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Generäle, Ex-Minister und Ex-Präsidenten – Liste von Trumps Kritikern wird immer länger

Zuerst alle noch lebenden Ex-US-Präsidenten, dann Trumps ehemaliger Verteidigungsminister Mattis und jetzt auch noch der höchste General – die Kritik am US-Präsidenten wächst stündlich.



Die Polizeigewalt in den USA setzt neue Massstäbe

Video: watson/Lino Haltinner

Der amerikanische Präsident wirbt seit Tagen für einen Einsatz des Militärs, um Ausschreitungen am Rande der Proteste gegen Polizeigewalt zu unterbinden. Er sprach davon, das «Schlachtfeld» in den Städten zu «dominieren». Seine martialischen Worte werden aber immer mehr kritisiert.

Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs Mark Milley

Mark A. Milley ist Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs. In dieser Funktion ist er quasi der oberste militärische Berater des amerikanischen Präsidenten. Obwohl er theoretisch der höchstrangige Soldat der US-Streitkräfte ist, verkörpert der Vorsitzende nicht die Spitze der Kommandokette.

Defense Secretary Mark Esper speaks about the coronavirus and illegal drugs in the James Brady Press Briefing Room of the White House, Wednesday, April 1, 2020, in Washington, as Chairman of the Joint Chiefs Gen. Mark Milley, listens. (AP Photo/Alex Brandon)

Verteidigungsminister Esper und General Mark Milley (r.). Bild: AP

In der Nacht auf Donnerstag ist nun ein Memo von Milley aufgetaucht, das auf den 2. Juni datiert ist. Es hat es in sich.

Milley erinnert die militärische Spitze des Landes daran, dass jedes Mitglied der US-Armee einen Schwur auf die Verfassung geleistet hat und die Werte darin verteidigt. Milley erwähnt explizit: «Das grundlegende Prinzip, dass alle Männer und Frauen frei und gleich geboren sind, und mit Respekt und Würde zu behandeln sind.»

Ausserdem erinnert er daran, dass die Nationalgarden in dieser Krise den Gouverneuren unterstellt sind – und impliziert damit, dass sie nicht von dem Präsidenten der USA kommandiert werden. Milley bittet die Adressaten ausserdem darum, die Truppen daran zu erinnern, dass man die Werte der Nation und die Gesetze und eigenen «hohen Verhaltensstandards» jederzeit hochhalten solle.

President Donald Trump returns to the White House after visiting outside St. John's Church, Monday, June 1, 2020, in Washington. Part of the church was set on fire during protests on Sunday night. (AP Photo/Patrick Semansky)
Donald Trump

Trump will die Armee mobilisieren, doch wer unterstützt ihn dabei? Bild: keystone

Zum Schluss steht da noch in handschriftlicher Notiz: «Wir alle haben unser Leben der Idee von Amerika gewidmet – wir werden diesem Eid und dem amerikanischen Volk treu bleiben.»

Was auffällt: Mit keinem Wort wird Trump erwähnt. Man ist der Verfassung treu, dem Volk, den Gouverneuren – aber nicht dem Präsidenten.

Tom Nichols, Professor am US Naval War College und Harvard, schätzte Milleys Brief als bedeutender ein als Mattis' Kritik an Trump (weiter unten dazu mehr). Vor allem die Erinnerung, dass das Militär der Verfassung folgen solle (insbesondere ist hier wohl das First Amendment gemeint, das die Versammlungsfreiheit beinhaltet), könne als Kritik an Trumps Drohung mit der Entsendung von Truppen gelten.

Journalist Richard Engel wird konkreter: «Es wirkt so, als ob das Militär, ermutigt von respektierten ehemaligen Kommandanten (gemeint James Mattis), entschieden hat, dass sie nicht für Trump Amerika erobern werden.»

Ex-US-Verteidigungsminister James Mattis

Der frühere US-Verteidigungsminister James Mattis hat sich hinter die friedlichen Proteste im Land gestellt und Präsident Donald Trump als Spalter kritisiert:

«Trump ist der erste Präsident, den ich erlebe, der sich nicht darum bemüht, das Land zu einen – nicht einmal so tut, als würde er sich bemühen. Stattdessen versucht er, uns zu spalten.»

