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Nährboden für Radikalisierung: Boko Haram hindert eine Million Kinder am Schulbesuch



Die Terrormiliz Boko Haram hindert mit ihrem Aufstand in Nigeria und den Nachbarländern mehr als eine Million Kinder am Schulbesuch. Mehr als 2000 Schulen in Nigeria, in Kamerun, im Tschad und im Niger und hunderte andere Einrichtungen hätten schliessen müssen.

«Je länger die Kinder nicht zur Schule gehen, je grösser ist die Gefahr, dass sie misshandelt, entführt und von bewaffneten Gruppen rekrutiert werden.»

Unicef-Regionaldirektor Manuel Fontaine

Die fehlende Bildung wiederum sei ein Nährboden für Radikalisierung und Extremismus, beklagte das UNO-Kinderhilfswerk Unicef am Montag. Boko-Haram-Extremisten kämpfen im Norden Nigerias und jenseits der Grenzen für den Aufbau eines islamistischen Staates. Dabei gehen sie gezielt gegen Schulen und andere Bildungseinrichtungen vor, setzen Gebäude in Brand und entführen Schülerinnen.

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari hat seinen Streitkräften bis Endes des Jahres Zeit gegeben, den Aufstand niederzuschlagen. Selbst wenn dies gelingen sollte werde das Land daran zu kämpfen haben, eine Generation von Schülern verloren zu haben, warnen Experten. «Je länger die Kinder nicht zur Schule gehen, je grösser ist die Gefahr, dass sie misshandelt, entführt und von bewaffneten Gruppen rekrutiert werden», mahnte Unicef-Regionaldirektor Manuel Fontaine. (dwi/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 22.12.2015 07:59
    Highlight Highlight @AnamCara: Ja ich glaube, dass sich aufgeklärte Bildung und Glaube ausschliessen. Das heisst für mich aber nicht, dass es für Glaube keinen Platz hat. Ich finde es z.B. super wie an Zürcher Schulen ohne zu Werten die Gebräuche und Sitten der verschiedenen Religionsgemeinschaften behandelt wird.
    1 0 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 10:05
      Highlight Highlight @Wilhelm Dingo: Danke für Deine Präzisierung.

      Ich unterscheide grundsätzlich zwischen Religiosität und Glaube - das eine ist die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, das andere eine philosophische Frage.

      Und bezüglich Wissensvermittlung sind wir durchaus gleicher Meinung.
      1 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 22.12.2015 05:57
    Highlight Highlight Die Verhinderung von aufgeklärter Bildung ist das beste Mittel zur Rekrutierung einer gläubigen Basis.
    5 0 Melden
    • Anam.Cara 22.12.2015 07:34
      Highlight Highlight Die Verhinderung von aufgeklärter Bildung ist Mittel für jede Art von Machtmissbrauch. Das funktioniert sogar in Demokratien.

      Laut Deiner Aussage schliessen sich aufgeklärte Bildung und Glaube komplett aus. Mal abgesehen davon, dass es am Thema vorbei ist und dass genauere Definitionen fehlen, bin ich überhaupt nicht Deiner Meinung.

      Aufgeklärte Bildung senkt aber mit hoher Wahrscheinlichkeit das Risiko von Extremismus und Radikalisierung.
      2 1 Melden
    • Triesen 22.12.2015 08:48
      Highlight Highlight Bin ich ein böser Schelm wenn ich jetzt nach dem Grund frage, warum bei uns im Bildungsbereich gespart werden soll?
      2 0 Melden
    • blueberry muffin 27.12.2015 00:11
      Highlight Highlight Das hat auch die SVP erkannt, darum sind ihnen Schulen ein Dorn im Auge.

      Halt einfacher, ungebildete mit teurer Werbung zu blenden als gebildete.
      1 0 Melden

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Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind am Montag mehrere Menschen getötet worden. Es gab mindestens 6 Todesopfer und 20 Verletzte. Ein Attentäter hatte sich vor einer Schule im Zentrum der afghanischen Hauptstadt in die Luft gesprengt.

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