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Aliens: Eine Million Menschen wollen Area 51 stürmen

epa07715149 (FILE) The Area 51 Alien Center, a tourist attraction at a gas station, in Amargosa Valley, Nevada, USA, 12 March 2019 (reissued 13 July 2019). According to media reports, over 600,000 Fac ...
Das Area 51 Alien Center: Eine Touristenattraktion an einer Tankstelle im Amargosa Valley im US-Bundesstaat Nevada (Archivbild).Bild: EPA

«Let's see them aliens»: Warum eine Million Menschen die Area 51 stürmen wollen

15.07.2019, 14:0416.07.2019, 09:28
Milan Marquard
Milan Marquard

Im Süden des US-Bundesstaates Nevada befindet sich die Area 51. In diesem militärischen Sperrgebiet testen die CIA und die US Air Force seit Jahrzehnten geheimste Projekte.

Das Hochsicherheitsgelände geniesst weltweite Bekanntheit – jedoch nicht aufgrund des militärischen Gewichts, sondern weil um das Gebiet diverse Verschwörungstheorien kursieren. Jetzt ruft ein Facebook-Event zum Stürmen des Gebietes auf. Doch erst mal der Reihe nach:

Um was geht es?

Wie bereits erwähnt, bietet die Area 51 Nährboden für zahlreiche Verschwörungstheorien. Allen voran in der Sparte der extraterrestrischen Aktivitäten – oder einfacher gesagt für die Alienverehrer und Ufologen.

Zusätzlich angeheizt wurde die Verschwörungs-Bewegung im Jahr 2017, als das Pentagon gemäss Washington Post ein Regierungsprogramm zur Erforschung «anormaler Bedrohungen aus der Luft- und Raumfahrt» bestätigte.

Mittem im Sperrgebiet: der Groom Lake

Die Gegend um das Militärgebiet ist mittlerweile eine Touristenattraktion – mit Alien-Museen, Alien-Restaurants und -Motels. Der Bundesstaat Nevada benannte 1996 sogar die Route 375 in «Extraterrestrial Highway» um.

File - A car moves along the Extraterrestrial Highway near Rachel, Nevada, in this Wednesday, April 10, 2002 file photo. The CIA is acknowledging the existence of Area 51 in newly declassified documen ...
Ein Auto passiert das Strassenschild des «Extraterrestrial Highway» (Archivbild). Bild: AP

Die Verschwörungstheorien drehen sich hauptsächlich um die angebliche Untersuchung und Lagerung von abgestürzten Raumschiffen und deren Besatzung. Viele Leute glauben, dass sich auf dem Gelände UFOs und Aliens befinden. So kursiert beispielsweise die Geschichte über den Absturz eines UFO samt Besatzung im Jahr 1947 in Roswell, New Mexico. Das Flugobjekt soll in der Area 51 untersucht worden sein.

Wieso ist es jetzt plötzlich wichtig?

Die Geschichte beginnt mit einem Facebook-Event. Auf der Seite mit dem Titel «Storm Area 51, They Can't Stop All of Us» wird dazu aufgerufen, am 20. September die Area 51 zu stürmen. Das Motiv der Organisatoren wird in den Details zum Event direkt mitgeliefert: «Let's see them aliens».

Als Treffpunkt wird das «Area 51 Alien Center» vorgeschlagen. Das konkrete Vorgehen soll von dort aus spontan koordiniert werden.

Die Organisatoren haben auch schon eine Idee, wie die Stürmung gelingen kann: Die Leute sollen «wie Naruto» rennen, da man so «schneller als ihre Kugeln» sei. Der Ninja Naruto ist eine bekannte Mangafigur, die stets mit gesenktem Kopf und Händen hinter dem Rücken rennt. Man merkt schnell: Hier geht es um Satire.

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Naruto (orange) rennt so angeblich schneller. bild: giphy

Die Resonanz auf die Veranstaltung ist jedoch riesig: Mittlerweile haben sich eine Million Menschen für den Event angemeldet und 870'000 sind daran interessiert.

Meinen die das ernst?

Nun, alleine schon die Beschreibung des Events lässt auf eine satirische Aktion schliessen. Der Kommentarspalte auf der Facebook-Seite ist zu entnehmen, dass auch der grösste Teil der Zusagen aus Spass gemacht wurde.

So schreibt beispielsweise User Christian Rosier sehr ironisch: «Anstatt die Area 51 zu stürmen, um Aliens zu finden, sollten wir uns als Aliens verkleiden – dann nehmen die uns sowieso rein.»

Nichtsdestotrotz zeigen sich einige Leute besorgt. Bei einer Million Menschen werden sich auch einige darunter befinden, die es ernst meinen.

Was sagt die US Air Force?

Laura McAndrews, die Sprecherin der US-Luftwaffe, sagte gegenüber der Washington Post, dass man über das Ereignis informiert sei. Auf die Frage, wie die Behörden reagieren würden, sollten tatsächlich einige Personen das Gelände zu stürmen versuchen, gab McAndrews aufgrund von Geheimhaltung keine Auskunft.

Sie warnte jedoch: «[Die Area 51] ist ein offener Trainingsbereich für die US Air Force und wir würden jeden davon abhalten, in den Bereich zu kommen, in dem wir amerikanische Streitkräfte ausbilden. Die US Air Force ist immer bereit, Amerika und seine Vermögenswerte zu schützen.»

Das Sperrgebiet zu betreten ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen. Zahlreiche Schilder weisen darauf hin, dass das Betreten streng verboten ist und das Militär «tödliche Gewalt» anwenden darf.

Wie reagiert das Internet?

Die Reaktionen in den sozialen Medien wie Twitter und Facebook fallen äusserst humorvoll aus. Hier einige der besten Posts:

«Ich reserviere das erste Alien. Ich nenne es ... Steve.»
«Ich reserviere das erste Alien. Ich nenne es ... Steve.» bild: facebook
«Wenn wir alle gleichzeitig an unserem Vapor ziehen, dann können wir die Rauchwolke als Versteck nutzen.»
«Wenn wir alle gleichzeitig an unserem Vapor ziehen, dann können wir die Rauchwolke als Versteck nutzen.»bild: facebook
«Mark Zuckerberg sponsert den Sturm auf die Area 51, um seinen Vater aus der Gefangenschaft zu befreien.»
«Mark Zuckerberg sponsert den Sturm auf die Area 51, um seinen Vater aus der Gefangenschaft zu befreien.»bild: facebook
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