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Wegen Drogenvergangenheit: Stiftung stellt Prinz Harrys US-Visum infrage

Wegen Drogenvergangenheit: Stiftung stellt Prinz Harrys US-Visum infrage

Prinz Harry droht in den USA juristischer Ärger. Eine Stiftung hat infrage gestellt, ob er sein Visum rechtmässig bekommen hat und ob er dabei wahrheitsgemässe Aussagen bezüglich Drogenkonsum gemacht hat.
07.06.2023, 03:1007.06.2023, 03:10
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Juristisches Gezerre um den Visumsantrag von Prinz Harry in den USA: Eine rechtskonservative US-Stiftung hat infrage gestellt, ob die Einwanderungsbehörden der Vereinigten Staaten Prinz Harrys Einreiseantrag ordnungsgemäss bewilligt haben – und ob der 38-Jährige dort wahrheitsgemässe Angaben gemacht hat.

Grund: Harry hat in der Vergangenheit öffentlich eingestanden, Drogen konsumiert zu haben. Am Dienstag kam es in dem Fall nun zu einer Anhörung in der US-Hauptstadt Washington. Der Sohn von König Charles III. lebt seit einigen Jahren mit seiner Ehefrau Herzogin Meghan in den USA.

Prince Harry leaves the High Court after giving evidence in London, Tuesday, June 6, 2023. Prince Harry has given evidence from the witness box and has sworn to tell the truth in testimony against a t ...
Prinz Harry muss eventuell um sein US-Visum bangen.Bild: keystone

Die Stiftung Heritage Foundation hatte das Heimatschutzministerium zuvor auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes aufgefordert, Einsicht in Prinz Harrys Visumsantrag zu gewähren. Sie argumentiert, dass das Drogeneingeständnis ein Grund dafür sein könnte, das Visum abzulehnen. Harry hatte etwa in seinen Memoiren mit dem Titel «Spare» (deutsch: «Reserve») über Drogenerfahrungen geschrieben.

Die Stiftung will nun etwa prüfen, ob Prinz Harry in seinem Visumsantrag Angaben zum Drogenkonsum gemacht hat. Das Ministerium war der Aufforderung nicht nachgekommen und hatte darauf verwiesen, dass es zur Veröffentlichung der Unterlagen keine Zustimmung Harrys gebe.

Bei dem Termin am Dienstag vor Gericht in Washington kam es nun zu keiner Entscheidung in dem Fall. Der Richter gab dem Heimatschutzministerium eine Frist bis kommenden Dienstag, um zu entscheiden, wie es sich in der Sache verhalten will, wie der US-Sender CNN berichtete. Prinz Harry selbst ist nicht Teil des Verfahrens zwischen der Stiftung und dem US-Ministerium und war entsprechend auch nicht anwesend. Er sagte am Dienstag in einem Bespitzelungsprozess gegen den «Mirror»-Verlag in London als Zeuge aus. (sda/dpa)

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Weisch na?
07.06.2023 08:47registriert November 2022
Ich finde den Harry ein Riesen-Joggel. Aber welche Relevanz ein Drogenkonsum vor 15 bis 20 Jahren (und wohl lediglich im Kontext von Parties und nicht als Süchtiger) für die Erteilung eines Visums haben soll, erschliesst sich mir nicht.
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