James Mattis

Der pensionierte General schreibt weiter, die Ereignisse dieser Woche hätten ihn «wütend und entsetzt» zurückgelassen. Und weiter schreibt der 69-Jährige:

«Wir sind Zeugen der Folgen von drei Jahren dieser bewussten Anstrengung [der Spaltung]. Wir sind Zeuge der Folgen von drei Jahren ohne reife Führung.»

epa07242842 (FILE) - uS Secretary of Defense James Mattis (r) listens to US President Donald J. Trump (L) speaking during a luncheon with the Baltic States Heads of Government at The White House in Washington, DC, USA, 03 April 2018 (re-issued 20 December 2018). Media reports on 20 December 2018 state that US Secretary of Defense James Mattis is retiring at the end of February 2019 citing the announcment from a tweet by US President Donald J. Trump.  EPA/CHRIS KLEPONIS / POOL *** Local Caption *** 54238687

Da war James Mattis noch im Amt (Archivbild vom 3. April 2018). Bild: EPA/POLARIS POOL

Mattis war wegen Meinungsverschiedenheiten mit Trump Anfang 2019 nach zwei Jahren als dessen Verteidigungsminister zurückgetreten, hatte den Präsidenten seither aber nicht öffentlich kritisiert. Mattis bezeichnete nun die von Trump gewünschte Militarisierung der Einsätze gegen die Proteste im ganzen Land nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz als unnötigen Fehler.

«Zuhause sollten wir unser Militär nur sehr selten einsetzen, wenn es von Gouverneuren der Bundesstaaten angefordert wird», schrieb Mattis in der am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung. Ein Einsatz der Streitkräfte gegen zivile Proteste drohe, einen Konflikt zwischen Bevölkerung und Militär zu provozieren, warnte er.

Die anhaltenden Proteste im ganzen Land hätten Zehntausende Bürger friedlich auf die Strassen gebracht und dürften nicht von gewaltsamen Ausschreitungen einiger Gesetzesbrecher überschattet werden, forderte Mattis in dem Schreiben. «Wir müssen uns hinter einem gemeinsamen Ziel versammeln. Und das beginnt mit der Garantie, dass wir alle vor dem Gesetz gleich sind», erklärte Mattis. Bei den Protesten für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, sei Aufgabe der örtlichen Sicherheitskräfte, schrieb er.

Mattis fand besonders scharfe Worte für den Vorfall vom Montag, als auf Befehl von Trumps Regierung hin ein friedlicher Protest vor dem Weissen Haus gewaltsam aufgelöst worden war, um es Trump zu ermöglichen, sich vor einer nahen Kirche in Szene zu setzen. Er bezeichnete den Vorfall als «Missbrauch der Regierungsmacht». «Wir müssen das ablehnen und jene Amtsträger zur Rechenschaft ziehen, die unsere Verfassung verhöhnen würden», forderte er.

Er habe sich bislang nicht vorstellen können, dass Soldaten befohlen würde, «die verfassungsmässigen Rechte ihrer Mitbürger zu verletzen», um dem Oberbefehlshaber einen «bizarren Foto-Auftritt» zu ermöglichen, fügte Mattis hinzu. Er kritisierte indirekt auch Verteidigungsminister Mark Esper, der an Trumps Auftritt teilgenommen hatte. Esper hatte später versucht, sich davon zu distanzieren.

Die Ex-Präsidenten

Alle vier noch lebenden US-Präsidenten haben den systematischen Rassismus in den USA verurteilt. Bei allen klang auch – mehr oder weniger direkt – Kritik an der Regierung von Donald Trump mit.

FILE - In this Wednesday, Jan. 7, 2009 file photo, President-elect Barack Obama is welcomed by President George W. Bush for a meeting at the White House in Washington, with former presidents, from left, George H.W. Bush, Bill Clinton and Jimmy Carter. On Friday, May 15, 2020, The Associated Press reported on stories circulating online incorrectly asserting that Obama is the first president to speak out against his successor. Several former presidents have made comments criticizing the policies of their successors, including George W. Bush, Bill Clinton, Jimmy Carter _ even Theodore Roosevelt. (AP Photo/J. Scott Applewhite)
George W. Bush,Barack Obama,Bill Clinton,Jimmy Carter,George H.W. Bush

Illustre Runde (von links): George Bush senior (inzwischen verstorben), Barack Obama, George Bush junior, Bill Clinton und Jimmy Carter. Bild: AP

Ex-Präsident Carter erklärte am Mittwoch (Ortszeit), es müsse mehr getan werden, um dem systematischen Rassismus in den USA zu begegnen. «Wir brauchen eine Regierung, die so gut ist wie ihre Bevölkerung, und wir sind besser als das», schrieb der Demokrat. Es sei Zeit, sich gegen Diskriminierung in Polizei und Justiz sowie die anhaltende «unmoralische» wirtschaftliche Ungleichheit aufzulehnen, forderte er.

