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Kooperiert Spanien nun doch mit dem US-Militär? Madrid dementiert

Kooperiert Spanien nun doch mit dem US-Militär? Madrid dementiert

04.03.2026, 22:3104.03.2026, 22:31
epa12791802 Spanish Minister for Foreign Affairs, European Union, and Cooperation Jose Manuel Albares attends a press conference following the government's weekly cabinet meeting in Madrid, Spain ...
Der spanische Aussenminister José Manuel Albares will nichts von einer Zusammenarbeit mit dem US-Militär wissen.Bild: keystone

Spaniens Aussenminister José Manuel Albares hat eine Darstellung des Weissen Hauses dementiert, nach der das EU-Land nun doch mit dem US-Militär zusammenarbeiten möchte. «Die Position der spanischen Regierung hinsichtlich des Kriegs im Nahen Osten, den Bombardierungen des Irans und der Nutzung unserer Basen hat sich nicht verändert», sagte er in einem Interview des Senders Cadena Ser.

Kurz zuvor hatte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington gesagt, dass sich Spanien zu einer Zusammenarbeit bereit erklärt habe. Ihres Wissens nach habe das EU-Land «in den vergangenen Stunden» einer Kooperation mit den USA zugestimmt, sagte sie. Zugleich betonte Leavitt, dass US-Präsident Donald Trump von allen europäischen Verbündeten erwarte, «bei dieser lang ersehnten Mission zusammenzuarbeiten». Albares sagte dagegen, er habe nicht «die geringste Ahnung, wie sie darauf kommt.»

Trump hatte am Vortag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) harte Kritik an den Regierungen in Madrid und London geübt. «Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten», sagte er mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. «Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen», beschwerte sich Trump.

«Sie waren unfreundlich.» Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, «alle Deals» mit Madrid einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar. Vor laufenden Kameras ging Merz im Weissen Haus nicht auf die Angriffe Trumps ein. Danach erklärte Merz, Trump ohne Anwesenheit der Presse seine Meinung dazu klar gesagt zu haben. Madrid zeigte sich im Anschluss verärgert über den mangelnden Beistand des CDU-Politikers in der Öffentlichkeit. (sda/dpa)

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