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Opfer-Namen in Epstein-Akten: US-Ministerin räumt Fehler ein

Attorney General Pam Bondi testifies before a House Judiciary Committee oversight hearing on Capitol Hill in Washington, Wednesday, Feb. 11, 2026, in Washington. (AP Photo/Tom Brenner)
Pam Bondi
US-Justizministerin Pam Bondi nennt die Veröffentlichung der Epstein-Opfer-Namen ein «Versehen».Bild: keystone

Opfer-Namen in Epstein-Akten: US-Ministerin räumt Fehler ein

11.02.2026, 19:5711.02.2026, 19:57

US-Justizministerin Pam Bondi hat ihren viel kritisierten Umgang mit den Epstein-Akten vor einem Kongressausschuss verteidigt, aber auch Fehler eingeräumt. «Versehentlich» seien zum Teil Namen von Opfern des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht worden, gab sie in einer hitzigen Anhörung im Repräsentantenhaus zu. Diese seien nach entsprechenden Hinweisen «umgehend» geschwärzt worden.

Mitte Dezember hatte ihr Ministerium damit begonnen, Ermittlungsakten aus dem Fall Epstein zu veröffentlichen. Kurz danach waren mehr als ein Dutzend Dateien überraschend wieder verschwunden. Bondis Stellvertreter Todd Blanche sagte damals, dass die plötzliche Löschung auf Bitten von Betroffenen erfolgt sei. Die entfernten Fotos zeigten potenzielle Opfer, die zuvor nicht als solche identifiziert worden seien, hiess es.

«Viele hatten ihre Peinigung geheim gehalten, sogar vor Familie und Freunden»
Demokratischer Kongressabgeordneter Jamie Raskin

Der US-Multimillionär Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch Minderjährige zum Opfer fielen.

Der demokratische Kongressabgeordnete Jamie Raskin kritisierte das Versäumnis, die Namen von Opfern zu schwärzen, während die Namen von Tätern und Komplizen unkenntlich gemacht worden seien. Einige der Opfer hätten sich öffentlich zum Missbrauch geäussert, viele jedoch nicht. «Viele hatten ihre Peinigung geheim gehalten, sogar vor Familie und Freunden» – das Justizministerium habe dennoch ihre Namen und Identitäten mit der Welt geteilt, kritisierte Raskin. (sda/dpa)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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[CH-Bürger]
11.02.2026 20:41registriert August 2018
diese Regierung ist an Inkompetenz kaum zu überbieten.

weder im Individuum noch im Kollektiv.

bis vor 1.2 Jahren hätte es niemand für möglich gehalten, dass eine solche Komikerbande an die Schalthebel der Macht gelangen kann. Geschweige denn, trotz ihrer derart dilettantischen Art mehr als 10 Minuten im Amt bleibt!
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s'Paddiesli
11.02.2026 20:39registriert Mai 2017
Ich habe nur gehört, wie sie sich weigerte, sich umzudrehen und sich bei den dahinter stehenden Opfern für die Offenlegung ihrer Namen zu entschuldigen.
Sie beantwortete die simplen Ja/Nein Fragen der Demokraten nicht. Sie beschimpfte all fie Vorwürfe und Fragen als "theatralisch".

Sie dient einzig ihrem Mandanten Donald Trump.
Wie immer wurde mir übel.
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juergen
11.02.2026 21:32registriert Juli 2025
Alter Schwede, ein "Versehen"!
Und das ist die US-Justizministerin? Gute Nacht...
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