«One Battle After Another» räumt ab – hier sind alle Golden-Globe-Gewinner
Bester Film – Musical oder Komödie : «One Battle After Another»
In neun Sparten nominiert, triumphierte «One Battle After Another» in deren vier. Mit einem Star-Aufgebot rund um Leonardo DiCaprio, Sean Penn und Teyana Taylor erzählt Regisseur Paul Thomas Anderson die Geschichte militanter linker Aktivisten, angeführt vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen.
«One Battle After Another» holte den Top-Globe als beste Komödie, für die Regie, für das beste Drehbuch und für Nebendarstellerin Taylor.
Bester Film – Drama: «Hamnet»
«Hamnet» von Regisseurin Chloé Zhao hat den Preis als bestes Filmdrama gewonnen. Der Film handelt von der Shakespeare-Familie und setzte sich gegen «Frankenstein», «It Was Just An Accident», «Sentimental Value», «Sinners» und «The Secret Agent» durch.
Bester Hauptdarsteller – Musical oder Komödie: Timothée Chalamet
Timothée Chalamet (30) hat mit seiner fünften Golden-Globe-Nominierung zum ersten Mal die begehrte Trophäe gewonnen. Er erhielt den Preis in der Sparte bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle als ambitionierter Tischtennisspieler in der Tragikomödie «Marty Supreme».
Bei der 83. Globe-Verleihung setzte sich Chalamet gegen George Clooney («Jay Kelly»), Leonardo DiCaprio («One Battle After Another»), Ethan Hawke («Blue Moon»), Lee Byung-Hun («No Other Choice») und Jesse Plemons («Bugonia») durch.
Sein Vater habe ihm beigebracht, immer dankbar zu sein, für das, was man habe, sagte Chalamet in seiner Dankesrede. Das habe ihm in der Vergangenheit dabei geholfen, wenn er bei Preisverleihungen leer ausgegangen war. Umso «süsser» sei nun dieser Moment.
Beste Hauptdarstellerin – Musical oder Komödie: Rose Byrne
Die Australierin Rose Byrne hat die Trophäe als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie/einem Musical gewonnen. Die 46-Jährige wurde für ihre Rolle als überforderte Mutter in dem Comedy-Drama «If I Had Legs I’d Kick You» geehrt. Sie setzte sich gegen fünf Mitstreiterinnen durch, darunter Hollywood-Stars wie Cynthia Erivo (39, «Wicked: Teil 2»), Kate Hudson (46, «Song Sung Blue») und Emma Stone (37, «Bugonia»).
Beste Nebendarstellerin: Teyana Taylor
Teyana Taylor hat den Golden Globe als beste Nebendarstellerin erhalten. Die 35-Jährige überzeugte mit ihrer Rolle als militante Aktivistin im triumphierenden Politthriller «One Battle After Another» von Regisseur Paul Thomas Anderson.
Mit ihr waren Emily Blunt («The Smashing Machine»), Elle Fanning («Sentimental Value»), Ariana Grande («Wicked: Teil 2»), Inga Ibsdotter Lilleaas («Sentimental Value») und Amy Madigan («Weapons – Die Stunde des Verschwindens») nominiert.
Die Sängerin und Schauspielerin Taylor zeigte sich sichtlich überrascht – sie erhielt die Trophäe prompt mit ihrer ersten Globe-Nominierung überhaupt.
Bester Nebendarsteller: Stellan Skarsgård
Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård holte sich die Auszeichnung als bester Nebendarsteller. Der 74-Jährige überzeugte in dem Familiendrama «Sentimental Value» des Norwegers Joachim Trier in der Rolle eines Vaters, der von seinen Töchtern entfremdet ist.
Mit ihm waren Benicio Del Toro («One Battle After Another»), Jacob Elordi («Frankenstein»), Paul Mescal («Hamnet»), Sean Penn («One Battle After Another») und Adam Sandler («Jay Kelly») im Rennen.
Er habe sich für zu alt gehalten, um zu gewinnen, sagte Skarsgård in seiner Dankesrede. Er sei froh darüber, dass ein kleiner norwegischer Film ohne ein grosses Budget diese Aufmerksamkeit bekomme.
Beste Regie: Paul Thomas Anderson
US-Regisseur Paul Thomas Anderson hat in der Sparte «Beste Regie» gewonnen. Er ist der Architekt hinter dem Politthriller «One Battle After Another».
