International
Südamerika

Kinder nach Rettung aus Dschungel aus Krankenhaus entlassen

Indigene Kinder nach Rettung aus Dschungel aus Krankenhaus entlassen

15.07.2023, 06:5115.07.2023, 06:51

Einen Monat nach ihrer Rettung aus dem kolumbianischen Dschungel sind die vier Geschwister Cristin, Tien Noriel, Soleiny und Lesly aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Kinder hätten «wieder zugenommen, es geht ihnen sogar sehr gut», sagte die Leiterin des Instituts für Familienfürsorge, Astrid Cáceres, am Freitag in der Hauptstadt Bogotá.

FILE - In this photo released by Colombia's Armed Forces press office, soldiers and Indigenous men tend to the four Indigenous children who were missing for 40 days after surviving a deadly plane ...
Eines der ersten Fotos, das nach dem Fund der Kinder im Dschungel veröffentlicht wurde.Bild: keystone

Die Kinder vom indigenen Volk der Huitoto hatten nach einem Flugzeugunglück am 1. Mai 40 Tage allein im Amazonas-Regenwald im Süden Kolumbiens überlebt. Der Pilot und die Mutter der Kinder waren bei dem Unglück ums Leben gekommen. Die Kinder im Alter von einem bis 13 Jahren schlugen sich wochenlang allein durch den gefährlichen Dschungel, ehe sie am 9. Juni gefunden wurden.

Die Strapazen hatten für die Kinder keine langfristigen körperlichen Folgen, wie Cáceres sagte. Selbst die kleine Cristin, die beim Absturz des Flugzeugs noch kein Jahr alt gewesen war, sei «vollständig genesen» und entwickele sich normal. Die Behörde werde die Geschwister aber noch mindestens sechs Monate in Obhut behalten, da «weitere Untersuchungen zu den Umständen und dem familiären Umfeld» der Kinder erforderlich seien.

Nach der Rettung war es zu einem Streit um das Sorgerecht für die Kinder zwischen den Grosseltern mütterlicherseits und dem Vater der beiden jüngsten Kinder gekommen. Nun sollen die Kinder vorerst in einem Kinderheim untergebracht werden, dessen Standort nicht bekannt gegeben wurde. Behördenchefin Cáceres sagte lediglich, die Kinder würden auf dem Land leben, wo sie sich «wohl» fühlen würden. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Anti-F-35-Initiative will Verzicht auf US-Jets in Verfassung schreiben – die Sonntagsnews
Angehörige dürfen Aufnahmen der Brandkatastrophe von Crans-Montana sichten, ein Höchststand an Rassismus-Fällen in der Schweiz und die ungewisse Zukunft des Kultursenders Radio SRF 2. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Die Angehörigen der Todesopfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana können gemäss «Le Matin Dimanche» ab dem 30. April Aufnahmen der Überwachungskameras von der verheerenden Silvesternacht einsehen. Angesichts des sensiblen Inhalts gab die Walliser Justiz strenge Regeln vor, wie die Zeitung schrieb. Die Sichtung sei nur in kleinen Gruppen und ohne Telefone oder Aufnahmegräte erlaubt. Notizen seien nur handschriftlich möglich. Ab Montag können laut der Zeitung die Anwälte der Beschuldigten und danach jene der Opferfamilien die Bilder einsehen. Insgesamt 14 Kameras hätten festgehalten, wie sich das Feuer um 01.27 Uhr ausgebreitet hatte.
Zur Story