George W. Bush hatte am Dienstag erklärt, es sei ein «schockierendes Versagen», dass viele Afroamerikaner in ihrem Heimatland immer noch Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt seien. «Wie beenden wir systematischen Rassismus in unserer Gesellschaft?» fragte er. Schwarze erlebten die wiederholte Verletzung ihrer Rechte «ohne eine dringliche und adäquate Antwort von Amerikas Institutionen».

Barack Obama hat sich seit Floyds Tod bereits mehrfach geäussert. Am Mittwoch erklärte er, die von breiten Gesellschaftsschichten unterstützten Proteste seien ein Zeichen der Hoffnung, dass es im Land den Willen zur Veränderung gebe. Am Montag hatte er erklärt, die Proteste seien Ausdruck einer echten und legitimen Enttäuschung über ein «jahrzehntelanges Versagen» bei der Reform von Polizei und Strafjustiz.

Bill Clinton hatte am Samstag erklärt, Floyds Tod sei der «jüngste Fall in einer langen Reihe von Tragödien und Ungerechtigkeiten sowie eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass die Hautfarbe einer Person immer noch festlegt, wie diese in fast jeder Lebenslage in Amerika behandelt wird». Alle Amerikaner müssten sich gegen Rassismus auflehnen, vor allem aber Politiker müssten Fehler einräumen und Verantwortung übernehmen, forderte er.

Mit Material der SDA/DPA

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Proteste in Minneapolis

Dieses Video zeigt die Ausschreitungen in den Strassen von Minneapolis

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105Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jo Blocher 05.06.2020 06:50
    Highlight Highlight Aktuell hat sich auch noch der Nachfolger von Mattis, Verteidigungsminister Mark Esper, Republikaner, in die Kritiker von Trump eingereiht!
  • Hans Jürg 04.06.2020 15:46
    Highlight Highlight Und was, wenn Trump, wenn er dann endlich mal vor Gericht steht, auf unzurechnungsfähig plädiert?

    Dann würde er ja sogar für ein Mal nicht lügen.

    Aber da dieser Irre ja nicht anders kann, als lügen, wird er wohl stolz zu seinen Taten stehen und hoffentlich für sehr viele Jahre weggesperrt werden.
    • lilie 04.06.2020 18:13
      Highlight Highlight @Hans Jürg: Dein Wort in Gottes Ohr. Aber bis dann hat er vermutlich das Justizsystem noch vollständig in den Boden geritten und wird nicht verklagt, sondern zum Volksheld, Retter der Nation und weiss der Geier noch was ausgerufen. ☹
    • Hans Jürg 05.06.2020 08:47
      Highlight Highlight Ja, könnte leider gut sein.
      Aber ich bin - immer noch - Optimist.

      Ich sehe eher, dass dieser fettleibige alte Mann wegstirbt, bevor es zu einem allfälligen Prozess kommen würde.

      Aber er soll mit dem Ableben noch bitte warten, bis seine Amtszeit vorbei ist. Denn sonst würde sein Sekten-Fundi-Fischli-Christ Pence übernehmen können. Und dann kämen die USA wohl vom Regen in die Traufe.
    • lilie 05.06.2020 14:33
      Highlight Highlight @Hans Jürg: Ach, ich weiss nicht, was ich hoffen soll. Pence ist dafür kein Twittertroll und würde vermutlich die Leute nicht so aufstacheln. Was er sonst anstellen würde, kann ich nicht abschätzen, aber ich stelle mir trotzdem vor, dass er nicht im Ansatz ein solcher Brandbeschleuniger wäre wie Trump. 😒
  • Turicum04 04.06.2020 14:50
    Highlight Highlight Dies wird den "grössten Politiker" in eine unzurechnungsfähige Lage versetzen. Dann wird er vom Wahn total besessen werden und jeden Politiker auf der Welt beschimpfen! Nehmt ihm den Atomkoffer weg! Bevor es zu spät ist.
  • Orula 04.06.2020 14:37
    Highlight Highlight Heute hat er noch eine Sitzung mit seinem letztlich verbliebenen Getreuen.
    Benutzer Bild
  • Dong 04.06.2020 13:58
    Highlight Highlight Das Problem war doch schon vor Trump da, missbraucht den Fall Floyd nicht für Eure eigene Anti-Trump-Agenda.

