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Papst bezeichnet Homosexualität als «eine Mode»



Papst Franziskus ist wegen Homosexueller in der Kirche in Sorge. «In unseren Gesellschaften scheint es gar, dass Homosexualität eine Mode ist, und diese Mentalität beeinflusst auf gewisse Weise auch die Kirche», sagte er in einem Interview auf Spanisch, das am Montag in einem Buch veröffentlicht werden soll.

26.10.2018, Nordrhein-Westfalen, Koeln: Eine Steinfigur, die Papst Franziskus darstellt, haengt ueber dem Haupteingang zum Koelner Dom. Die kleine Statue ist vor kurzem neu dazugekommen, weil eine fruehere Figur im Baldachin des Portals ersetzt werden musste. (zu dpa:

Eine Steinfigur, die Papst Franziskus darstellt, hängt über dem Haupteingang zum Kölner Dom. Bild: dpa

Homosexuelle Menschen im Klerus und in Priesterseminaren bereiteten ihm Sorgen, es sei eine «sehr ernste Angelegenheit», sagte der Papst. Menschen mit «dieser tiefverwurzelten Tendenz» sollten seiner Meinung nach nicht in Seminaren oder zu religiösen Orden zugelassen werden.

Es sei ein «Fehler», zu glauben, dass Schwule in der priesterlichen Ausbildung «nicht so schlimm» seien und Homosexualität nur eine Form der Zuneigung sei. «Im geweihten Leben und im priesterlichen Leben hat diese Art von Zuneigung keinen Platz.»

Papst enttäuscht homosexuelle Gläubige nicht zum ersten Mal

Die Aussagen stammen aus dem Interview-Buch des Autors Fernando Prado mit dem Titel «La fuerza de la vocación» (Die Kraft der Berufung), das in mehreren Sprachen erscheinen soll und der Nachrichtenagentur DPA vorab vorlag. Darin spricht der Argentinier Franziskus vor allem über die Berufung und das geweihte Leben.

Das Ausleben von Homosexualität lehnt die katholische Kirche ab. Franziskus spricht sich jedoch immer wieder gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben aus.

Allerdings wurden homosexuelle Gläubige enttäuscht, die darauf hofften, dass Franziskus konkret einen anderen Weg in der katholischen Lehre einschlagen würde. Auch bei der Jugendsynode im Oktober wurde klar, dass es beim Thema Homosexualität vorerst keine grundlegenden Änderungen geben wird.

(sda/dpa)

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