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Strasse von Hormus: Europäische Flughäfen warnen vor Kerosin-Engpass

An airplane lands at Zurich Airport in Kloten in the Canton of Zurich, Switzerland, on the evening of August 14, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Flugzeug befindet sich im Landeanflug, aufgenom ...
Viele Fluggesellschaften haben bereits auf die steigenden Preise für Kerosin reagiert. Bild: KEYSTONE

Strasse von Hormus: Europäische Flughäfen warnen vor Kerosin-Engpass

Der Iran kontrolliert die Strasse von Hormus und nimmt Mautgebühren in Millionenhöhe. Jetzt schlägt die Luftfahrt-Industrie Alarm.
10.04.2026, 21:5010.04.2026, 21:50
Ein Artikel von
t-online

Der europäische Dachverband für Flughafenbetreiber (ACI Europa) hat vor dem Risiko einer «systemischen Kerosinknappheit» gewarnt, sollte der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus nicht binnen drei Wochen «in stabiler und nennenswerter Weise» wieder aufgenommen werden. In einem Brief an die EU-Kommission, der der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag, forderte der Verband die «dringende Überwachung der Verfügbarkeit und der Versorgung» in den kommenden sechs Monaten.

Der Iran-Krieg hat einen sprunghaften Anstieg des Kerosinpreises ausgelöst, noch stärker als beim Rohöl. Auf allen Kontinenten haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Tarife erhöht und Flüge aus Sicherheits- oder Rentabilitätsgründen ausgesetzt.

Der Krieg hatte am 28. Februar mit US-israelischen Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagierte unter anderem mit der Blockade des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweit genutzten Öls, Kerosins und Gases transportiert werden. Seit Dienstagabend gilt eine Waffenruhe, während der unter anderem eine Freigabe der Meerenge erfolgen soll. Das passiert jedoch nur schleppend.

Der ACI Europe vertritt nach eigenen Angaben mehr als 600 Flughäfen in 55 Ländern. In seinem Schreiben an die Kommission forderte der Lobbyverband auch eine Lockerung der europäischen Gesetzgebung, insbesondere in Bezug auf die Verringerung der Methanemissionen im Energiesektor.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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