International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ATTENTION EDITORS - VISUAL COVERAGE OF SCENES OF INJURY OR DEATH   

Security officers secure the site of a suicide bombing in Ndjamena, Chad, June 15, 2015. At least 27 people, including four suspected Boko Haram Islamist fighters, were killed and 100 others were injured on Monday in two attacks in Chad's capital, N'Djamena, which the government blamed on the Nigerian militant group. REUTERS/Moumine Ngarmbassa

TEMPLATE OUT

15. Juni: Polizisten am Tatort. Bild: STRINGER/REUTERS

Boko Haram bekennt sich zu Doppelanschlag in Tschads Hauptstadt



Zum blutigen Doppelanschlag in der Hauptstadt des Tschad Mitte Juni hat sich offenbar die nigerianische Islamistengruppe Boko Haram bekannt. Die Gruppe soll in einer Erklärung im Internet die Identität der beiden Selbstmordattentäter mitgeteilt haben.

Die Mitteilung sei auf Arabisch verfasst, teilte das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen SITE am Mittwoch mit. Unterzeichnet sei die Erklärung mit «Islamischer Staat, Provinz Westafrika», wie sich Boko Haram seit ihrem Treueschwur gegenüber der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) auch nennt.

38 Menschen getötet

Die Selbstmordattentäter hatten sich in Tschads Hauptstadt N'Djamena vor dem Hauptkommissariat und der Polizeischule in die Luft gesprengt und 38 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Regierung machte unmittelbar danach Boko Haram für die Tat verantwortlich. Als Reaktion griff die tschadische Armee Stellungen von Boko Haram im Nachbarland Nigeria aus der Luft an.

Der Tschad kämpft seit Februar gemeinsam mit anderen Nachbarländern an der Seite Nigerias gegen Boko Haram. Die Extremistengruppe kämpft seit 2009 mit Gewalt gegen den nigerianischen Staat und tötete bei Angriffen auf Armee, Polizei, Behörden sowie Kirchen, Schulen und Dörfer mehr als 15'000 Menschen. Ende vergangenen Jahres wurden die Islamisten auch in Nigerias Nachbarländern aktiv. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel