, Catherine DeneuveBild: keystone

Belmondo, von seinen französischen Fans «Bébel» genannt, wurde vor allem als Antiheld bekannt. In zahlreichen Werken spielte er Draufgänger und Gangster. In den 60er Jahren galt er als Aushängeschild des «Nouvelle Vague»-Kinos und als Symbol für Rebellion und Anarchismus. Er war Teil einer neuen Generation von Filmstars, die keine schönen Helden mehr waren.

«Eine Frau ist eine Frau»

Den Durchbruch zum Kinostar hatte er als 26-Jähriger mit Jean-Luc Godards «Ausser Atem» gefeiert. Später drehten sie gemeinsam die Dreiecksgeschichte «Eine Frau ist eine Frau». Zu den grössten Kassenhits mit Belmondo zählt auch «Abenteuer in Rio» von Philippe de Broca über einen jungen Soldaten auf der Suche nach seiner entführten Freundin.

Geboren wurde Belmondo am 9. April 1933 im schicken Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine. Sein Vater Paul, dessen Familie aus Sizilien stammte, war ein bekannter Pariser Bildhauer, seine Mutter eine Tänzerin. Als Kind galt Jean-Paul als besonders undiszipliniert. Er wechselte mehrmals die Schule und entdeckte als Gymnasiast den Boxsport. Er bestritt mehrere Kämpfe, bevor er sich dazu entschloss, Schauspieler zu werden.

(aeg/sda/dpa)

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