Für den Regie-Globe nominiert waren auch der US-Amerikaner Ryan Coogler («Blood & Sinners»), der Mexikaner Guillermo del Toro («Frankenstein»), der Iraner Jafar Panahi («Ein einfacher Unfall»), der Norweger Joachim Trier («Sentimental Value») und die gebürtige Chinesin Chloé Zhao («Hamnet»).
Beste Drama-Darstellerin: Jessie Buckley
Die Irin Jessie Buckley wurde als beste Hauptdarstellerin in einem Drama ausgezeichnet. Die 36-jährige Schauspielerin überzeugte mit ihrer Rolle in dem bewegenden Drama «Hamnet» über die Shakespeare-Familie, die den Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten muss.
Buckley setzte sich gegen Jennifer Lawrence («Die My Love»), Renate Reinsve («Sentimental Value»), Julia Roberts («After the Hunt»), Tessa Thompson («Hedda») und Eva Victor («Sorry, Baby») durch.
Bester Drama-Darsteller: Wagner Moura
Der Brasilianer Wagner Moura ist Buckleys männliches Pendant. Der 49-Jährige überzeugte mit seiner Rolle in dem Thriller «The Secret Agent».
Er triumphierte unter anderem gegen Joel Edgerton («Train Dreams»), Oscar Isaac («Frankenstein»), Dwayne Johnson («The Smashing Machine») und Michael B. Jordan («Blood & Sinners»).
Bester nicht-englischer Film: «The Secret Agent»
Der brasilianische Film «The Secret Agent» hat den Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film gewonnen. Es waren unter anderem auch das im Iran spielende Politikdrama «Ein einfacher Unfall» (Frankreich) von Regisseur Jafar Panahi, «The Voice of Hind Rajab» (Tunesien), «Sentimental Value» (Norwegen) und «Sirât» (Spanien) nominiert.Das Drama «In die Sonne schauen» der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hatte es nicht auf die Nominiertenliste geschafft. Der Film um vier junge Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben, ist Deutschlands Kandidat für die 98. Oscar-Verleihung im März.
Beste Animation: «KPop Demon Hunters»
Zum besten animierten Film wurde KPop Demon Hunters gekürt. Die Netflix-Produktion in Zusammenarbeit mit Sony brach auf der Streaming-Plattform letztes Jahr alle Rekord und ist weiter der meistgesehene Netflix-Originaltitel überhaupt.
Beste Filmmusik: «Sinners»
Der schwedische Filmkomponist Ludwig Göransson hat mit dem Soundtrack des Films «Blood & Sinners» einen Golden Globe gewonnen. Der 41-Jährige setzte sich unter anderem gegen den Franzosen Alexandre Desplat («Frankenstein») und den Briten Jonny Greenwood («One Battle After Another») durch.
Chancen auf einen Preis hatten auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer (68) mit seiner Musik für den Rennsportfilm «F1» und der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter (59) mit seiner Untermalung des Dramas «Hamnet» von Regisseurin Chloé Zhao. Für Zimmer war es die 16. Nominierung in der Sparte «Beste Filmmusik». 2022 hatte der gebürtige Frankfurter für «Dune» seine dritte Trophäe gewonnen, nach «Gladiator» (2001) und «König der Löwen» (1995).
Bester Titelsong: «Golden»
«Golden», der Titelsong aus KPop Demon Hunters, wurde zum besten Titelsong gekürt.
Weitere Auszeichnungen
- Cinematic and Box Office Achievement: «Sinners»
- Beste Serie – Drama: «The Pitt»
- Beste TV-Serie – Musical oder Komödie: «The Studio»
- Beste Miniserie: «Adolescence»
- Beste Serien-Drama-Darstellerin: Rhea Seehorn in «Pluribus»
- Bester Serien-Drama-Darsteller: Noah Wyle in «The Pitt»
- Beste Serie-Darstellerin Musical oder Komödie: Jean Smart in «Hacks»
- Bester Serie-Darsteller Musical oder Komödie: Seth Rogen in «The Studio»
- Beste Serien-Nebendarstellerin: Erin Doherty in «Adolescence»
- Bester Serien-Nebendarsteller: Owen Cooper in «Adolescence»
- Beste Miniserien-Darstellerin: Michelle Williams in «Dying for Sex»
- Bester Miniserien-Darsteller: Stephen Graham in «Adolsecence»
- Bester TV-Comedian: Ricky Gervais
- Bester Podcast: «Good Hang» von Amy Poehler
con mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA.
