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Prorussische Separatisten weigern sich, zu kämpfen

Russland will seine Invasion in der Ukraine fortsetzen. Doch die Kampfmoral in den Separatistengebieten im Donbass scheint am Boden – nicht nur in Luhansk.
16.08.2022, 10:00
Die Separatisten haben offenbar genug vom Kämpfen.
Die Separatisten haben offenbar genug vom Kämpfen.Bild: keystone
Ein Artikel von
t-online

Die prorussischen Kämpfer der selbsternannten «Volksrepublik Luhansk» wollen Kriegseinsatz gegen die Ukraine offenbar nicht fortsetzen. Das geht aus einem Bericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Sie beklagen sich demnach über das strapaziöse Tempo der Offensive sowie über Einsätze ausserhalb ihrer Region. In der «Volksrepublik Luhansk» sei man müde von Gefechten jenseits der eigenen Grenzen, werden die Kämpfer zitiert.

Am Montag hatten mehrere ukrainische Sender ein Video ausgestrahlt, das den Widerstand der Soldaten zeigen soll. Darin sagen die Kämpfer, ihre Arbeit sei getan. Die Originalquelle des Videos lässt sich nur schwer überprüfen. Nach Angaben des ISW spiegele es jedoch die vorherrschende Moral der prorussischen Separatisten in der Region wider. Dem Bericht zufolge habe es ähnliche Äusserungen aus den Einheiten der anderen prorussischen Marionettenrepublik in der Ostukraine, der «Volksrepublik Donezk», gegeben.

Russland will Offensive vorantreiben

Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar kämpfen im Donbass ukrainische Streitkräfte gegen prorussische Separatisten, die von Russland militärisch und finanziell unterstützt werden und bereits einen grossen Teil der Region eingenommen haben. Die Bewohner des Donbass, der aus den Regionen Donezk und Luhansk besteht, sprechen zwar überwiegend Russisch als Muttersprache, doch sehen sich zumeist als ukrainische Staatsbürger.

Nach erheblichen Verlusten kämpfen die Russen in der Ukraine derzeit an mehreren Fronten: Wie Kremlchef Putin zuletzt verkündete, ist die Offensive im Donbass weiter eine militärische Priorität für Russland. Zugleich bereitet sich die russische Armee auf ukrainische Gegenangriffe im Süden des Landes vor. Auch im Nordosten in der Region Charkiw finden schwere Gefechte statt.

(AFP,dpa,NE)

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50 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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insert_brain_here
16.08.2022 10:12registriert Oktober 2019
Breaking News: Krieg ist nicht ganz so grossartig wenn man selber hin muss
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Rivka
16.08.2022 10:20registriert April 2021
Ach nee, was habt ihr denn erwartet, wenn ihr, durch russische Provokation, gegen eure eigene Regierung in den Krieg zieht? Dass ihr danach in Frieden leben könnt? Dem möchtegern Zar seid ihr egal! Der will nur die Bodenschätze des Donbass und Luhansk Gebieten und je weniger Menschen dort leben desto besser für ihn und seine Oligarchen. Mal schauen wann die Kadirovites kommen um die 'Deserteure' in der Ostukraine zu liquidieren.
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G. Laube
16.08.2022 10:35registriert April 2020
Wenn die Separatistenhirnis einmal realisieren, dass auch sie selber über den Tisch gezogen wurden, werden sie die russischen Orks selber aus Donezk und Luhansk vertreiben... schliesslich wurden sie ja von Vladimir dem Schrecklichen als unabhängige Volksrepubliken anerkannt.
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