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US-Aussenminister Mike Pompeo am Montag in Washington.
US-Aussenminister Mike Pompeo am Montag in Washington.Bild: EPA/EPA

US-Aussenminister Pompeo kündigt «stärkste Sanktionen der Geschichte» gegen Iran an

21.05.2018, 15:4821.05.2018, 16:54

Die USA wollen nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran den finanziellen Druck auf das Land massiv erhöhen. Washington werde «die stärksten Sanktionen ins der Geschichte» verhängen, sagte US-Aussenminister Mike Pompeo am Montag in Washington.

«Wir werden beispiellosen finanziellen Druck auf das iranische Regime ausüben. Die Führer in Teheran werden keinen Zweifel an unserer Ernsthaftigkeit haben», sagte Pompeo in seiner ersten grossen Rede seit seinem Amtsantritt im April.

Die jüngst wieder eingesetzten Sanktionen gegen Teheran seien erst der Anfang. Der Stachel der Sanktionen werde sehr schmerzhaft sein.

An die Adresse der Europäer gerichtet sagte Pompeo, Firmen, die «verbotene Geschäfte» mit dem Iran machten, würden «zur Verantwortung gezogen». Pompeo stellte die neue Iran-Strategie der US-Regierung bei einer Veranstaltung der konservativen Denkfabrik Heritage Foundation vor.

US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai im Alleingang den Ausstieg der USA aus dem Atomdeal erklärt. Er setzte Wirtschaftssanktionen wieder in Kraft.

In dem Abkommen von 2015 verpflichtet sich die internationale Gemeinschaft, Sanktionen gegen die Islamische Republik aufzuheben. Im Gegenzug soll ausgeschlossen werden, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Die EU will am bestehenden Abkommen festhalten.

Forderungskatalog präsentiert

Pompeo forderte den Iran auf, seine Unterstützung der Huthi-Milizen im Jemen und der Taliban in Afghanistan sofort einzustellen. Auch solle Teheran seine Kräfte aus Syrien zurückziehen.

Unter dem Schirm des Atomdeals habe der Iran Stellvertreterkriege im Nahen Osten geführt. Bis heute lüge der Iran über seine wahren Absichten. Das Land sei der grösste Finanzier von Terrorismus, sagte Pompeo.

«Der Iran darf niemals einen Freibrief haben, um den Nahen Osten zu dominieren», sagte Pompeo. Die USA wollten weiter mit Verbündeten in der Region zusammenarbeiten, um den Iran zurückzudrängen.

«Für iranisches Volk einsetzen»

«Wir werden uns unermüdlich für das iranische Volk einsetzen», betonte Pompeo. Die USA wollten die Proteste gegen die Regierung in Teheran unterstützen.

«Wir müssen sicherstellen, dass Iran niemals einen Weg zu einer Atomwaffe hat», sagte Pompeo weiter. Teheran müsse Inspektoren im ganzen Land unbegrenzten Zugang zu Atomanlagen gewähren.

Der Iran-Deal sei schlecht für alle Beteiligten und für die ganze Welt gewesen, sagte Pompeo. Nun verfolgten die USA ihre Ziele ausserhalb dieses Abkommens weiter. (leo/sda/afp/dpa)

Trump gefährdet Iran-Atomdeal

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73 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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aglio e olio
21.05.2018 17:03registriert Juli 2017
"An die Adresse der Europäer gerichtet sagte Pompeo, Firmen, die «verbotene Geschäfte» mit dem Iran machten, würden «zur Verantwortung gezogen»"

Was bilden sich diese arroganten Kriegstreiber ein. Unglaublich. Leider wird sich Europa dem vermutlich nicht entgegenstellen. Dem Geld zuliebe.

"«Wir werden uns unermüdlich für das iranische Volk einsetzen», betonte Pompeo"
So wie bereits für die Iraker, Libyer und so weiter. Um mal nur in den letzten beiden Jahrzehnten zu bleiben.
Die sollen sich erstmal für das eigene Volk einsetzen.
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Wenzel der Faule
21.05.2018 16:16registriert April 2018
Der grösste Finanzier von Terrorismus ist unbestritten die USA!
Diese Arroganz und Heuchelei ist widerlich.
Ich hoffe die Vasallen in Brüssel bücken sich nicht wieder.
Europa sollte wieder unabhängig werden..
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bokl
21.05.2018 18:25registriert Februar 2014
Also ich sehe eher die wahabistischen Saudis als grösstes Problem der Region. Aber die bestellen ihre Waffen halt in den USA und nicht in Russland...
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