International
Spanien

Siterkampf in Sevilla: Schwere Verletzung – Stier spiesst Torero auf

Schwere Verletzung in Sevilla – Stier spiesst Torero auf

21.04.2026, 14:2121.04.2026, 14:21

Der spanische Star-Torero Morante de la Puebla ist bei einem Stierkampf in der Arena La Maestranza in Sevilla schwer verletzt worden.

epa12903429 Spanish bullfigther Morante de la Puebla is gored by his second bull during the bullfight of the April Fair (Feria de Abril) at the Real Maestranza de Caballeria bullring in Seville, Spain ...
Der Stier spiesst den Star-Torero auf.Bild: keystone

Spanischen Medienberichten zufolge erlitt der 46-Jährige dabei eine tiefe Wunde im Bereich des Afters und Darms, als der über 500 Kilogramm schwere Stier Clandestino ihn mit einem der langen spitzen Hörner von hinten aufspiesste. Er sei anschliessend zwei Stunden lang operiert worden, berichtete die Zeitung «El País» unter Berufung auf den zuständigen Arzt.

Der Vorfall ereignete sich in einer der bekanntesten Stierkampfarenen Spaniens. La Maestranza in Sevilla ist regelmässig Schauplatz grosser Corridas. De la Puebla zählt zu den bekanntesten und populärsten Toreros Spaniens. Er wird von Anhängern als Ausnahmekönner verehrt, der die Kunst des Stierkampfs besonders verkörpere.

Laut Medien Dutzende Tote seit Beginn des 20. Jahrhunderts

Eine genaue Statistik gibt es nicht, aber spanische Medien sprechen von Dutzenden Toten seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Erst Anfang April war ein Mitarbeiter einer Stierkampfarena in Málaga getötet worden. Der Mann war beim Entladen der Tiere von einem der bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen aufgespiesst worden. 2016 starb der Stierkämpfer Víctor Barrio in Teruel, als ein Stier mit dem Horn sein Herz durchbohrte.

Der Stierkampf ist in Spanien und auch international hochumstritten. Befürworter sehen ihn als Teil der nationalen Tradition, die es zu bewahren gelte. Kritiker lehnen die Corrida hingegen entschieden ab. Sie betrachten den Stierkampf als Tierquälerei und fordern seit Jahren ein Ende der Praxis. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
33 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
White Whizard
21.04.2026 14:36registriert Oktober 2020
Team Stier
1016
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hold my beer
21.04.2026 14:43registriert Juli 2022
Auch wenn ich mal in Spanien gelebt habe, so fehlt mir doch das Verständnis für diese Tierquälerei - wie vielen Spaniern auch. Wenn wir uns alle auf "Kultur" und "Überlieferung" berufen würden, wohnten wir noch alle in Höhlen und schlügen uns die Köpfe mit Keulen ein. Team Stier.
667
Melden
Zum Kommentar
avatar
insert_brain_here
21.04.2026 14:32registriert Oktober 2019
Ich hoffe dem Stier geht es gut ❤️
506
Melden
Zum Kommentar
33
Putin könnte hier «jederzeit» angreifen: Winzige Ostseeinseln machen Nato nervös
Schweden warnt: Putin könnte mit geringem Aufwand «jederzeit» die Stabilität der Nato und das Verhältnis zu Trump testen.
Wenn Sicherheitsexperten mögliche Szenarien für einen Angriff Russlands in der Ostsee durchspielen, werden meist Gotland, Bornholm und Saaremaa genannt. Neben dem Baltikum sind die grossen, strategisch wichtigen Inseln besonders gefährdet – entsprechend rüsten die Ostseeländer dort stark auf.
Zur Story