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Thailand

Thailand: Kambodscha verübte mutmasslichem Granateneinschlag

Thailand warnt Kambodscha nach mutmasslichem Granateneinschlag

06.01.2026, 11:1906.01.2026, 11:19

Nach einem mutmasslichen Granateinschlag auf seinem Territorium hat Thailand den Nachbarn Kambodscha zur Einhaltung ihrer kürzlich vereinbarten Waffenruhe aufgerufen.

Eine Mörsergranate sei am Morgen in Grenznähe von kambodschanischer Seite abgefeuert worden und auf thailändischem Gebiet gelandet, erklärte ein Armeesprecher. Nach Kontaktaufnahme habe Kambodscha von einem Vorfall gesprochen, der «nicht beabsichtigt» gewesen sei.

Cambodian police officers stand guard as they wait for 18 soldiers released after being captured and held by the Thai army, at former Phnom Penh International Airport in Phnom Penh, Cambodia, Wednesda ...
Kambodschanische Polizisten an der Grenze zu Thailand.Bild: keystone

Die betroffene thailändische Militäreinheit in dem betroffenen Gebiet habe Kambodscha gewarnt, es müsse mit mehr Vorsicht handeln, hiess es. Sollte sich solch ein «Irrtum» wiederholen, könne sich Thailand zu militärischen Gegenmassnahmen gezwungen sehen. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Ein verletzter Soldat

Den Angaben des thailändischen Militärs zufolge wurde durch den Granateinschlag in der Provinz Ubon Ratchathani ein Soldat leicht verletzt. Wie genau es zu dem Vorfall kam, war zunächst unklar. Thailands Aussenministerium habe von der Gegenseite eine Erklärung gefordert, berichtete die thailändische Zeitung «the Nation». Von Kambodscha gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall.

Beide Länder hatten erst Ende Dezember nach erneut schweren Kämpfen entlang ihrer gemeinsamen Grenze eine Waffenruhe vereinbart. Mehr als 100 Menschen kamen bei den wochenlangen Kampfhandlungen ums Leben, über eine halbe Million Bewohner auf beiden Seiten wurden in die Flucht getrieben. Hintergrund der Feindseligkeiten ist ein jahrzehntelanger Streit um Gebietsansprüche. (sda/dpa)

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