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«Bleibt den USA fern»: Sepp Blatter warnt Fans vor Reise an die WM

Former Fifa President, Joseph (Sepp) Blatter, centre, arriving to the verdict at the special appeals court, in Muttenz, Switzerland, Tuesday, March 25, 2025. A special appeals court, sitting in Mutten ...
Sepp Blatter sieht die WM in den USA kritisch.Bild: keystone

«Bleibt den USA fern»: Sepp Blatter warnt Fans vor Reise an die WM

Der Walliser Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter rät Fussballfans, die USA im Sommer zu meiden. Die politische Lage könnte für Reisende unerwartete Konsequenzen haben.
27.01.2026, 05:0427.01.2026, 08:06
Ein Artikel von
t-online

Blatter hat Fussballfans von Reisen zur Weltmeisterschaft in die USA abgeraten. «Für die Fans gibt es nur einen Ratschlag: Bleibt den USA fern», schrieb der 89-Jährige bei X. Er äusserte Sicherheitsbedenken und verwies auf die politische Lage, die für Besucher problematisch sein könnte. Auch der Antikorruptionsexperte Mark Pieth teilt diese Einschätzung und warnt vor möglichen Schwierigkeiten bei der Einreise.

Pieth, der von 2011 bis 2013 Vorsitzender einer Kommission für Verbandsführung bei der FIFA war, erklärte im Interview mit dem «Tagesanzeiger», dass Fans bei der Einreise in die USA möglicherweise direkt zurückgeschickt oder nach Mittelamerika deportiert werden könnten. Er riet dazu, die Spiele lieber im Fernsehen zu verfolgen.

Pieth verglich die Sicherheitslage in den USA mit der in Mexiko:

«Die USA sind in Bezug auf die Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie Mexiko. In Mexiko sind es die Drogenbanden, die mit Übergriffen drohen, in den USA ist es ein autoritär werdender Staat.»

Die deutsche Regierung hat ebenfalls am Montag Reisende zur Vorsicht aufgerufen, nachdem in Minneapolis ein Mensch bei einem Einsatz der Grenzschutzbehörde Border Patrol erschossen wurde.

Das Schweizer Aussendepartement warnt nicht ausdrücklich vor WM-Besuchen und stuft die USA weiter als «grundsätzlich sicher» ein. Allerdings weist auch das EDA auf «mögliche lokale Proteste und gewaltsame Zusammenstösse nach Polizeieinsätze, die als unverhältnismässig empfunden werden» hin. Auch der weitverbreitete Waffenbesitz und mögliche Terrorrisiken werden vom Aussendepartement in seiner aktuellen Einschätzung thematisiert.

Blatter, der 2015 nach mehreren Skandalen als FIFA-Chef zurückgetreten war, kritisierte seinen Nachfolger Gianni Infantino in den vergangenen Jahren mehrfach. Die Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA statt, die das Turnier gemeinsam mit Mexiko ausrichten. (t-online/con/sid)

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maruhu
27.01.2026 06:28registriert Januar 2021
Da hat Herr Blatter recht, solange diese Trumpgarde am Ruder ist, sollte man die USA meiden. Zur eigener Sicherheit, aber auch aus ethischen Gründen.
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Gina3
27.01.2026 05:52registriert September 2023
Ich bin fast geneigt zu schreiben, dass sich der alte Sepp ausnahmsweise einmal wirklich um das Wohl der Fans sorgt und nicht nur um das seines Geldbeutels. Was Ex Vorsitzender Pieth sagt, lässt sich wie folgt präzisieren :

Die USA sind in Bezug auf die Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie Mexiko. In Mexiko sind es die Drogenbanden, die mit Übergriffen drohen, in den USA ist es ein fascistischer Staat, der Drogen als Vorwand vorschiebt.»
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wideglide
27.01.2026 05:25registriert Oktober 2021
Hätte nie gedacht dass mir genau dieser Herr mal noch sympatisch wird.
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