    Obama hat sowas freilich souveräner gemanaget, aber für die (schwarze wie weisse) Working Class waren die 8 Jahre vor Trump auch kein Zuckerschlecken.
    • Panna cotta 04.06.2020 14:21
      Highlight Highlight Was willst du uns damit sagen?
    • De-Saint-Ex 04.06.2020 14:23
      Highlight Highlight ... nichts begriffen...
      ja, war schon vor Trump da...
      und nein, bisher hat noch kein Präsident vor ihm in solch einer Situation unablässig und bewusst Öl ins Feuer gegossen...
      das unterscheidet Trump von seinen Vorgängen sehr wohl...
      und ich hoffe, dass er daran scheitern wird...
    • Dong 04.06.2020 15:09
      Highlight Highlight Was will ich sagen, bzw. warum: Ich bin frustriert, weil ich finde, seit zig Jahren geht die Arbeiterklasse den Bach runter, und das ziemlich unabhängig von der regierenden Partei. Die Folgen davon heissen mal Brexit, mal Trump (wobei wenig gefehlt hätte, und der Potus würde Sanders heissen), mal Minneapolis. Ich weiss, das ist nur meine persönliche (Minderheits-) Meinung, aber ich finde das dumm, statt der realen Probleme die zwei Gespenster "Trump" und "Rassismus" zu bekämpfen. Das sind schon beides Probleme, aber sie werden bei diesem Fall m.E. überschätzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • biketraveller001 04.06.2020 13:32
    Highlight Highlight Trump ist zwar ein Rüppel, Narzist, Spalter, Nepotist, korrupt.
    Aber gegen die 1-2 Mio Toten, Millionen Flüchtlinge, Folgekriege von IS & Syrien, Flüchtlingsströme aus Kriegen im Nahen Osten, Abu Graif, Assage, Flüchtlingskriese, Patriot Act, alles Militär im Irak, nix mehr Rettung für Hurrican Katarina erscheint Trump fast schon als Friedensengel gegenüber G.W. Bush.
    Europa hat einen viel höheren Preis bei G.W. Bush bezahlt.
    • biketraveller001 04.06.2020 16:04
      Highlight Highlight Guantanamo, Finanzkrise, erste Abwertung bei Moody's Fitch + S&P, Start für Fracking, Tax Cut, Folter (Water boarding), Afganistan, Terroranschläge (London, Paris, Brüssel, Nizza, Berlin, Madrid) als Folge vom ISIS-Krieg, Clash of culture, Terrorismus-Bezeichnung, axe of evil usw.
      Wer Trump immer noch schlimmer findet, ist nicht mehr zu helfen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.06.2020 21:01
      Highlight Highlight Bush hatte jedoch nicht das Gefühl er könne das Militär auf das eigene Volk hetzen.
  • Maya Eldorado 04.06.2020 13:26
    Highlight Highlight Trump bringt es fertig das Coronavirus beiseitezuschieben.
    Er verdrängt das Virus immer mehr in der Presse.
    Trotzdem glaube ich nicht. dass Trump es fertig bringt, das Virus aus der Welt zu schaffen.
    Man schaue nur, was er bis jetzt in den USA diesbezüglich erreicht hat.
  • De-Saint-Ex 04.06.2020 13:23
    Highlight Highlight So richtig als „politisch“ hatte ich Trump wahrgenommen, als er sich als „Birther“ der ersten Stunde gab... wäre doch verrückt, wenn er ausgerechnet über den Rassismus, den er unaufhörlich weiter angezettelt hat, stolpern würde. Ich wünsche es den AmerikanerInnen, und vor allem eine längst fällige nationale Debatte zum Thema Rassismus und Chancengleichheit. So hätte der schreckliche Tod von Floyd und so vielen anderen vor ihm zumindest „einen Sinn“ gehabt.
  • Mikey51 04.06.2020 13:21
    Highlight Highlight War zu erwarten irgendeinmal ist genug und nun fliegen Trump die Tassen um die Ohren. Er kann sich nun ja zu Inspektion in den Panicroom zurückziehen
  • JohnDoe1937 04.06.2020 13:17
    Highlight Highlight Wann endlich stellt sich das offizielle Europa (und die Schweiz) gegen Trump?
    • Toerpe Zwerg 04.06.2020 14:14
      Highlight Highlight Trump geht. Amerika bleibt.
    • Ueli der Knecht 04.06.2020 16:58
      Highlight Highlight Die Schweiz als Depositärstaat der Genfer Konventionen müsste den amerikanischen Botschafter einbestellen, und entschieden gegen den Missbrauch des Zeichens des Roten Kreuzes zur Einschüchterung von friedlichen Demonstranten protestieren. Das ist eine eklatante Verletzung der Genfer Konventionen. Gleichzeitig könnte man dann den Botschafter mahnen, die Menschenrechte zu achten, und keine friedlich protestierende Demonstranten von der Strasse zu prügeln, nur damit Trump ein Selfie machen kann.
      Benutzer Bild
  • Thoro Z 04.06.2020 13:12
    Highlight Highlight Jeder der immer noch irgend etwas Gutes in Trump sieht, muss dringendst bei sich selber über die Bücher gehen.
  • Notabik 04.06.2020 12:39
    Highlight Highlight Das traurigste für mich ist, dass dieser Trump im Sommer als Präsident der Vereinigten Staaten wiedergewählt wird.
    • JaneSodaBorderless 04.06.2020 12:47
      Highlight Highlight Die Hoffnung, dass dem nicht so ist, stirbt zuletzt!
    • swisskiss 04.06.2020 13:03
      Highlight Highlight Notabik: Du musst es ja wissen. Im Sommer....die Wahlen sind am 3, November.

