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International
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UNO stellt Wohnungen für Ex-Guantánamo-Häftlinge in Uruguay bereit

UNO stellt Wohnungen für Ex-Guantánamo-Häftlinge in Uruguay bereit

11.04.2015, 08:29

Die UNO will sich nach Angaben von Uruguays Präsident Tabaré Vázquez um Wohnungen für sechs Ex-Häftlinge aus dem umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo kümmern. «Jeder von ihnen wird eine Wohnung haben», sagte Vázquez am Freitag (Ortszeit).

Vázquez hatte sich zuvor mit US-Präsident Barack Obama am Rande des Amerika-Gipfels in Panama getroffen. Das UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR habe die «nötigen Ressourcen», um die «Bedürfnisse» der Männer zu erfüllen, sagte Vázquez im uruguayischen Fernsehen. Vor dem Treffen mit Obama hatte er gesagt, dass er auch die USA um Hilfe bitten wolle.

Die vier Syrer, ein Palästinenser und ein Tunesier waren im Dezember freigelassen und nach Uruguay überstellt worden. Sie waren mehr als zehn Jahre in Guantánamo inhaftiert, aber weder angeklagt noch verurteilt worden.

Seit ihrer Ankunft in Uruguay hatten die Männer in einem Hotel und in einem Haus gewohnt, das ihnen eine Gewerkschaft angeboten hatte. Sie besuchten Spanisch-Kurse, hatten nach Angaben von Behördenvertretern aber Schwierigkeiten, sich an ihren neuen Alltag zu gewöhnen.

Versprechen nicht eingelöst

US-Präsident Obama hatte zu seinem Amtsantritt im Januar 2009 versprochen, das international umstrittene Gefangenenlager auf Kuba, das nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eröffnet worden war, binnen eines Jahres zu schliessen.

Rechtliche Probleme und heftiger Widerstand im Kongress und in der Öffentlichkeit verhinderten aber, dass er das Versprechen erfüllte. Bis heute ist eine komplette Schliessung nicht in Sicht.

Kritiker der geplanten Schliessung des Lagers in den USA sehen in den Gefangenen eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Die Freilassung der Insassen lehnen sie ebenso ab wie ihre Überstellung in normale Gefängnisse in den USA. Sie verweisen auf mehrere Fälle, in denen sich freigelassene Häftlinge dem Terrornetzwerk Al-Kaida oder anderen Extremistengruppen angeschlossen hätten. (sda/afp)

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