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Terrorismus

Boko Haram hindert eine Million Kinder am Schulbesuch

Nährboden für Radikalisierung: Boko Haram hindert eine Million Kinder am Schulbesuch

22.12.2015, 02:1622.12.2015, 05:12

Die Terrormiliz Boko Haram hindert mit ihrem Aufstand in Nigeria und den Nachbarländern mehr als eine Million Kinder am Schulbesuch. Mehr als 2000 Schulen in Nigeria, in Kamerun, im Tschad und im Niger und hunderte andere Einrichtungen hätten schliessen müssen.

«Je länger die Kinder nicht zur Schule gehen, je grösser ist die Gefahr, dass sie misshandelt, entführt und von bewaffneten Gruppen rekrutiert werden.»
Unicef-Regionaldirektor Manuel Fontaine

Die fehlende Bildung wiederum sei ein Nährboden für Radikalisierung und Extremismus, beklagte das UNO-Kinderhilfswerk Unicef am Montag. Boko-Haram-Extremisten kämpfen im Norden Nigerias und jenseits der Grenzen für den Aufbau eines islamistischen Staates. Dabei gehen sie gezielt gegen Schulen und andere Bildungseinrichtungen vor, setzen Gebäude in Brand und entführen Schülerinnen.

Terrorismus

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari hat seinen Streitkräften bis Endes des Jahres Zeit gegeben, den Aufstand niederzuschlagen. Selbst wenn dies gelingen sollte werde das Land daran zu kämpfen haben, eine Generation von Schülern verloren zu haben, warnen Experten. «Je länger die Kinder nicht zur Schule gehen, je grösser ist die Gefahr, dass sie misshandelt, entführt und von bewaffneten Gruppen rekrutiert werden», mahnte Unicef-Regionaldirektor Manuel Fontaine. (dwi/sda/afp)

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