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Kann dieser Mann Donald Trump noch einmal gefährlich werden?

Kann dieser Mann Donald Trump noch einmal gefährlich werden?

14.01.2026, 17:4814.01.2026, 17:59

Jack Smith wird am 22. Januar öffentlich von einem Ausschuss des US-Kongresses ins Verhör genommen. Der von der Regierung Biden eingesetzte Sonderermittler untersuchte nicht nur Donald Trumps Anstrengungen, das Resultat der verlorenen Wahlen 2020 umzustossen, sondern auch dessen Umgang mit geheimen Dokumenten, die er in Mar-a-Lago lagerte.

In beiden Fällen kam es zu Anklagen, in beiden Fällen plädierte Donald Trump auf «nicht schuldig». Gleichzeitig warf er der Biden-Regierung vor, die Justiz für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Ausserdem zweifelte er die Legalität des eingesetzten Sonderermittlers Smith an.

Former Department of Justice Special Counsel Jack Smith walks back after a break for a closed-door interview with House Republicans at Capitol Hill, Wednesday, Dec. 17, 2025, in Washington. (AP Photo/ ...
Jack Smith vor seinem Hearing hinter verschlossenen Türen im Dezember.Bild: keystone

Nachdem Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen 2024 als Sieger hervorgegangen war, wurden die Untersuchungen wegen Wahlbetrugs eingestellt. Laut den Statuten des Justizdepartements ist die Strafverfolgung eines Präsidenten im Amt nicht gestattet.

Schon früher ein Ende fand der Fall der unsachgemässen Lagerung geheimer Dokumente. Etwas überraschend hatte die US-Bezirksrichterin Aileen Cannon (Republikanische Partei, von Donald Trump eingesetzt) entschieden, dass Smiths Einberufung nicht gesetzeskonform gewesen sei. Nicht nur wegen dieses Falles steht Cannon in der Kritik, nach Trumps Pfeife zu tanzen. Cannons Urteil verbot es Smith und anderen in den Fall involvierten Personen, über den Inhalt ihrer Untersuchung zu sprechen.

Trumps geheime Dokumente, die er in einer Nasszelle seines Privatclubs Mar-a-Lago lagerte.
Trumps geheime Dokumente, die er in einer Nasszelle seines Privatclubs Mar-a-Lago lagerte. bild: Wikimedia

An dieses Urteil hielt sich Smith, als er im Dezember von einem von Republikanern angeführten Justizausschuss vorgeladen wurde. Bei der Befragung ging es nicht um neue Erkenntnisse in den Trump-Fällen, sondern darum, ihm bei seiner Arbeit politische Motive nachzuweisen. Das Gespräch dauerte acht Stunden und fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Transkripte sind aber zugänglich.

Smith legte dabei offen, dass Donald Trump während der Ausschreitungen am 6. Januar diverse Anrufe entgegennahm – darunter auch diverse Anrufe von politisch Gleichgesinnten. Trotzdem habe sich der Präsident entschieden, keine aktiven Massnahmen gegen die Ausschreitungen zu unternehmen – obwohl die Unterlassung auch das Leben des Vizepräsidenten in Gefahr brachte. Smith sagte des Weiteren aus: «Unsere Untersuchung hat zweifelsfrei bewiesen, dass Präsident Trump sich an einem kriminellen Komplott beteiligt hat, um das Ergebnis der Wahl 2020 zu kippen und die rechtmässige Machtübergabe zu verhindern.» (Seite 17)

Police with guns drawn watch as rioters try to break into the House Chamber at the U.S. Capitol on Jan. 6, 2021, in Washington. Four years later, lawmakers from both chambers of Congress would gather  ...
Sicherheitspersonal mit gezückten Waffen beschützt Abgeordnete vor illegal eingedrungenen Demonstranten im US-Kapitol in Washington 2021.Bild: keystone

Auch ohne Einsicht in Smiths Untersuchung scheint erwiesen, dass die Demonstration vom 6. Januar in Washington, die mit der Stürmung des Capitols endete, mit Geldern aus Trumps Spendentopf unterstützt wurde. Verschiedene ehemalige Trump-Mitarbeiterinnen behaupten, Gelder im Bereich von über drei Millionen Dollar dafür bereitgestellt zu haben.

Bei Smiths öffentlicher Anhörung nächsten Donnerstag werden auch Demokraten die Gelegenheit erhalten, Fragen zu stellen. Im Gegensatz zu den Republikanern werden sie nicht auf Smiths Motive, sondern auf seine Erkenntnisse fokussieren. Zur öffentlichen Anhörung eingeladen hat der republikanische Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, Jim Jordan.

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Die beliebtesten Kommentare
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Manchette
14.01.2026 18:19registriert Januar 2022
Das DT Kriminell ist, steht für mich ausser Frage. Das aber die Amerikaner einen Kriminellen ein zweites Mal zu ihrem Präsidenten wählen, ist für mich immer noch ein Schock und Rätsel.
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