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epa03513468 ((FILE) A file photo dated 06 February 2012 showing a Greek flag fluttering in front of the Parthenon of the Acropolis in Athens, Greece. The rating agency Standard and Poor's on 18 December 2012 stated it had raised the credit rating of Greek sovereign debt by six levels. The agency rating was raised from selective default to B-minus.  EPA/SIMELA PANTZARTZI *** Local Caption *** 50205909

Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden: Griechenland plant Steueramnestie für reiche Steuersünder, die sich selbst anzeigen. 
Bild: Keystone

Reiche Griechen entdecken die Ehrlichkeit – wenn auch nicht ganz freiwillig



Wohlhabende Griechen könnten schon bald ihre Vermögen aus der Schweiz abziehen – oder zumindest deklarieren. Grund ist die anstehende Parlamentsdebatte in Griechenland zur Amnestie für Steuersünder. 

Die Welle von Selbstdeklaration sei bereits in den nächsten Wochen zu erwarten, sagte Jürg Birri, Leiter der Rechtsberatung beim Beratungsunternehmen KPMG vor Journalisten am Mittwoch in Zürich

2018 fliegen alle Schwarzgeldkonten auf

Der Zeithorizont bis zur Einführung des Automatischen Informationsaustausch (AIA) ist eng. Spätestens 2018 tritt dieser mit der EU in Kraft. Dann kommt sowieso ans Licht, wie viel Schwarzgeld aus EU-Ländern tatsächlich in der Schweiz liegt.

Der AIA hat zum Ziel, grenzüberschreitende Steuerhinterziehung zu verunmöglichen. Sämtliche relevanten Finanzmärkte haben sich dazu verpflichtet. Schwarzgeld zu halten wird darum international kaum mehr möglich. Kunden, die ihre Gelder in der Schweiz nicht ehrlich deklariert haben, sollten gemäss KPMG darum spätestens jetzt aktiv werden. «Abwarten ist mit erheblichen Risiken verbunden», sagte Birri.

Steuerberater rechnen mit viel Arbeit

Viele der Kunden sind sich der Dringlichkeit offenbar bewusst: KPMG Lugano beispielsweise hat alleine in den letzten Monaten 2000 Kunden bei solche Prozessen begleitet.

Dass den Steuerberatern nach 2018 die Arbeit ausgeht, glaubt KPMG hingegen nicht. «Im Gegenteil. Jetzt wird es erst richtig interessant», sagte Birri. (sda)

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Frankreich und Deutschland blockieren weiter Schutzmasken für die Schweiz

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten angewiesen, Lieferungen von Schutzmaterial in die Schweiz nicht mehr zu blockieren. Doch in der Krise zählt das Machtwort aus Brüssel wenig.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin konnte Ende letzter Woche einen Erfolg vermelden: Nach seiner mehrmaligen Intervention beim EU-Handelskommissar Phil Hogan hat die EU-Kommission eine Regelung abgeändert, die den Export von Schutzmaterial wie Masken oder Handschuhen in Drittländer beschränkt. Lieferungen in die Schweiz sollten von Deutschland oder Frankreich nicht mehr am Zoll blockiert werden können, wie das zum Beispiel bei einem Lastwagen mit 240'000 Schutzmasken der Fall war.

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