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Argentiniens Präsident prangert russisches Spionagenetz an

Argentiniens Präsident prangert russisches Spionagenetz an

04.04.2026, 06:5104.04.2026, 06:51

Argentiniens Präsident Javier Milei stuft eine mutmassliche russische Desinformations-Kampagne als schweren Spionagefall ein. «Die bekanntgewordene Spionage ist von einer institutionellen Schwere, wie sie in der Geschichte nur selten zu sehen war», schrieb Milei auf der Plattform X.

epa12866293 Argentina?s President Javier Milei speaks during a commemoration of Malvinas Day, which honors veterans and fallen soldiers of the Falklands War, in Buenos Aires, Argentina, 02 April 2026. ...
Argentiniens Präsident Javier Milei.Bild: keystone

Die Zeitung «La Nación» und weitere Medien berichteten unter Berufung auf ein internationales Recherchekonsortium, ein Netzwerk habe 2024 zugunsten Russlands versucht, die Unterstützung der argentinischen Regierung für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zu schwächen und politische Spannungen im Land zu verschärfen.

Nach Angaben der argentinischen Geheimdienstbehörde (SIDE) war das Netzwerk schon länger im Visier. Es handle sich um eine Organisation namens «La Compañía», bestehend aus in Argentinien ansässigen russischen Staatsbürgern mit lokalen Kontakten und externer Finanzierung. Ziel sei es gewesen, «falsche Informationen zu verbreiten und die öffentliche Meinung in Argentinien zugunsten ausländischer geopolitischer Interessen zu beeinflussen».

Netzwerk nutzte lokale Medien

Den Recherchen zufolge umfasste die Kampagne den Aufbau eines Netzwerks zur Verbreitung von Inhalten in argentinischen digitalen Medien und sozialen Netzwerken. Dabei ist von Hunderten veröffentlichten Artikeln die Rede. Laut Bericht konnte jedoch nicht überprüft werden, ob die in den Dokumenten genannten Zahlungen tatsächlich erfolgt sind und wer sie erhalten hat.

Die in den Recherchen genannten Medien wiesen dem Bericht zufolge eine Beteiligung zurück. Fast alle bestritten demnach, Geld für die Veröffentlichung der Artikel erhalten zu haben.

Milei kündigte Konsequenzen an. «Wir werden bis zu den letzten Konsequenzen gehen, um alle direkten und indirekten Akteure zu identifizieren, die an diesem illegalen Spionagenetzwerk beteiligt waren», schrieb er auf X. (sda/dpa)

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