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Der Iran findet die EU-Bemühungen zur Rettung des Atomdeals unzureichend

21.05.2018, 03:0821.05.2018, 04:33

Die europäischen Bemühungen zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran sind nach Worten des iranischen Aussenministers Mohammed Dschawad Sarif unzureichend. Er forderte von der EU konkrete zusätzliche Investitionen im Iran.

Mit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen seien die Erwartungen der Iraner an die EU gestiegen, sagte Sarif am Sonntag laut dem staatlichen Rundfunksender Irib nach einem Treffen mit EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete in Teheran. «Und die politische Unterstützung der EU für die Atomvereinbarung ist nicht ausreichend», fügte er demnach hinzu.

Die Entscheidungen europäischer Firmen, ihre Tätigkeiten im Iran zu beenden, verkompliziere die Dinge weiter, sagte Sarif demnach. Die Zusagen der EU, sich an das Atomabkommen halten zu wollen, liefen den Ankündigungen grosser europäischer Firmen zuwider, sich voraussichtlich aus dem Iran zurückzuziehen. «Die EU muss konkrete zusätzliche Schritte unternehmen, um ihre Investitionen im Iran zu erhöhen», forderte Sarif.

Mehrere ausländische Firmen haben ihr Iran-Geschäft vorerst ausgesetzt, um die Ergebnisse der Gespräche innerhalb der EU abzuwarten. Der französische Öl-Riese Total etwa hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, sein Investitionsprojekt von 4.8 Milliarden Dollar im Iran zu beenden, sollte das Unternehmen kein grünes Licht aus Washington erhalten. (sda/afp)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Dirk Leinher
21.05.2018 04:05registriert Februar 2017
Da das Irangeschäft für die meisten grossen Firmen viel weniger wichtig ist als das Geschäft mit den USA, ist es nachvollziehbar dass die Firmen es sich nicht mit den USA nicht verscherzen möchten. daher bleiben die politischen Absichtserklärungen am Deal festhalten zu wollen wohl nichts weiter als inhaltsloses Geschwätz. Ich hoffe aber nach wie vor, dass die Politiker da mal eine unerwartete Leistung vollbringen und mich Lügen strafen.
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