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Neighbors gather at the entrance of a house in which elite police squads have killed two armed terrorists and arrested 16 others in an operation in the Menihla area, outside Tunis, Wednesday, May 11, 2016. The ministry did not elaborate on the plans it hopes the police have foiled, nor the identity of those killed and arrested. (AP PHOTO/Hassene Dridi)

Anwohner begutachten das Haus, in dem die tunesische Polizei zwei mutmassliche Terroristen getötet hat.
Bild: Hassene Dridi/AP/KEYSTONE

Tunesien geht weiter gegen Islamisten vor: Mindestens acht Tote bei Kämpfen



In Tunesien sind am Mittwoch bei Razzien gegen Extremisten mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Bei der landesweiten Grossaktion wurden nach Angaben des Innenministeriums zudem 16 Terrorverdächtige festgenommen.

Im Bezirk Tataouine riss ein Selbstmordattentäter vier Soldaten mit in den Tod, als Truppen nach Angaben der staatlichen Agentur Tap eine Gruppe von Extremisten eingekesselt hatten. Bei der Aktion sei ein weiterer Islamist getötet worden.

Am nordwestlichen Rand der Hauptstadt Tunis stürmten Einsatzkräfte am Mittwochmorgen ein Haus, in dem die Behörden Terroristen vermuteten, wie das Ministerium mitteilte. Nach Angaben von Tap wurde dabei das Feuer auf die Kräfte der Nationalgarde eröffnet.

Bei dem Schusswechsel seien zwei Terrorverdächtige getötet worden, zwei weiteren gelang demnach zunächst die Flucht. In dem Haus seien Waffen und Munition gefunden worden.

Zusammenhang mit früherer Razzia

Bei einer anderen Razzia westlich von Tunis wurden vier weitere Personen festgenommen. Sie sollen nach Angaben von Tap wahrscheinlich mit dem Angriff in der Stadt Ben Gardane im März zu tun gehabt haben.

Damals hatten Dutzende mutmassliche Dschihadisten einen tunesischen Militärstützpunkt in der Stadt nahe der Grenze zum Bürgerkriegsland Libyen angegriffen. Bei heftigen Gefechten kamen mehr als 50 Extremisten und 13 Angehörige der Sicherheitskräfte ums Leben.

Wegen anhaltender Terrorgefahr gilt bis Ende Juni der Ausnahmezustand in Tunesien. Staatschef Béji Caïd Essebsi hatte diesen im vergangenen November nach einem Terroranschlag auf einen Bus der Präsidentengarde verhängt. Damals starben zwölf Sicherheitskräfte. (sda/dpa)

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