Angriff der USA auf Venezuela: Was wir wissen – und was nicht
WAS WIR WISSEN
USA greifen Venezuela militärisch an
Die Vereinigten Staaten haben Ziele in Venezuela angegriffen. Das berichten übereinstimmend US-Medien wie CBS News und Fox News. Präsident Donald Trump bestätigte die Angriffe später selbst. Laut CBS News wurden die Operationen direkt vom Präsidenten genehmigt.
Maduro festgenommen – laut USA ausser Landes gebracht
Trump erklärte auf Truth Social, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei gemeinsam mit seiner Ehefrau festgenommen und aus dem Land ausgeflogen worden. US-Vize-Aussenminister Christopher Landau sprach davon, dass der «Tyrann» gestürzt sei und für seine «Verbrechen» zur Rechenschaft gezogen werde. Nach Angaben von CBS News wurde Maduro von einer US-Eliteeinheit der Delta Force gefasst.
Militärische Ziele im Fokus der Angriffe
Die Luftschläge richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen militärische Infrastruktur, darunter Stützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen. In Caracas soll unter anderem die Militärbasis Fuerte Tiuna angegriffen worden sein.
Explosionen und hohe Alarmbereitschaft in Caracas
In venezolanischen Medien und sozialen Netzwerken sind Explosionen und Rauchsäulen über der Hauptstadt zu sehen. Mehrere Detonationen ereigneten sich offenbar im Gebiet La Carlota mit einem Luftwaffenstützpunkt. In der Nähe des Präsidentenpalasts Miraflores wurden gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte gesichtet.
Scharfe Vorwürfe aus Caracas – Aufruf zum Widerstand
Die venezolanische Regierung spricht von einer militärischen Aggression gegen zivile und militärische Ziele und bezeichnet die Angriffe als Verstoss gegen die UN-Charta. Caracas wirft den USA vor, einen Regierungswechsel erzwingen und sich Zugang zu venezolanischen Ölreserven verschaffen zu wollen.
Verteidigungsminister Vladimir Padrino rief Bevölkerung und Streitkräfte zum Widerstand auf und kündigte an, alle Truppen zur Landesverteidigung einzusetzen.
Konflikt hatte sich zuvor zugespitzt
Die Spannungen zwischen Washington und Caracas hatten sich bereits in den vergangenen Wochen deutlich verschärft. Die USA bauten ihre militärische Präsenz in der Region massiv aus, unter anderem mit dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford, weiteren Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und einem Langstreckenbomber.
Zuvor hatte die US-Regierung bereits Angriffe auf mutmassliche Drogenumschlagplätze in Venezuela bestätigt.
WAS WIR NICHT WISSEN
Unabhängige Bestätigung zu Maduro fehlt
Bislang gibt es keine unabhängige Bestätigung aus Venezuela zur Festnahme oder Ausreise von Präsident Maduro. Auch sein aktueller Aufenthaltsort ist unklar.
Details zu Ablauf und Ausmass der Angriffe offen
Der genaue zeitliche Ablauf, der vollständige Umfang der Angriffe und alle betroffenen Ziele sind bislang nicht bekannt.
Keine verlässlichen Opfer- und Schadenszahlen
Zu möglichen Toten, Verletzten oder zur Zerstörung ziviler Infrastruktur liegen derzeit keine gesicherten Informationen vor.
Internationale Folgen unklar
Welche Konsequenzen die Angriffe für die regionale Sicherheit in Lateinamerika und für die internationale Diplomatie haben werden, ist derzeit offen.
(mke)
