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So böse und treffend analysieren Cartoonisten die Ermordung Khashoggis



Die Ermordung von Jamal Khashoggi wirft auf der ganzen Welt hohe Wellen. Hofften die Saudis, den Journalisten still und unauffällig beseitigen zu können, so irrten sie sich gewaltig. Die Tötung wird von der Weltpresse ausführlich thematisiert. Angenommen haben sich des Themas auch die Cartoonisten. 

Kritisiert werden die zögerlichen Reaktionen der westlichen Staatschefs. Hier sind Theresa May und Donald Trump zu sehen, die sich hüten, klar Position gegen Mohammed bin Salman einzunehmen.

Grossbritannien und die USA exportieren Waffen in Milliardenhöhe in den Wüstenstaat. Sanktionen gegen Saudi-Arabien könnten das Geschäft vermiesen und Arbeitsstellen vernichten.

Donald Trump wollte sich bisher nicht deutlich zur Angelegenheit äussern. Er werde dies in den nächsten Tagen tun, wenn ein Expertenteam ihm einen Bericht abgeliefert habe, erklärte der US-Präsident.

Reicht das Geld aus, um Trump und Co. zum Schweigen zu bringen?

Man wähnt sich in einem Mafia-Film.

Ein 15-köpfiges Mordkommando soll den Journalisten in Istanbul gefoltert und getötet haben.

Auch die Regierung May tut sich schwer, wirtschaftliche Konsequenzen zu ziehen. Zwar hält sie die Version der saudischen Regierung, dass Khashoggi bei einem Faustkampf ums Leben gekommen sei, für unglaubwürdig. Doch ein Stopp der Waffenlieferung ist nicht vorgesehen.

Mit diesen Waffen wird im Jemen seit Jahren ein blutiger Krieg geführt. Lange wurde dabei weggeschaut. Erst der Mord an Khashoggi scheint Mohammed bin Salman ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. 

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bild: twitter

Der saudische Kronprinz versucht die Tötung zwar als Unfall abzutun, Glauben schenkt ihm jedoch kaum jemand.

Zu dilettantisch das Vorgehen seines Killerkommandos.

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Kommt der 33-Jährige dennoch davon?

Hängt ganz davon ab, ob man ihm zu Hilfe eilt.

Innenpolitisch werden die Konsequenzen sicherlich andere tragen müssen.

Klar ist: Ein grosser Reformer ist der Kronprinz nicht. Die neuesten Gesetzesänderungen, etwa dass Frauen nun Autofahren dürfen, sind Symbolpolitik. Auch bin Salman wird mit aller Härte regieren und Kritiker mundtot machen.

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bild: twitter

Bereits flattern erste Vorschläge für eine neue Saudi-Fahne herein.

Am lautesten schreit derzeit übrigens Recep Tayyip Erdogan. Dabei legt der türkische Präsident eine erstaunliche Doppelmoral zutage. Geht er doch selber auf brutale Art und Weise gegen Journalisten vor. (cma)

Fall Khashoggi: Diese Wirtschaftsführer meiden saudische Konferenz

Mehr interessante Cartoons: Diese 20 Bilder halten unserer Gesellschaft den Spiegel vor

Hungersnot im Jemen

Video: srf

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Tomtom64
24.10.2018 10:18registriert January 2014
Ich werde den Verdacht nicht los, dass dieser Fall bloss so grosse mediale Beachtung findet, weil es sich bei Kashoggi um einen Journalisten/Kolumnisten (erst noch von der Washington Post) handelt. Wo ist die grosse Aufregung über die Toten in Jemen? Oder über die sieben aus Moldawien in die Türkei entführten türkischen Lehrer, denen Nähe zu Gülen vorgeworfen wird? Oder über viele andere politische Morde in Saudi-Arabien oder sonstwo - auch im Auftrag der US-Regierung?
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deed
24.10.2018 10:29registriert January 2014
Der beste von allen Cartoons... 🐈
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N. Y. P.
23.10.2018 23:57registriert August 2018
Ich finde vor allem diesen Cartoon sehr treffend.
Laut UNO - Experten hat Saudi Arabien im Yemen u. a. auch Einkaufsläden, Spitäler und Schulen bombardieren lassen.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Der Prinz müsste demnach, als Oberbefehlshaber der Streitkräfte, in Den Haag vor Gericht kommen.
Kashoggi kämpfte immer darum, Machenschaften des Hauses Saud an die Öffentlichkeit zu bringen. Sehr, sehr bitter, dass genau sein Tod genau die Machenschaften der Saudis ans Licht der Öffentlichkeit brachten.
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