International
Türkei

Mindestens 50 Festnahmen bei Istanbuler Pride-Parade

Mindestens 50 Festnahmen bei Istanbuler Pride-Parade

30.06.2025, 07:56

In Istanbul sind mindestens 50 Menschen bei einer Pride-Parade festgenommen worden. Darunter seien auch vier Anwälte, teilte die türkische Juristenvereinigung CHD auf der Plattform X mit. Der Polizei warfen sie brutales Vorgehen gegen die Aktivisten vor, die für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, Trans- und queeren Menschen (LGBTQ) auf der Strasse waren. Die Festgenommenen sollen heute vernommen werden.

Turkish police officers walk as people gather and celebrate the annual LGBTQ+ Pride March, in Istanbul, Turkey, Sunday, June 29, 2025. (AP Photo/Dilara Acikgoz)
Turkey Pride March
Polizisten im Einsatz bei der Pride in Istanbul.Bild: keystone

In der Türkei werden Veranstaltungen wie die Pride-Parade seit Jahren untersagt. Auch in diesem Jahr hatte etwa der Gouverneur Istanbuls, Davut Gül, im Voraus der für Sonntag geplanten Versammlung auf der Plattform X geschrieben, Demonstrationsaufrufe von «Randgruppen» richteten sich gegen den «gesellschaftlichen Frieden, die Familienstruktur und moralische Werte» und würde nicht zugelassen. Das Zentrum im europäischen Teil der Metropole wurde grossräumig abgesperrt, mehrere Metrostationen wurden geschlossen. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
Öffnung der Strasse von Hormus: Europäer wollen helfen, doch Trump lässt sie zappeln
Jetzt, wo der Friedensdeal mit Iran steht, sind die Europäer bereit, ihre Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus zu schicken. Doch für den US-Präsidenten kommt das Hilfsangebot wohl zu spät.
Die Europäer stehen bereit, ihren Teil zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus beizutragen. Frankreich, Grossbritannien, Italien und Deutschland haben am Montag angeboten, eine «ausschliesslich defensive» Militärmission zu entsenden. Die ersten Schiffe könnten bereits «in wenigen Tagen» vor Ort sein, um die Handelsroute von Minen zu räumen und die freie Schifffahrt abzusichern, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron beim G7-Gipfel in Evian. Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle samt seinem Begleitzug ist schon seit Wochen in der Region. Italienische Minenräumschiffe warten vor Ostafrika und ein deutscher Minenräumer und das dazugehörende Logistikschiff im östlichen Mittelmeer.
Zur Story