      Aber hey, Klimaerwärmung!
    • Wiedergabe 04.06.2020 13:21
      Highlight Highlight Ich glaube, dass diese Vorhersage in Sachen Datum und Ausgang falsch ist.
  • N. Y. P. 04.06.2020 12:34
    Highlight Highlight «Wir sind Zeugen der Folgen von drei Jahren dieser bewussten Anstrengung [der Spaltung]. Wir sind Zeuge der Folgen von drei Jahren ohne reife Führung.»
    James Mattis

    Mattis beschuldigt den Präsidenten, der vorsätzlichen Spaltung der Gesellschaft.

    Das ist bemerkenswert, dass immer mehr hochrangige Persönlichkeiten öffentlich volle Breitseite geben.

    Der Druck darf ruhig noch um das Zehnfache steigen.

    Trump soll bersten ob des Drucks.
  • DemonCore 04.06.2020 12:34
    Highlight Highlight Das ehrenvollste und patriotischste was die amerikanische Armee jetzt tun kann, ist Trump zu verhaften, abzusetzen und wegen Hochverrats vor Gericht zu stellen.
    • Basti Spiesser 04.06.2020 12:49
      Highlight Highlight Warum Hochverrat?
    • Hierundjetzt 04.06.2020 12:55
      Highlight Highlight Hätte man im Januar einfacher haben können. Damals gabs das Impeachment.

      Aber eben...
    • Herren 04.06.2020 13:24
      Highlight Highlight Was aber hochgradig illegal wäre. Wenn ich mich richtig erinnere, müssten Pence und der Senat feststellen, dass Trump geistig nicht mehr in der Lage ist, das Land zu führen. Nur so könnte er abgesetzt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 04.06.2020 12:29
    Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass wenn Trump die Wahl verlieren würde, von einem Tag auf den anderen paradiesische Zustände in den USA vorherrschen würden. Trump ist nicht das Hauptproblem, er verschlimmert es aber.
  • Toerpe Zwerg 04.06.2020 12:28
    Highlight Highlight Ich wünsche mir fast, dass Trump wiedergewählt wird - damit die Historiker sich einst einfacher auf den schlechtesten Präsidenten der US Geschichte werden einigen kônnen ...

    • Kyle C. 04.06.2020 12:36
      Highlight Highlight Nein das hoffe ich nicht. Aber es könnte sein, dass man zuerst den Grund berühren musste, um gewisse Dinge zu ändern. Insofern könnten durchaus positive Entwicklungen folgen. Wenn dieser Albtraum denn mal vorbei ist...
    • Pakart 04.06.2020 12:37
      Highlight Highlight Dazu braucht‘s keine zweite Amtszeit.
    • Connor McJesus 04.06.2020 12:43
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Ob es das wohl wert ist?🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • BlickvonAussen 04.06.2020 12:23
    Highlight Highlight Ich gehe davon, dass Mattis Republikaner ist. Was hindert die Republikaner daran Trump zum Teufel zu schicken und Mattis als Kandidat aufzustellen?
    Ich wäre wahrscheinlich in vielen Dingen mit Mattis nicht einverstanden, aber Respekt gegenüber ihm hätte ich schon. Vielleicht wäre er sogar ein Wunschgegner. Immerhin hat er Reife und Grundsätze, die man nicht ablehnen kann.
    • lilie 04.06.2020 13:17
      Highlight Highlight @BlickvonAussen: Die Republikaner haben in ihrer Mehrheit gar nicht den Wunsch, Trump abzusetzen. Im Gegenteil, mit ihm sind sie endlich fest an der Macht, können ihre Süppchen kochen, und die Zustimmungsrate in der Bevölkerung reicht aus, um so weiterzumachen.

      Bedenke, dass ein wesentlicher Anteil der Stimmbürger Foxnews konsumiert. Dort hat der POTUS alles im Griff, die böse Antifa attackiert unschuldige Polizisten und all die Aufruhr um Fotoshoots, Angriffe auf Medien etc. wird gar nicht erst erwähnt.

