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Mindestens 25 Tote nach Tornados im US-Bundesstaat Tennessee – auch Wahllokale beschädigt



A man looks for items he can salvage from his store Tuesday, March 3, 2020, near Cookeville, Tenn. Tornadoes ripped across Tennessee early Tuesday, shredding more than 140 buildings and burying people in piles of rubble and wrecked basements. At least 22 people were killed. (AP Photo/Mark Humphrey)

Ein Mann durchsucht die Überresten seines Ladens nach unbeschädigten Gütern, 3. März. Bild: AP

Im US-Bundesstaat Tennessee sind infolge mehrerer Tornados mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen und schwere Sachschäden entstanden. Die genaue Zahl der Verletzten sei noch unklar, erklärte der örtliche Katastrophenschutz am Dienstagmittag (Ortszeit).

Nach Angaben des Bürgermeisters von Nashville, John Cooper, wurden in der Stadt 150 Menschen in Krankenhäuser gebracht. 48 Gebäude stürzten demnach ein.

Im Fernsehen waren auch Aufnahmen von beschädigten Brücken und Strassen zu sehen. Der Sender ABC veröffentlichte ein Video, auf dem dutzende kollidierte Flugzeuge auf dem Flughafen von Nashville zu sehen waren. Auch zahlreiche zerstörte Autos waren in dem Video zu sehen.

Emergency personnel work among destroyed homes Tuesday, March 3, 2020, near Cookeville, Tenn. Tornadoes ripped across Tennessee early Tuesday, shredding more than 140 buildings and burying people in piles of rubble and wrecked basements. At least 22 people were killed. (AP Photo/Mark Humphrey)

Zerstörte Häuser in der Nähe von Cookeville, Tennessee am 3. März 2020. Bild: AP

Bewohner von Nashville, der Hauptstadt der Country-Musik in den USA, beschrieben dramatische Szenen, als der Sturm einsetzte. «Suchen Sie sich jetzt Schutz! Dies ist ein sehr gefährlicher Sturm!», schrieb der nationale Wetterdienst im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Rund 73'000 Menschen in der Stadt Nashville und angrenzenden Gebieten hatten demnach keinen Strom mehr. Die ganze Nation trauere nach dem «sehr schrecklichen» und «teuflischen» Tornado mit den Betroffenen, sagte US-Präsident Donald Trump.

Er werde das Katastrophengebiet in dem südöstlichen Bundesstaat am Freitag besuchen, erklärte Trump in Washington. Die Regierung werde auch beim Wiederaufbau helfen, versprach er. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erklärte, sie danke den Einsatzkräften und bete für jene, die noch vermisst würden.

Gouverneur Bill Lee sagte, dies sei ein «sehr tragischer und schwieriger Tag» für Tennessee. Er sprach von unglaublichen Schäden. Rettungskräfte seien in den betroffenen Gebieten in der Stadt Nashville und Umgebung in vollem Einsatz, erklärte er. Der Notstand wurde ausgerufen und vier Notunterkünfte eröffnet.

epa08268018 Will Green (L) sits amid the debris of a house where he lives with his father, that was damaged when a tornado struck Nashville, Tennessee, USA, 03 March 2020. His friends, Matthew and Stephanie Lowe and their 6-month-old daughter Daylee were there to help with the clean up. The tornado that moved across Middle Tennessee left at least 21 dead.  EPA/RICK MUSACCHIO

Nashville, Tennessee. Bild: EPA

Der örtliche Fernsehsender WKRN sprach von Dutzenden Verletzten. Trump sprach von «vielen» Verletzten. Viele Häuser und Gebäude waren schwer beschädigt und viele Bäume umgeknickt. Auch Strassen und Brücken seien beschädigt worden, erklärte der Katastrophenschutz. Die Behörde ermahnte Anwohner, beschädigte Gebäude nicht zu betreten.

Ein Polizeisprecher des Bezirks Putnam sagte im Gespräch mit WKRN, Beamte gingen in den am schwersten betroffenen Gebieten von Haus zu Haus, um Anwohnern in Not zu helfen. Mehrere Menschen galten noch als vermisst. Der Sturm war in der Nacht über die Gebiete hinweggezogen.

Schäden an Wahllokalen für Vorwahlen

Tennessee ist einer der 14 Bundesstaaten, an dem an diesem Dienstag die Vorwahlen der US-Demokraten stattfinden. Nach Angaben des Bürgermeisters von Nashville gab es an 15 Wahllokalen Schäden durch den Sturm. Dies entspreche weniger als zehn Prozent aller Wahllokale.

Die Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur äusserten sich erschüttert über die grossen Schäden durch die Tornados. «Wir haben die Nachrichten aus Tennessee mit grosser Trauer verfolgt», schrieb der New Yorker Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Senatorin von Massachussetts, Elizabeth Warren, erklärte, sie sei «zutiefst betrübt» über die Opfer der Stürme.

Der Südosten der USA wird immer wieder von heftigen Stürmen heimgesucht. Vor genau einem Jahr kamen bei mehreren schweren Tornados im südlich von Tennessee gelegenen Bundesstaat Alabama 23 Menschen ums Leben. (sda/afp/dpa)

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