International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A French Police officer searches a man in front of Notre Dame cathedral, in Paris, Thursday, Dec. 24, 2015. France's interior minister Bernard Cazeneuve announced Tuesday that churches will keep only one door open, instead of multiple doors,

Polizisten durchsuchen einen Mann in Paris, 24. Dezember 2015.
Bild: Jacques Brinon/AP/KEYSTONE

Terrorangst an Heiligabend: Weihnachten unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen

Unter dem Eindruck von Terror und Gewalt haben die Menschen in vielen Ländern Weihnachten gefeiert. An Orten wie dem Petersplatz in Rom, der Geburtskirche in Bethlehem oder vor vielen Kirchen in Frankreich galten strikte Sicherheitsvorkehrungen.



Aus Angst vor Attentaten blieben viele Pilger in diesem Jahr dem Geburtsort Christi fern, und auch in Rom war ihre Zahl trotz des «Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit» deutlich geringer als sonst.

Zum dritten Mal feierte Papst Franziskus im Petersdom die traditionelle Christmesse. Der 79-Jährige, der nach einer Grippe blass und geschwächt wirkte, rief die 1,2 Milliarden Katholiken weltweit zur «Mässigung» auf. Er prangerte die moderne Konsumgesellschaft an, deren «Kultur der Gleichgültigkeit» letztlich zur «Unbarmherzigkeit» führe.

Gedenken an Terrorismusopfer

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, widmete seine Weihnachtsbotschaft den Opfern von Gewalt und ihren Familien. «Wir gedenken der zerstörten Häuser in Jerusalem und Palästina, der enteigneten Grundstücke, allen Opfer von Kollektivstrafen», sagte Twal während der Christmette in der Geburtskirche unter Anspielung auf die Zerstörung der Häuser von Palästinensern, die anti-israelische Angriffe begangen haben sollen.

epa04965438 The father of Ghassan Abu Jamal at the home of Ghassan Abu Jamal after the Israeli army demolished it with explosives in the Jabal Mukaber neighborhood, of East Jerusalem, 06 October 2015.  The Army demolished two houses in Jabal Mukaber, the first one belong to Ghassan Abu Jamal, who was killed in November 2014, after attacking the synagogue in Jerusalem and the second one belong to Muhammad Jaabis who carried out a bulldozer attack in Jerusalem in August 2014.  EPA/ATEF SAFADI

Ost-Jerusalem: Ein Palästinenser vor einem zerstörten Haus.
Bild: ATEF SAFADI/EPA/KEYSTONE

«Wir gedenken allen Opfer von Terrorismus überall auf der Welt», fuhr er fort. Auf dem Platz vor der Kirche erloschen die Christbaumlichter aus Trauer um die Opfer minutenlang.

Pope Francis celebrates the Christmas Eve Mass in St. Peter's Basilica at the Vatican, Thursday, Dec. 24, 2015. (AP Photo/Gregorio Borgia)

Die St.Peters-Kirche während der Weihnachtsrede des Papstes.
Bild: Gregorio Borgia/AP/KEYSTONE

Sicherheitsbarrieren vor Kirchen

In Frankreich, wo im November 130 Menschen bei einer Serie von islamistischen Anschlägen in Paris getötet worden waren, wurden die Sicherheitsvorkehrungen zu Weihnachten weiter verstärkt. Wie zuvor schon in den Warenhäusern und Museen wurden die Menschen nun auch an den Eingängen zu vielen Kirchen kontrolliert.

Die Botschaften der USA und Grossbritannien in Peking warnten unterdessen vor «möglichen Bedrohungen westlicher Besucher» und empfahlen ihren Landsleuten, das beliebte Einkaufsviertel Sanlitun im Zentrum der chinesischen Hauptstadt während der Weihnachtstage zu meiden.

Die Regierung im mehrheitlich muslimischen Somalia untersagte alle Weihnachtsfeierlichkeiten. Zur Begründung hiess es, sie widersprächen «der islamischen Kultur» und könnten Anschläge der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz provozieren. (dwi/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 25.12.2015 13:25
    Highlight Highlight Ob nun in Nahost, Europa, Thailand, Burma, Philippinen oder Afrika, überall wo der Islam ist, zeigt er sein hässliches Gesicht. Leid können einem nur die Opfer des islamischen Terrors tun, denen anscheinend keine Macht der Welt helfen will oder kann. Schlimm, dass die Weltgemeinschaft solche Verbrechen zulässt und untätig zusieht. Und gleichzeitig muss man noch ertragen, dass die hiesige Politik diese Religion auch noch als Bestandteil der europäischen Kultur verkaufen will.

Interview

«96 Prozent der Frauen in unseren Zentren auf Lesbos sind Opfer sexueller Gewalt»

Raquel Herzog ist Gründerin einer NGO, die auf Lesbos und in Athen ein Tageszentrum für Frauen auf der Flucht betreibt. Im Interview erklärt sie, wieso Frauen, die im Lager Moria lebten, besonders auf Unterstützung angewiesen sind und wie es um die aktuelle Lage auf Lesbos steht.

Frau Herzog, vor ein paar Wochen erreichten uns Bilder vom brennenden Camp Moria. Wie ist die Situation auf Lesbos jetzt? Raquel Herzog: Im neu aufgebauten Lager sind bereits 9000 Menschen untergebracht. Währenddessen ist die schweizerische humanitäre Hilfe vor Ort. Sie sorgt sich um die Trinkwasserversorgung.

Wie sind die Bedingungen in den neuen Lagern? Es gibt 37 Toiletten. Ich bezweifle, dass es im neuen Lager ein Abfallkonzept gibt. Zudem …

Artikel lesen
Link zum Artikel