      Es läuft prima für die Reps! 💁‍♀️
    • Steibocktschingg 04.06.2020 13:59
      Highlight Highlight Wären die Republikaner nicht von Egoismus und Eigennutz sowie Hass auf alles, was ihnen nicht passt oder gar irgendwie ihre Kreise stören könnte, dann würden sie das tun. Da sie jedoch so wunderbar von der Orange profitieren und genug Leute haben, die ihre Propaganda und Desinformation schlucken, um nicht einfach so zum Teufel gejagt zu werden: Nö, werden sie nicht.
    • bullygoal45 04.06.2020 14:07
      Highlight Highlight Mattis sagte: „I've never registered for any political party.“

      Das spannende an seiner Person ist. dass sein Überzeugung nach Diplomatie und befreudete Staaten die USA stark machen. Er ist von „links“ bis „rechts“ angesehen.

      Er wäre eine spannende Lösung für alle 💪🏻!
  • Q anon = B annon 04.06.2020 12:20
    Highlight Highlight Das könnte der lang ersehnte Dammbruch sein!
    Gerade das memo von Mark Milley lässt keine Interpretation zu. Das Militär wendet sich gerade vom Präsidenten ab. In der Polizei gibt es auch immer mehr die nicht mit der Brutalen art Einverstanden sind!
    Und es werden täglich mehr. Trump hat sich gerade Isoliert und die Absetzbewegung hat erst angefangen. Was mir auffällt, von den hohen GOP Politikern hört man irgend wie gar nichts. Die Warten bis der Sturm sich verzogen hat und sie verschont.
    • Qui-Gon 04.06.2020 14:06
      Highlight Highlight Die GOP sollte nach Trump gar nicht überleben dürfen. Ganz traurige Gesellschaft.
    • Ueli der Knecht 04.06.2020 16:53
      Highlight Highlight Die GOP mit ihrem Anführer Trump sollte man als terroristische Organisation einstufen und verbieten, weil sie die Verfassung der USA stürzen und ein rechtsradikales, faschistisches und neoliberales Regime installieren will.
    • Samurai Gra 04.06.2020 23:27
      Highlight Highlight Die GOP hat keine andere Wahl, sie hat sich von Trump Kapern lasden und ist nun auf Gedeih und verderben an sein Schicksal gebunden (Trump ist Saurons Ring der GOP).

      Niemand würde ihnen (zurecht) eine Wende nach der Impeachment Farce noch abkaufen weils pure Opportunistische Heuchelei wäre.
  • bcZcity 04.06.2020 12:19
    Highlight Highlight Wenn man den Leute welche Trump den Rücken stärken bewusst machen kann, dass ihnen langfristig das Wohlwollen der Orange mehr schadet als nützt, dann wird er auch bald mal fallen gelassen.

    Leider gibt es in seinem - mächtigen - Umfeld noch genug welche ihm genüsslich die Schuhe polieren, nur für die Karriere. Einige wenige glauben sogar an alles was er sagt und die gehen hoffentlich mit ihm zusammen unter!
  • RicoH 04.06.2020 12:18
    Highlight Highlight Das Verrückte ist, dass man sich sogar Bush Jr. wieder als POTUS zurück wünschen würde...
    • Dong 04.06.2020 13:49
      Highlight Highlight Frag mal die Iraker... Nein, die Truppe um Bush jr. war in ganz anderem Masstab böse als Trump, sorry!
    • Snowy 04.06.2020 14:01
      Highlight Highlight ... und ein Zitat von Bush Jr sich richtig staatsmännisch anhört.
  • champedissle 04.06.2020 12:17
    Highlight Highlight Trump ist gewählter Präsident der USA. Da kann man natürlich dagegen protestieren, das ändert aber nichts daran, dass Demokratie halt nun einmal so funktioniert. Das wissen auch Ex-Präsidenten.
    • ManOnTheMoon 04.06.2020 13:03
      Highlight Highlight Demokratie funktioniert so, dass auch ein gewählter Präsident der Verfassung untersteht.
    • bruuslii 04.06.2020 13:21
      Highlight Highlight champedissle: entschieden nein! so wie in den usa darf demokratie nicht funktionieren!

