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Die srilankische Angestellte der Schweizer Botschaft in Colombo wurde verhaftet.

Die sri-lankische Angestellte der Schweizer Botschaft in Colombo wurde verhaftet. Bild: AP

Angestellte von Schweizer Botschaft in Sri Lanka verhaftet



In Sri Lanka hat die Polizei am Montag eine lokale Angestellte der Schweizer Botschaft in Colombo wegen angeblicher Falschaussage verhaftet. Das Aussendepartement EDA kritisiert die fehlende Rechtsstaatlichkeit bei dem Verfahren.

Gemäss dem srilankischen «DailyMirror» online wurde die Frau bis zum 30. Dezember in provisorische Haft genommen.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) äusserte sich in einer Mitteilung «besorgt». Es fordere von den sri-lankischen Justizbehörden, dass beim weiteren Verfahren die Persönlichkeitsrechte seiner Mitarbeitenden besser geschützt und das nationale Recht sowie die internationalen Standards eingehalten werden.

Das EDA und die Schweizer Botschaft in Colombo würden ihrer Verantwortung als Arbeitgeber weiter nachkommen und die Mitarbeitende im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.

Das EDA schreibt weiter, die lokale Angestellte der Schweizer Botschaft sei am 25. November laut eigenen Angaben in Colombo gegen ihren Willen festgehalten worden, um botschaftsinterne Informationen zu erhalten. Während des Verfahrens habe die Mitarbeitende als Opfer und die Schweizer Botschaft vollumfänglich mit den sri-lankischen Behörden kooperiert.

30-stündige Befragung

Das EDA habe dabei wiederholt die Einhaltung der rechtsstaatlichen Standards eingefordert. Insbesondere kritisiert das EDA die 30-stündige Befragung über drei Tage trotz schlechtem gesundheitlichen Zustand der Botschaftsmitarbeitenden sowie die öffentliche Infragestellung ihrer Schilderung durch hohe sri-lankische Beamte vor Ende der Untersuchungen.

Nach der Festnahme seiner Mitarbeitenden erwarte das EDA von der sri-lankischen Justiz, dass diese sich an die eigenen Rechtsvorgaben halte, die internationalen Standards für ordnungsgemässe Verfahren einhalte und die Persönlichkeitsrechte besser schütze als bisher. Als Arbeitgeber fordere das EDA, dass die sri-lankischen Behörden ihren Pflichten gemäss anwendbarem Recht nachgehen und dem instabilen Gesundheitszustand der Mitarbeitenden Rechnung tragen.

«Ansehen Sri Lankas auf dem Spiel»

Die Schweiz betont, dass in diesem exemplarischen Fall das Ansehen Sri Lankas als Rechtsstaat auf dem Spiel stehe. Das EDA habe den sri-lankischen Behörden gegenüber wiederholt erklärt, dass die Schweiz einen gemeinsamen und konstruktiven Weg suche, um den Sicherheitsvorfall zu klären. Am 16. Dezember habe dies auch der Schweizer Botschafter in Colombo in einem direkten Gespräch mit Sri Lankas Präsident Gotabaya Rajapakse unterstrichen.

Laut Medienberichten soll die Botschaftsangestellte wegen des Visums an einen srilankischen Polizeiinspektor ausgefragt worden sei. Er sei in Ermittlungen im Zusammenhang mit der Familie des neuen Präsidenten Gotabhaya Rajapaksa involviert gewesen.

Bei den Ermittlungen ging es unter anderem um Entführungen und Tötungen von Journalisten während der Zeit von 2005 bis 2015. Damals war Rajapaksas Bruder Präsident. Der Polizeiinspektor und seine Familie flohen den Angaben zufolge kürzlich in die Schweiz. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Garp 16.12.2019 19:05
    Highlight Highlight Sehr seltsame Geschichte. Hätte die Botschaft mal diese Angestellte in ihrer Botschaft wohnen lassen und dadurch geschützt, ausser sie wollte das nicht.
  • K1aerer 16.12.2019 18:14
    Highlight Highlight Hier muss die Schweiz endlich Zähne zeigen und denen eins richtig auswischen. Mit Sanktionen denen ihr Image zerstören, dann werden sie sehr schnell in Erklärungsnot kommen.
  • Electric Elefant 16.12.2019 17:31
    Highlight Highlight Ich hoffe doch, die Schweiz reagiert entsprechend! Das die derzeitige Regierung von Sri Lanka wiederholt schwere Menschenrechtsverletzungen (u.a. Folter, Verschleppungen, Morde) begangen hat, ist nichts Neues. Auch ist es ein für den Rajapaska-Clan offenbar normal Kritiker wegen "falscher Beschulgung" ins Gefängnis zu werfen. Da hoffe ich doch, dass die Schweizer Regierung ales unternimmt, die Botschaftsmitarbeiterin schützt. Wenn nötig mit harten Sanktionen!
  • Flötist 16.12.2019 16:18
    Highlight Highlight "Der Schweizer Botschafter übergab der srilankischen Regierung eine offizielle Protestnote"

    Was ist das? Wie sieht das aus?
  • Scaros_2 16.12.2019 16:10
    Highlight Highlight Verstehe ich da richtig? Da laufen Polizei eines Landes auf Schweizer Territorium (Das ist eine Botschaft) und darf/kann einfach so eine Person verhaften?

    Und die Schweiz sagt lediglich:
    Die Schweiz bezeichnete die Entführung als einen «sehr gravierenden und nicht akzeptablen Angriff» auf eine ihrer diplomatischen Vertretungen und deren Angestellte.

    Come on liebe Schweiz - HANDELT mal endlich mit gewisser Härte. Kann doch nicht sein.

    • zopfsalat 16.12.2019 16:44
      Highlight Highlight Jein. Wo genau die Frau nun verhaftet wurde geht aus dem Artikel nach meinem Verständnis nicht hervor. Vermutlich aber ausserhalb der Botschaft.
      Die Aussage "sehr gravierenden und nicht akzeptablen Angriff" bezieht sich auf die Entführung vom 25.11. Da war die Frau, wenn ich mich recht erinnere, auf dem Nachhauseweg gekidnappt worden.
      Aber ja, mal mit gewisser Härte zu handeln fände ich auch durchaus angebracht.
    • Doeme 16.12.2019 16:53
      Highlight Highlight In der Botschaft wird sie kaum verhaftet worden sein, sonst würde das zur Staatsaffäre. Ausserdem handelt es sich bei der Angestellten auch um eine Mitarbeiterin ohne diplomatische Akkreditierung. Somit sind die Hürden einiges tiefer.
  • Schabernack 16.12.2019 16:08
    Highlight Highlight Es mutet schon äusserst seltsam an, dass ein vermeintliches Opfer einer Straftat verhaftet wird. Moll, moll... Muss schon sagen, die srilankanischen Strafverfolger haben ein sehr kreatives Rechtsverständnis.

    War offenbar eine gepfefferte offizielle Protestnote...
    • bebby 16.12.2019 19:16
      Highlight Highlight Sri Lanka hat quasi eine Diktatur, da ist nicht viel zu erwarten.

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