International
USA

Rubio: Treffen der USA mit Dänemark zu Grönland nächste Woche

Rubio: Treffen mit Dänemark zu Grönland nächste Woche

07.01.2026, 18:5407.01.2026, 18:54

US-Aussenminister Marco Rubio hat für kommende Woche ein Treffen mit Vertretern Dänemarks angekündigt, um über Grönland zu sprechen. Auf eine Frage, ob damit ein militärisches Vorgehen vom Tisch sei, wollte er sich vor Journalisten nicht äussern. Es ist noch nicht bekannt, wo und wann genau das Treffen stattfinden soll.

epa12634345 US Secretary of State Marco Rubio (C), alongside Secretary of Defense Pete Hegseth (L), speaks to reporters after briefing US Senators about the capture of Venezuelan President Nicolas Mad ...
US-Aussenminister Marco Rubio hat am Mittwoch vor den Medien gesprochen.Bild: keystone

Zuvor hatten Dänemark und Grönland um ein Gespräch mit dem US-Aussenminister gebeten. Er sei es satt, dass die Kommunikation mit den USA über die Medien stattfinde, hatte der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen gesagt.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. Grönland mit seinen rund 57'000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark.

Trump erhebt seit längerem Besitzansprüche auf Grönland. Schon in seiner ersten Amtszeit sorgte er für Irritationen, als er Interesse am Kauf von Grönland anmeldete. Mit der angedrohten Annexion geht er noch weiter. Das Weisse Haus schloss zuletzt sogar einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus.

US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte am Mittwoch, ein Kauf der Insel werde derzeit aktiv vom Präsidenten und Team diskutiert. Auf die Frage, warum die USA dann nicht einen Militäreinsatz nicht ausschliessen würden, sagte sie: «Die erste Option des Präsidenten war schon immer die Diplomatie.»

Die dänische Regierung hat Trumps Besitzansprüche mit Unterstützung zahlreicher europäischer Partner – darunter Deutschland – entschieden zurückgewiesen. Regierungschefin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollten die USA Grönland angreifen. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
25 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Poly Tick
07.01.2026 20:05registriert Oktober 2023
"die erste Option sei schon immer die Diplomatie gewesen"... Jaa, aber die Trumpsche "Diplomatie" entspricht in keiner Weise echter Diplomatie... Die besteht aus Androhungen von Gewalt, Druck, falschen Versprechungen, eruptivem Verhalten, etc, etc.

Davon abgesehen: Was soll Diplomatie in der Grönlandfrage? Dänemark und vor allem Grönland lehnen jegliche Ansprüche Seitens USA rundweg ab. Was gibt es da zu Verhandeln?
462
Melden
Zum Kommentar
avatar
Steibocktschingg
07.01.2026 19:51registriert Januar 2018
Sie könnten einfach wie jedes andere Land darüber verhandeln wie ihre Unternehmen in Grönland tätig sein dürfen. Aber das wäre doch zu zivilisiert für den Haufen Gangster.

Es ist zu hoffen dass eine militärische Aktion der Gangsterbande dazu führt dass Dänemark auf Basis von Artikel 5 der Nato nach militärischem Beistand fragt und von allen anderen Natomitgliedeen bekommt. Mal sehen was passiert wenn sich das ganze Bündnis gegen die USA wendet.
323
Melden
Zum Kommentar
25
Waffenruhe vor Kollaps: Israel und Hamas bereiten sich wohl auf neue Kämpfe vor
Israels Armee bereitet sich ungeachtet der vereinbarten Waffenruhe im Gazastreifen Medienberichten zufolge auf eine mögliche neue Offensive gegen die islamistische Terrororganisation Hamas vor.
Die Armee habe Pläne für einen möglichen Einsatz im März in der Stadt Gaza im Norden des Küstenstreifens ausgearbeitet, meldete die «Times of Israel» unter Berufung auf einen israelischen Beamten und einen arabischen Diplomaten. Auch das «Wall Street Journal» hatte über Pläne des israelischen Militärs für eine neue Bodenoffensive in von der Hamas kontrollierten Gebieten berichtet.
Zur Story