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Heute starten die Impeachment-Hearings: Was du wissen musst

13.11.2019, 10:1213.11.2019, 11:06
Im Kapitol geht es heute rund.
Im Kapitol geht es heute rund.Bild: AP

Vor dem Beginn der öffentlichen Zeugenbefragungen im Rahmen der Untersuchung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump haben die US-Demokraten eine Liste mit acht weiteren Zeugen vorgelegt.

Das Politspektakel rund um die Ukraine-Affäre des US-Präsidenten beginnt am Mittwoch mit der öffentlichen Anhörung des Geschäftsträgers der US-Botschaft in Kiew, William Taylor (watson berichtet live ab 16 Uhr).

Im Laufe des Tages wird zudem der stellvertretende Staatssekretär im US-Aussenministerium, George Kent, befragt.

William Taylor
William TaylorBild: AP

Am Freitag wird die frühere US-Botschafterin Marie Yovanovitch öffentlich vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses aussagen.

Marie Yovanovitch
Marie YovanovitchBild: EPA

In der kommenden Woche folgen unter anderem Anhörungen der Beraterin von Vize-Präsident Mike Pence, Jennifer Williams, des zurückgetretenen US-Sondergesandten in Kiew, Kurt Volker, sowie des Russland-Beauftragten im Weissen Haus, Tim Morrison.

Zeugenbefragungen

Alle acht Zeugen wurden bereits hinter verschlossenen Türen von den Abgeordneten des Geheimdienstausschusses befragt. Die Untersuchung der demokratischen Abgeordneten dreht sich um Trumps Versuche, die Ukraine zu Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen früher für eine ukrainische Gasfirma tätigen Sohn zu drängen.

Bild: AP

Die Demokraten sehen darin einen gravierenden Amtsmissbrauch mit dem Ziel, sich Material über seinen möglichen Herausforderer bei der Wahl 2020 zu beschaffen.

Die Demokraten teilten mit, alle republikanischen Anfragen, «die sich im Rahmen der Amtsenthebungsuntersuchung bewegen», würden bei den Ermittlungen berücksichtigt. Weitere Details nannte die Partei nicht.

Hitzige Anhörungen zu erwarten

Bei den öffentlichen Anhörungen dürfte es hitzig hergehen. Die Republikaner sind entschlossen, die Zeugen als Trump-Gegner darzustellen. In einer Rede in New York am Dienstag warf der US-Präsident den Demokraten erneut vor, eine «Hexenjagd» gegen ihn zu veranstalten. Diese würde aber «ins Nirgendwo führen», sagte Trump. «Macht euch keine Sorgen».

Tatsächlich gilt eine Amtsenthebung Trumps als unwahrscheinlich. Zwar wollen die Demokraten, die eine Mehrheit im Repräsentantenhaus halten, noch vor dem Jahreswechsel eine Anklage gegen Trump beschliessen. Das Amtsenthebungsverfahren findet dann aber im Senat statt, den Trumps Republikaner kontrollieren. (aeg/sda/afp)

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Trumps «Impeachment» erklärt:

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Oberon
13.11.2019 12:35registriert Januar 2014
Ich bin klar davon überzeugt das die Republikaner niemals Trump abwählen werden. Der Machterhalt ist viel zu wichtig für diese Art von Politikern.

Eigentlich hätte man Trump schon lange absetzten müssen. Die Feinde der USA wären aber glücklich wenn es so weiter geht. Was aktuell die US-Regierung veranstaltet schadet in erster Linie sie und der eigenen Bevölkerung am stärksten.
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Gawayn
13.11.2019 11:11registriert März 2018
Wer soll das kapieren?
Clinton wurde wegen eines Blowjobs impeached.
Nixon wegen der Watergate Affaire.

Trump stellt die weit abgeschlagen in den Schatten, was der sich alles geleistet hat.

Auch die Steuererklärung, könnte man nicht einfach einbehalten.
Hat er seinen Namen doch als Firma vermarktet. Dann ist es öffentlich. Nicht mehr privat.

Offenbar ist den Amis weder ihre Verfassung, noch das Gesetz wichtig.

Sonst hätte diese Zumutung eines Präsi, nicht mal das erste Jahr überstanden.
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Lowend
13.11.2019 11:11registriert Februar 2014
Die wahre Hexenjagd ist eher jene der Republikaner gegen die Zeugen, die alle bezichtigt werden, unpatriotisch zu sein, weil sie dem Führer nicht auf Gedeih und Verderben in den Untergang folgen.
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