      "demokratie" ist da nur noch fassade.

      das system ist veraltet und schlecht.

      die macht des potus ist zu zentral und muss aufgeteilt werden.

      regularien (wie impeachment) funktionieren nicht.

      das wahlsystem verhindert aktiv ein multi-parteiensystem - was nötig wäre, um die bevölkerungsteile adäquat zu repräsentieren.

      das zweiparteinsystemnist zutiefst verstrickt und damit gelähmt.

      etc etc

      und zur zeit ist ein offensichtlicher faschist präsident, der auf demokratie und rechtsstaat schei**t.
  • soulpower 04.06.2020 12:14
    Highlight Highlight Trump hat in den letzten Tagen (für viele schon viel länger) seine nächste Präsidentschaft gebodigt. Was da nun unter seiner Führung in den US passiert in den letzten Wochen und Tagen wird an der Urne keine Chance mehr haben. Es besteht die Hoffnung, dass die Demokraten vieles besser machen werden.
    • Coffeetime ☕ 04.06.2020 12:41
      Highlight Highlight So gerne ich mir das wünschen würde, dass es einen Wechsel gibt: die Polls zeigen DT hat Stand gestern immer noch 40-45% Zustimmung. Die Werte ändern sich nicht gross.

      Ich nehme an, dass er in den Städten massiv Zustimmung verliert aber dafür auf dem Land, bei den Konservativen, wo nicht protestiert wird, das wieder gutmacht.

      Bei der Akzeptanz im Ausland ist er aber noch weiter gesunken, wir sind da aber irrelevant 🤷🏻‍♀️
    • Kyle C. 04.06.2020 12:41
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Hängt aber auch davon ab, in welchem Zustand die USA bei Amtsantritt eines demokratischen Präsi sein werden. Momentan sieht es danach aus, als würde sein Nachfolger ein gespaltenes Land übernehmen. Darüber hinaus eine korrupte Führungsriege und eine desaströse Wirtschaftslage. Besser machen wird nicht schwierig, aber gut genug machen hingegen schon. 4 Jahre sind dafür nicht viel Zeit...
  • Andi7 04.06.2020 12:12
    Highlight Highlight Vielleicht ist dies der Beginn eines Prozesses zu einem „Make America Great Again“.
    Jedoch ohne Trump und anders, als er es wollte.
    • Ueli der Knecht 04.06.2020 13:50
      Highlight Highlight Der Slogan eines neuen Präsidenten müsste lauten:

      Make America American Again!
  • manta 04.06.2020 12:11
    Highlight Highlight Was wurde eigentlich aus den 3 Mio. Kopfgeld die der iranische Politiker Ahmed Hamseh auf Trump ausgesetzt hat?

    Es geht mir mit dieser Frage nicht darum das dem amerikanischen Präsidenten Böses angetan wird, sondern wirklich darum, was aus diesem Vorhaben wurde.
    • reactor 04.06.2020 12:21
      Highlight Highlight Soweit ich weiss, es wurde noch nicht eingelöst.
    • Q anon = B annon 04.06.2020 12:26
      Highlight Highlight Es geht glaubs nicht mehr so lange und einige Amis überlegen sich wie man es macht um es zu bekommen.
      Wäre eine Win-Win-Win Situation!
      Iran hätten Trump! Iran Glücklich
      USA wäre Trump los, die meisten wären Glücklich!
      Trump Weg, fast alle anderen nationen wären Glücklich!
      Und die die Trump Ausliefern haben noch 3 Mio Spesenentschädigung!
      Es gäbe nur Gewinner!
  • lilie 04.06.2020 12:08
    Highlight Highlight Dass Trumps Kritiker in dieser Sache immer mehr den Mund aufmachen (Kritiker waren sie schon vorher, aber öfters stumm), ist ermutigend.

    Was mich interessieren würde, ob er eigentlich auch (relevante) Unterstützer hat? Kann doch nicht sein, dass in dem ganzen korrupten S**haufen, den er da um sich geschart hat, kein einziger seine Idee gut findet? 🤔
    • Kyle C. 04.06.2020 12:20
      Highlight Highlight Vermutlich dürfte William Barr einer dieser treuen Hündchen sein?
    • RicoH 04.06.2020 12:29
      Highlight Highlight Die Frage ist eher, ob sich in seinem "korrupten Sauhaufen" überhaupt noch einer findet, dessen Stimme in der Bevölkerung Gewicht hat.
    • John Henry Eden 04.06.2020 12:34
      Highlight Highlight Zumindest die meisten Armeeveteranen und aktiven Armeeangehörigen, die Uniform statt Krawatte tragen, werden auf seiner Seite sein.

