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epa04691384 US President Barack Obama delivers remarks on solar power and alternative energy, at Hill Air Force Base, Utah, USA, 03 April 2015. This was Obama's first visit to the state of Utah since he has been US President.  EPA/GEORGE FREY

US-Präsident Obama sorgt sich um Amerikas Jugendliche.  Bild: GEORGE FREY/EPA/KEYSTONE

Obama will Homosexuellen-Therapie abgeschafft sehen

Viele evangelikale Christen in den USA halten Homosexualität für eine Krankheit. Sie bieten Therapien an, um Lesben, Schwule und Transgender zu «heilen». Präsident Obama stellt sich gegen die Fundamentalisten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Leelah Alcorn wurde im falschen Körper geboren. Schon mit vier Jahren fühlte sie sich als Mädchen in einem Jungenkörper. Als sie in die Pubertät kam versuchte sie, ihre Eltern von der Notwendigkeit einer geschlechtsangleichenden Operation zu überzeugen.

Doch Leelahs Eltern waren evangelikale Christen aus Ohio. Anstatt ihrem Kind zu helfen, steckten sie Leelah in eine sogenannte Koversionstherapie von fundamentalistischen Christen. Dort sollte Leelah geheilt werden.

Am 28. Dezember 2014 rannte sie nachts um 2.30 Uhr auf eine Schnellstrasse. Dort erfasste sie ein Sattelschlepper. Leelah wollte so nicht mehr weiterleben. Sie hinterliess einen Abschiedsbrief. Ihre letzte Worte darin: «Ich werde erst in Frieden ruhen, wenn eines Tages Transgender nicht so behandelt werden wie ich. Mein Tod muss etwas bedeuten. Repariert die Gesellschaft. Bitte.»

This Saturday, Jan. 3, 2015 photo shows Tiffany Neri, left, embracing Cassie Thompson during a group hug at the end of the vigil to remember the life of Leelah Alcorn, a 17 year-old transgender girl who committed suicide, in Kings Mills, Ohio.  In what's believed to be her final message, Alcorn implored:

Eine Mahnwache für das Therapie-Opfer Leelah Alcorn. Bild: AP/The Enquirer

120'000 Unterschriften gegen die Homosexuellen-Therapie

Im Namen von Leelah haben Aktivisten eine Petition auf der Webseite des Weissen Hauses eingereicht. Sie fordern ein Ende der Konversionstherapien, mit denen christliche Extremisten Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle «heilen» wollen. Innerhalb von drei Monaten haben 120'000 Menschen die Petition unterschrieben.

Nun hat das Weisse Haus reagiert: US-Präsident Barack Obama teile die Sorge über die verheerenden Folgen, die diese Therapien für Jugendliche haben könnten, schreibt Obamas Beraterin Valerie Jarrett. «Als Teil unseres Einsatzes zum Schutz von Amerikas Jugend, unterstützt diese Regierung die Bemühungen zum Verbot der Konversionstherapien für Minderjährige.»

Einige US-Staaten wie Kalifornien und New Jersey haben diese Praktiken bereits verboten. Konservative Staaten versuchen genau das Gegenteil: Oklahoma debattiert über ein Gesetz, das die Anbieter dieser Therapien vor Eingriffen der Justiz schützen soll.

Aus dem Weissen Haus heisst es, Obama wolle kein Bundesgesetz zum Verbot der Homosexuellen-Therapien anstreben. Seine Regierung werde aber alle Bundesstaaten unterstützen, die ein Verbot durchsetzen wollen.

syd/Reuters/AP

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