International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Urteil rechtskräftig: Südkoreas Ex-Präsidentin muss für 22 Jahre in den Knast



Sechs Monate nach der Verurteilung der früheren südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye zu 20 Jahren Haft wegen Korruption und anderer Verbrechen ist das Urteil rechtskräftig. Das Oberste Gericht des Landes verwarf am Donnerstag die von der Staatsanwaltschaft eingelegten Rechtsmittel gegen die Entscheidung vom Juli vergangenen Jahres. Zudem bestätigte es eine Geldstrafe von 18 Milliarden Won (13.5 Millionen Euro). Damit ist der Prozess gegen die 68-Jährige, die bereits im Gefängnis sitzt, abgeschlossen.

epa08936551 (FILE) - Former South Korean President Park Geun-hye (L) is escorted to a courtroom  to stand trial on alleged bribery, abuse of power and leaks of government secrets, in Seoul, South Korea, 25 August 2017 (reissued 14 January 2021). South korea's Supreme Court on 14 January upheld the 20-year prison term for former president Park Geun-hye, who was impeached and ousted in 2017 following a corruption scandal.  EPA/KIM HONG-JI / POOL

Die ehemalige Präsidentin Park Geun Hye auf dem Weg zum Gerichtssaal im August 2017. Bild: keystone

Die konservative Politikerin war während ihrer Regierungszeit in einen Skandal verwickelt, der das Land tief erschütterte und monatelange Strassenproteste zur Folge hatte. 2017 führte er zu ihrer Amtsenthebung durch das Verfassungsgericht. Später wurde Park verhaftet und wegen Machtmissbrauchs, Korruption, Nötigung und anderer Vorwürfe angeklagt. Solch ein Fall dürfe sich nie wiederholen, hiess es in einer Reaktion des Präsidialamts auf das jetzige Urteil. Der Fall müsse als «historische Lektion» dienen.

In erster Instanz hatte Park zunächst eine Haftstrafe von 24 Jahren erhalten, die im August 2018 um ein Jahr erhöht wurde. Die Vorwürfe wies Park stets zurück. In einem getrennten Verfahren wegen Vorteilsnahme im Amt wurde sie zudem zu fünf Jahren Haft verurteilt. Sie soll illegal hohe Summen vom Geheimdienst angenommen haben. Beide Verfahren wurden in der Neuverhandlung im vergangenen Jahr zusammengezogen. Park konnte das Gefängnis seit 2019 nur zur Behandlung in einem Krankenhaus verlassen.

Insgesamt summieren sich jetzt die Strafen für Park auf 22 Jahre. Wegen Verstosses gegen die Wahlgesetze war gegen sie eine weitere Freiheitsstrafe von zwei Jahren verhängt worden. Die Südkoreaner hatten die Tochter des früheren Militärdiktators Park Chung Hee Ende 2012 als erste Frau ins Präsidentenamt des Landes gewählt. Parks Nachfolger im Präsidentenamt ist der sozialliberale Moon Jae In.

Auch Parks Amtsvorgänger Lee Myung Bak sitzt wegen Korruption eine langjährige Gefängnisstrafe ab. Im Oktober hatte das Oberste Gericht eine Haftstrafe von 17 Jahren bestätigt. Zuletzt wurde aus der regierenden Demokratischen Partei die Möglichkeit einer Begnadigung für beide Ex-Staatsoberhäupter ins Spiel gebracht. Der jetzige Präsident Moon hatte sich bisher nicht öffentlich dazu geäussert. Eine Begnadigung der beiden ist in der Bevölkerung umstritten. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ab nach Südkorea!

Wie eine Legende zu einem Penis-Park führt ...

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Donald Trump versinkt im Selbstmitleid

Das Weisse Haus wird zum Geisterhaus, das Haus Trump zerfällt.

Die Stimmung im Weissen Haus muss gespensterhaft sein. Die wenigen Mitarbeiter, die sich noch im West Wing aufhalten, berichten von einem Präsidenten, der im Selbstmitleid versinkt.

Trump soll immer noch mit dem Gedanken spielen, sich selbst zu begnadigen und immer wieder auf die «grösste Hexenjagd aller Zeiten» zu sprechen kommen, deren Opfer er angeblich sein soll. Von dieser Hexenjagd spricht er, seit er im Amt ist. Neu hingegen ist, dass er sich gegen seine engsten Freunde wendet.

Ob Stabschef …

Artikel lesen
Link zum Artikel