      Die stehen nämlich weder auf brennende US-Flaggen noch geschändete Kriegsdenkmäler.
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  • Rainer Ammann 04.06.2020 11:57
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Artikel, der die neuste Entwicklung in und ums Weisse Haus zusammenfasst. Ich war in der Tat besorgt, dass Trump es möglicherweise schafft, die Staatsorgane der USA mit Hilfe des Militärs ausser Betrieb zu nehmen und einen faschistischen Putsch zu vollbringen, der mit dem Arsenal der USA höchst Besorgnis erregend wäre. - Nun aber, mit dieser Reaktion aus dem Pentagon und auch aus den Reihen älterer Generäle wird ihm das wohl nicht gelingen, hier legt sich das Militär fest, worauf es geschworen hat, eben nicht auf den Präsidenten, sondern auf die Staatsverfassung.
    • lilie 04.06.2020 13:11
      Highlight Highlight @Rainer: Schon. Aber alle diese Leute haben doch gar nichts mehr zu sagen. Wenn Trump das beschliesst, dann sind sie im Wesentlichen machtlos.
  • Weisser Mann 04.06.2020 11:56
    Highlight Highlight Als Jugendlicher (etwa 14 Jahre alt), dachte ich Amerika hat mit Bush einen komplett überforderten und schlechten Präsideten.

    Im Vergleich zu Trump wirtk er aber wie ein "Stable Genius".
    • kupus@kombajn 04.06.2020 12:37
      Highlight Highlight Ich war damals schon erwachsen, hatte aber dieselbe Meinung - und habe sie heute noch. Bush ist - glaube ich zumindest - kein böser Mensch. Er ist einfach erzkonservativ, aber er glaubt an seine Überzeugung. Von Trump denke ich etwas komplett anderes.
    • Alteresel 04.06.2020 13:40
      Highlight Highlight Als JFK Präsident wurde, war ich gerade mal 10 Jahre alt. Mein Vater war ein totaler JFK Fan. Er kaufte damals eine Kennedy Biografie. Und dort las ich vom Vater Kennedy diesen Satz: Mit meinem Geld könnte ich auch meinen Chauffeur zum Präsidenten machen! Und seither habe ich (fast) immer den Eindruck, dass der amerikanische Präsident sein Amt gekauft und nicht dank seinem Scharfsinn erreicht hat.
    • Dong 04.06.2020 13:53
      Highlight Highlight Ja, Bush jr. ist eigentlich ein ganz netter Kerl, der allerdings im Irak einmarschiert ist, wobei wohl eine halbe Million Menschen umgekommen sind. Langzeitgedächtnis anyone?
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  • Dummbatz Immerklug 04.06.2020 11:56
    Highlight Highlight Irgendwann muss die Vernunft ja siegen 🙏🏼
  • Nick nolte 04.06.2020 11:51
    Highlight Highlight Schön für uns, und nötig für die USA wäre wohl wenn an Weihnachten die Bande verurteilt und eingebuchtet wäre. inkl. den Kids!
    • Pesche Buri 04.06.2020 13:09
      Highlight Highlight Ich hoffe dass noch Landesverrat raus kommt, dafür gibts 5x Lebenslang oder sogar Death Penalty.
  • Alteresel 04.06.2020 11:50
    Highlight Highlight Später, in vielen Jahren, wird Trump als jener Präsident in den Geschichtsbüchern stehen, der wie kein anderer den Untergang Amerikas beförderte.
  • Keller101 04.06.2020 11:46
    Highlight Highlight Aber, wiedergewählt wird er trotzdem.
    • Domimar 04.06.2020 12:48
      Highlight Highlight @Keller Tatsächlich vermute ich, dass die Leute drum herum Kritik äussern, da sie langsam vermuten, er werde nicht wiedergewählt. Sie wollen nachher sagen können, sie wären auch unter den Kritikern gewesen. Aber wir werden sehen.
    • Keller101 04.06.2020 18:14
      Highlight Highlight @Dominar, hoffen wir es!

Interview

«Die Schweizer Beteiligung am Kolonialismus war sehr viel stärker, als viele annehmen»

Die Schweiz war keine Kolonialmacht, dennoch haben auch wir eine Kolonialgeschichte. Nur kennt sie fast niemand. Im Interview erklärt die Kulturwissenschaftlerin Patricia Purtschert, warum in der Schweiz eine «koloniale Amnesie» herrscht und wie sich die Verwicklung im Kolonialismus auf den Rassismus auswirkt.

Frau Purtschert, erstaunt es Sie, dass gerade jetzt nach der Schweizer Kolonialgeschichte gefragt wird?Patricia Purtschert: Nein, ich denke das ist die Frage, die jetzt gestellt werden muss. Sie ist wichtig, um einzuordnen, was gerade passiert. Denn Black Lives Matter, das Thematisieren von Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen, hat sehr viel mit der Kolonialgeschichte zu tun, auch mit derjenigen der Schweiz. Obwohl die «koloniale Schweiz» lange ein undenkbarer Begriff war, weil die Schweiz …

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