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US-Gericht stärkt öffentlichen Medien den Rücken gegenüber Trump

US-Gericht stärkt öffentlichen Medien den Rücken gegenüber Trump

Öffentliche Sender in den USA haben in ihrem Finanzierungsstreit mit Donald Trump einen weitgehend symbolischen Etappensieg erzielt.
01.04.2026, 07:4001.04.2026, 07:40

Ein Richter in der Hauptstadt Washington entschied, dass der US-Präsident nicht berechtigt war, den Sendern NPR und PBS im vergangenen Jahr per Erlass die staatlichen Zuschüsse zu entziehen. Aus der Begründung sei deutlich geworden, dass der Grund für den Entzug der Mittel die Unzufriedenheit mit der Berichterstattung gewesen sei – und das sei eine Verletzung der in der Verfassung festgeschriebenen Meinungsfreiheit.

epa12161268 A demonstrator displays a sign that reads 'Stop Cuts Save PBS & NPR,' while taking part in a 'No Kings on D-Day,' rally on the Boston Common, in remembrance of past ...
Proteste gegen die Kürzungen im Juni 2025 in Boston.Bild: keystone

Für die aktuelle Finanzierung öffentlicher US-Sender hat das Urteil keine Folgen. Denn der Kongress beschloss nach Trumps Erlass mit den Stimmen seiner Republikaner, die bereits für zwei Jahre veranschlagten Mittel von gut einer Milliarde Dollar zu streichen. Die Entscheidung des Richters könnte Relevanz für Finanzierung in der Zukunft haben. Eine Sprecherin des Weissen Hauses sagte allerdings dem «Wall Street Journal», die Regierung gehe davon aus, sich in dem juristischen Streit am Ende durchzusetzen.

NPR und PBS werden grösstenteils von lokalen Rundfunk-Stationen und Spenden getragen. Das Sendersystem bekam traditionell aber auch Zuschüsse vom Staat über die Corporation for Public Broadcasting (CPB). Die 1967 gegründete CPB löste sich Anfang des Jahres nach dem Entzug der Finanzierung auf. (sda/dpa)

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