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Billionaire activist-investor Carl Icahn gives an interview on FOX Business Network in New York in this file photo taken February 11, 2014.  Icahn accused eBay Inc Chief Executive John Donahoe of failing to spot - or ignoring - conflicts of interest on the company's board and called again for the spinoff of its fast-growing PayPal division.  REUTERS/Brendan McDermid/Files  (UNITED STATES - Tags: BUSINESS MEDIA)

Wird Sonderberater für Regulierungsfragen: Starinvestor Carl Icahn. Bild: BRENDAN MCDERMID/REUTERS

Trump macht Starinvestor Icahn zum Sonderberater 



Der künftige US-Präsident Donald Trump will sich nach Angaben seines Teams bei Regulierungsfragen von Starinvestor Carl Icahn beraten lassen. Icahn werde aber nicht offiziell Regierungsmitarbeiter und werde nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher am Mittwoch.

Icahn soll Trump persönlich beraten und keinen offiziellen Regierungsjob bekommen, so dass er seine bisherigen Geschäfte weiterführen kann.

Der zukünftige US-Präsident erklärte Icahn sei einer «der grossartigsten Geschäftsmänner der Welt». Er sei ein exzellenter Verhandler und verfüge über die Fähigkeit, die Entwicklungen in der Finanz- und Wirtschaftswelt vorherzusagen. «Seine Hilfe dabei, die strangulierenden Regulierungen in unserem Land anzugehen, wird von unschätzbarem Wert sein.»

Mit der Personalentscheidung würde Trump ein weiteres steinreiches Mitglied der Finanzelite um sich scharen, gegen die er im Wahlkampf gewettert hatte. Die wichtigen Posten des Finanz- und Wirtschaftsministers wurden bereits mit den Milliardären und Ex-Investmentbankern Steven Mnuchin und Wilbur Ross besetzt.

President-elect Donald Trump speaks to members of the media at Mar-a-Lago, in Palm Beach, Fla., Wednesday, Dec. 21, 2016. (AP Photo/Andrew Harnik)

Schart immer mehr Superreiche um sich: Donald Trump. Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

«Exzessive Regulierung» unter Obama

Icahn hat sich als Hedgefondsmanager über Jahrzehnte einen Namen in der Finanzbranche gemacht. Der 80-Jährige ist als aggressiver Investor bekannt, der sich bei Konzernen einkauft und dann in geschäftliche Belange einmischt.

Der «Managerschreck» machte bereits bei Grossunternehmen wie Apple oder Ebay Druck, unter anderem, damit diese ihre Firmenkassen weiter für Aktionäre öffnen.

Icahn beklagte eine Flut neuer Regulierungen für die Wirtschaft, die unter dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama erlassen worden seien. «Es ist Zeit, der exzessiven Regulierung ein Ende zu setzen und unsere Unternehmer das tun zu lassen, was sie am besten können: Jobs schaffen», sagte er.

Alte Geschäftsfreunde

Trump und Icahn sind alte Geschäftsfreunde. So übernahm Icahn etwa das aus Trumps insolventem Glückspiel-Imperium stammende Kasino Trump Taj Mahal, das im Oktober nach andauernden Konflikten mit der Gewerkschaft den Geschäftsbetrieb aufgab.

Striking workers from the Trump Taj Mahal Casino in Atlantic City, New Jersey, protest outside the offices of investor and casino owner Carl Icahn in midtown Manhattan, New York City, New York, U.S., July 13, 2016. REUTERS/Mike Segar

Icahn hat nicht nur Freunde: Ex-Mitarbeiter des Trump Taj Mahal werfen ihm vor, dass er sich trotz Bankrott des Kasinos bereichert habe. Bild: MIKE SEGAR/REUTERS

Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will.

Das «Wall Street Journal» schrieb am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Kreise, Icahn solle Trump in Regulierungsfragen helfen. Der Wall-Street-Veteran sei bereits an der Suche des neuen Chefs der Börsenaufsicht beteiligt und habe sich bei der Auswahl für die Leitung der Umweltbehörde EPA eingebracht. (sda/reu/dpa/afp)

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