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Thailand und Kambodscha wollen Waffenruhe festigen

In this photo released by Agence Kampuchea Press (AKP), Cambodia's Foreign Minister Prak Sokhonn, left, Thai counterpart Sihasak Phuangketkeow, right, and Chinese counterpart Wang Yi pose for a p ...
Der kambodschanische Aussenminister Prak Sokhonn (links), sein thailändischer Amtskollege Sihasak Phuangketkeow (rechts) und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi am Montag, 29. Dezember 2025, in der chinesischen Provinz Yunnan.Bild: keystone

Thailand und Kambodscha wollen Waffenruhe festigen

29.12.2025, 15:5029.12.2025, 15:50

Thailand und Kambodscha wollen nach Gesprächen in China weiter auf eine Entspannung ihres Konflikts hinarbeiten.

Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf eine gemeinsame Mitteilung nach dem Treffen der Aussenminister der drei Länder berichtete, wurde vereinbart, dass Thailand und Kambodscha ihre Kommunikation weiter verstärken und das gegenseitige Verständnis vertiefen wollen.

Zudem soll die bestehende Waffenruhe schrittweise gefestigt, gegenseitige Kontakte wieder aufgenommen und politisches Vertrauen neu aufgebaut werden. China sagte demnach zu, diesen Prozess weiter zu unterstützen. Die Waffenruhe allerdings erweist sich als äusserst fragil: Thailands Armee erklärte kurze Zeit nach dem Treffen, dass 250 Drohnen aus Kambodscha über die Grenze nach Thailand geflogen seien.

Provokation oder kleiner Zwischenfall?

«Diese Handlung stellt eine Provokation und einen Verstoss gegen die Massnahmen zur Spannungsreduzierung dar», sagte Armeesprecher Winthai Suvaree und fügte hinzu, Kambodscha setze seine Feindseligkeiten gegenüber Thailand fort und gefährde damit die Sicherheit des Militärpersonals und der Bevölkerung entlang der Grenze.

KEYPIX - Thai resident cooks in a shelter while Thai military fires artillery towards Cambodia, Saturday, Dec. 20, 2025, in Surin province, Thailand. (AP Photo/Wason Wanichakorn)
Ein thailändischer Einwohner kocht in einer Notunterkunft, während das thailändische Militär Artilleriefeuer in Richtung Kambodscha abfeuert, Samstag, 20. Dezember 2025, in der Provinz Surin, Thailand.Bild: keystone

Die ursprünglich geplante Freilassung von 18 kambodschanischen Kriegsgefangenen müsse neu überdacht werden, hiess es weiter. Kambodschas Aussenminister Prak Sokhonn sprach bezüglich der Drohnen hingegen von einem «kleinen Zwischenfall».

Wochenlange Gefechte endeten mit Waffenruhe

Thailand und Kambodscha hatten sich nach wochenlangen Gefechten entlang ihrer gemeinsamen Grenze am Samstag auf eine sofortige Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause sollte zunächst für 72 Stunden überwacht werden, um ihre Umsetzung sicherzustellen. Nach offiziellen Angaben kamen bei den Kämpfen mehr als 100 Menschen ums Leben, Hunderttausende wurden auf beiden Seiten der Grenze in die Flucht getrieben. Hintergrund der Feindseligkeiten ist ein jahrzehntelanger Streit um Gebietsansprüche.

Das thailändische Aussenministerium hatte zuvor laut einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst X seinen Wunsch nach einer dauerhaft tragfähigen Waffenruhe sowie nach einem Weg zu einem dauerhaften Frieden noch bekräftigt. Die Vorwürfe bezüglich der kambodschanischen Drohnen stellen dies nun aber wieder infrage.

«Sollten die Verstösse gegen das Abkommen und gegen die nationale Souveränität andauern, muss die Armee ihrer Pflicht nachkommen und die nationalen Interessen schützen», sagte Armeesprecher Winthai. (sda/dpa/val)

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