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Alec Baldwin soll nach Todesschuss bei Western-Dreh angeklagt werden

Alec Baldwin soll nach Todesschuss bei Western-Dreh angeklagt werden

19.01.2023, 17:4620.01.2023, 09:01
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Die Staatsanwaltschaft im US-Staat New Mexico will gegen den Schauspieler Alec Baldwin nach einem tödlichen Schuss auf eine Kamerafrau bei einem Western-Filmdreh Anklage erheben. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Auch die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed muss sich vor Gericht verantworten. Beide sollen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden, hiess es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Genügend Beweise

Nach Auswertung der Ermittlungen gebe es genügend Beweise für eine strafrechtliche Verfolgung, teilte Bezirksstaatsanwältin Mary Carmack-Altwies mit.

FILE - Actor Alec Baldwin attends the 2019 PEN America Literary Gala In New York on May 21, 2019. Attorneys for the family of cinematographer Halyna Hutchins, who was shot and killed on the set of the ...
Alec Baldwin droht eine Klage.Bild: keystone

Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins war bei Dreharbeiten zu dem Western «Rust» auf einer Filmranch in Santa Fe im Oktober 2021 tödlich verletzt worden. Baldwin, der als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkte, hatte eine Waffe bei der Probe für eine Szene bedient, als sich ein Schuss löste. Regisseur Joel Souza wurde bei dem Vorfall von dem Projektil an der Schulter getroffen und verletzt. Untersuchungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Baldwin hatte die Schuld an dem fatalen Unfall stets von sich gewiesen.

Eine Zivilklage von Matthew Hutchins, dem Witwer der Kamerafrau, gegen Baldwin und andere Beteiligte der «Rust»-Produktion war im vorigen Oktober aussergerichtlich beigelegt worden. «Wir glauben alle, dass Halynas Tod ein schrecklicher Unfall war», betonte der Witwer damals. Er habe kein Interesse daran, Baldwin und den Filmproduzenten die Schuld zuzuweisen. Stattdessen wollten sie die letzte Arbeit der Kamerafrau würdigen und den eingestellten «Rust»-Dreh fortsetzen. Halyna Hutchins hinterliess einen Ehemann und einen Sohn. (sda/dpa)

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Fünf Pannen und Fehlentscheide in Justiz und Vollzug der letzten fünf Jahre
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